OpenAI-Modelle und Codex kommen in den Model Garden von Google Cloud, die allgemeine Verfügbarkeit ist für die nächsten Wochen geplant
Open
Am 21. Oktober haben OpenAI und Google Cloud angekündigt, dass OpenAIs Spitzenmodelle und die Agenten-Workflows von Codex in den Model Garden von Google Cloud kommen. Der Model Garden ist der Bereich, über den Entwickler und Datenteams bei Google Cloud Modelle in der Umgebung abrufen, in der sie ohnehin arbeiten. Gekauft wird über den Google Cloud Marketplace. Unternehmen mit einer Ausgabenzusage bei Google Cloud dürfen diese Käufe darauf anrechnen. Bald sollen die Modelle außerdem in Google Antigravity und im Gemini Agent laufen. Allgemein verfügbar sein soll das Angebot in den kommenden Wochen, bis dahin lässt sich Zugang beantragen.
Microsoft bleibt Hauptpartner
Es liegt nahe, darin eine Abkehr von Microsoft zu lesen. Die Ankündigung schließt das mit ihrem letzten Satz selbst aus: Microsoft bleibt der wichtigste Cloud-Partner von OpenAI. Das Muster ist auch nicht neu. Im Juni hat OpenAI denselben Weg für Oracle geöffnet, auch dort lassen sich die Modelle und Codex aus der bestehenden Cloud-Zusage bezahlen. Google ist also der nächste Anbieter in einer Reihe. Auffällig ist der Schritt wegen des Gegenübers, denn Google baut mit Gemini eigene Spitzenmodelle und verkauft sie über dieselbe Plattform. Thomas Kurian, Chef von Google Cloud, begründet ihn mit einer breiten Modellauswahl: Kunden sollen für jede Aufgabe das passende Modell wählen und so bessere Qualität zu geringeren Kosten bekommen.
Bezahlt wird aus der Google-Cloud-Zusage
Bisher galt: Wer seine Anwendungen bei Google Cloud baut, fand dort Gemini, OpenAI-Modelle gehörten nicht zum Angebot. Wer OpenAI aus einem Cloud-Budget bezahlen wollte, ging zu Microsoft und seit Juni auch zu Oracle. Ein Team bei Google Cloud brauchte für OpenAI also einen zweiten Einkaufsweg neben dem Budget, das beim eigenen Cloud-Anbieter schon gebunden war. Jetzt läuft der Kauf über den Google Cloud Marketplace, und der Betrag zählt auf die Zusage, die das Unternehmen Google ohnehin gegeben hat. Damit verschiebt sich, wo Unternehmen OpenAI kaufen. Die Wahl zwischen Gemini und einem OpenAI-Modell wird zu einer Entscheidung innerhalb derselben Abrechnung.
Ausdrücklich zielt die Ankündigung auf regulierte Branchen. Wer dort KI einsetzt, muss steuern können, wer auf sensible Daten zugreift und wofür sie verwendet werden. Die OpenAI-Modelle sollen deshalb mit den eingebauten Zugriffskontrollen und der zentralen Datenverwaltung von Google Cloud zusammenarbeiten. OpenAI-Präsident Greg Brockman beschreibt das Ziel so, die stärksten Modelle und Codex dorthin zu bringen, wo Kunden schon bauen. Für ein Team, das seine Regeln bei Google bereits eingerichtet hat, entfällt damit eine weitere Umgebung, die es gesondert absichern müsste.
Modellnamen, Preise und Regionen fehlen
Die Ankündigung spricht allgemein von Spitzenmodellen. Welche Modelle genau gemeint sind, lässt sie offen. Preise nennt sie ebenso wenig wie einen Termin für Antigravity und den Gemini Agent, über den das Wort bald hinausginge. Offen bleibt auch, in welchen Regionen die Modelle laufen und ob Anfragen dabei an OpenAI gehen oder innerhalb der Infrastruktur von Google bleiben. Für ein Unternehmen in Europa, das seine Daten an einen Standort binden muss, ist das die Frage, an der die Anrechnung auf die Zusage erst praktisch wird.
Quellen
1 Eintragalle erreichbar
Erreichbarkeit automatisch geprüft
Ankündigung des Herstellerserreichbar
OpenAI models are coming to Google Cloud (OpenAI) (externe Seite, openai.com)
openai.comgeprüft 25.10.2026
OpenAIs Ankündigung der Partnerschaft: Modelle und Codex im Model Garden, Kauf über den Marketplace, geplante allgemeine Verfügbarkeit in den kommenden Wochen.