GrundlagenKI als MitarbeiterKapitel 01 von 1

Welche Arbeit sich übergeben lässt

Gleiches Kapitel, drei Tiefen. Die Wahl gilt überall und bleibt gespeichert.

Tiefe 1: Überblick · Lesezeit 9 Min. · Stand

Wer eine Aufgabe an ein Modell übergeben will, fragt meist zuerst, ob das Modell sie kann. Für die Entscheidung reicht die Antwort selten. Eine Übergabe kostet auch dann Zeit, wenn das Modell gut ist: Jemand muss das Ergebnis ansehen, und wenn es nicht reicht, macht er die Arbeit doch selbst. Dieses Kapitel rechnet diese Kosten aus, an einer Messung, die genau diese Rechnung aufmacht. Wie lang eine Aufgabe sein darf, damit ein Modell sie überhaupt zuverlässig schafft, steht in Beurteilen und Einordnen, Kapitel 03.

Drei Posten einer Übergabe

Jede Übergabe hat drei Posten. Das Modell erzeugt ein Ergebnis. Ein Mensch sieht nach, ob es taugt, und das kostet Prüfaufwand. Was die Prüfung besteht, ist abgenommen. Und wenn es nicht taugt, folgt die Nacharbeit, im ungünstigen Fall die ganze Aufgabe noch einmal von Hand. Nur der erste Posten hängt allein am Modell.

Gemessen hat das OpenAI mit einem eigenen Benchmark namens GDPval, im Herbst 2025. Die Aufgaben decken laut GDPval-Arbeit (externe Seite, arxiv.org) die meisten Tätigkeiten aus 44 Berufen ab, die das US-Arbeits­mi­nis­te­rium führt. Entworfen haben sie Fachleute mit im Mittel 14 Jahren Berufserfahrung, aus ihrer eigenen Arbeit. Die Aufgaben arbeiten mit echten Dateien, etwa Tabellen, Dokumenten, Präsentationen, Bildern oder Kon­struk­ti­ons­da­teien (Anhang A.4.1). Ein Hersteller misst hier also mit einem eigenen Maßstab, und die Rechnung liegt nur für dessen eigene Modelle vor, zuletzt für GPT-5. Unter den Quellen dieses Kapitels ist sie die einzige, die Prüfung und Nacharbeit in Minuten ausrechnet.

Für die 220 veröffentlichten Aufgaben brauchte eine Fachkraft im Mittel 404 Minuten, gut sechseinhalb Stunden. Die Prüfung eines Modellergebnisses dauerte im Mittel 109 Minuten. Gemeint ist die Zeit, die eine Fachkraft braucht, um ein Ergebnis des Modells zu beurteilen (Anhang A.2.1 (externe Seite, arxiv.org)).

Was vom Vorsprung bleibt

Rechnet man nur die Zeit, die das Modell zum Schreiben braucht, war GPT-5 in dieser Messung 90-mal schneller als die Fachkraft. Die Arbeit rechnet dann den Ablauf, wie er im Betrieb aussähe: Das Modell liefert, die Fachkraft prüft, und wo das Ergebnis unter ihrem Anspruch bleibt, erledigt sie die Aufgabe selbst (GDPval, Anhang A.2.1 (externe Seite, arxiv.org)). Abgenommen ist dabei ein Ergebnis, das die Fachleute besser bewerten als das menschliche; das traf bei GPT-5 in 39 Prozent der Fälle zu.

Mit Prüfung und Nacharbeit bleibt ein Faktor von 1,12 (Tabelle 2 der Arbeit). Aus neunzigmal so schnell wird gut einmal so schnell. Die Arbeit fasst es in einem Satz zusammen: Wer Prüfung und Nacharbeit einrechnet, für den schrumpft der Ertrag (GDPval, Anhang A.2.1 (externe Seite, arxiv.org)).

Drei Balken auf einer Minutenachse: die Fachkraft allein 404 Minuten, mit GPT-5 rund 360 Minuten aus Modell, Prüfung und Nacharbeit, ohne Nacharbeit rund 113 Minuten. Drei waagrechte Balken auf einer Achse in Minuten je Aufgabe, Mittelwerte aus GDPval. Die Fachkraft allein braucht 404 Minuten. Mit GPT-5 kommen zu 4,5 Minuten Modellzeit die Prüfung mit 109 Minuten und die Nacharbeit mit im Mittel 246 Minuten, zusammen rund 360. Fällt die Nacharbeit weg, bleiben Modell und Prüfung mit rund 113 Minuten, also höchstens 3,6-mal schneller. Die Prüfung setzt damit die Obergrenze. Die Nacharbeit ist gestrichelt, weil sie ein Erwartungswert ist. Die Rechnung ist ein Überschlag mit Mittelwerten. MINUTEN JE AUFGABE, MITTELWERTE AUS GDPVAL Fachkraft allein 404 mit GPT-5 Prüfung 109 Nacharbeit, im Mittel 246 ≈ 360 ohne Nacharbeit Prüfung 109 ≈ 113 höchstens 3,6-mal schneller 0 100 200 300 400 Schmaler Strich vorn: Modell, 4,5 Minuten. Überschlag mit Mittelwerten.
Ein Vorgang aus GDPval, gerechnet mit den Mittelwerten. Die Fachkraft allein braucht 404 Minuten. Mit GPT-5 kommen auf gut vier Minuten Modellzeit 109 Minuten Prüfung und im Mittel 246 Minuten Nacharbeit, zusammen rund 360. Gäbe es keine Nacharbeit, blieben rund 113 Minuten.

eigene Rechnung nach GDPval, Anhang A.2.1 und Tabelle 2 (OpenAI, Herbst 2025), Stand 11.10.2026

Die Zahlen dahinter lassen sich mit den Mittelwerten der Arbeit nachrechnen. Das ist eine Probe: Die Arbeit rechnet je Aufgabe und mittelt dann, deshalb weicht der Überschlag um einige Minuten ab.

PostenMinutenHerleitung
Modell erzeugt4,5404 Minuten geteilt durch den Faktor 90
Fachkraft prüft109Mittelwert aus Anhang A.2.1
Nacharbeit, im Mittel24661 Prozent der Fälle mal 404 Minuten
Zusammenrund 360404 geteilt durch 360 ergibt 1,12
Zum Vergleich: Fachkraft allein404Mittelwert aus Anhang A.2.1

Die Prüfung setzt die Grenze

Aus derselben Tabelle folgt eine Obergrenze. Angenommen, das Modell wäre in jedem Fall besser als die Fachkraft und es gäbe keine Nacharbeit: Dann blieben 4,5 Minuten Erzeugen und 109 Minuten Prüfen, zusammen gut 113. Der Faktor läge bei 404 durch 113, also bei etwa 3,6. Mehr gibt diese Rechnung nicht her, solange die Prüfung so lange dauert, gleich wie gut das Modell wird.

Ob sich eine Übergabe lohnt, entscheidet damit vor allem das Verhältnis zwischen Nachsehen und Machen. Ein Modell, das schneller schreibt, verschiebt diese Grenze kaum. Eine Aufgabe, deren Ergebnis sich in fünf Minuten beurteilen lässt, verschiebt sie sehr.

Was Leute tatsächlich übergeben

Dieselbe Größe nennen Leute, wenn man sie fragt, was sie übergeben. Anthropic hat im August 2025 die eigene Belegschaft befragt, 132 Leute aus Entwicklung und Forschung, und mit 53 von ihnen ausführlich gesprochen (Bericht (externe Seite, anthropic.com)). Mehr als die Hälfte gab an, höchstens ein Fünftel ihrer Arbeit ganz übergeben zu können. Ein Hersteller befragt hier die eigenen Leute über das eigene Produkt, und der Bericht nennt selbst eine wahrscheinliche Verzerrung: Wer eine starke Meinung hat, antwortet eher. Als Größenordnung für andere Betriebe taugen die Zahlen deshalb nicht. Brauchbar sind die Gründe.

Übergeben wird demnach, was sich leicht prüfen lässt. Einer der Befragten nennt das Modell großartig für alles, bei dem die Prüfung im Vergleich zur Erstellung wenig Aufwand macht (Bericht (externe Seite, anthropic.com)). Das ist die GDPval-Rechnung in einem Satz. Dazu kommen Teile, die vom Rest gut abgegrenzt sind, Arbeit, bei der ein Fehler wenig kostet, etwa Code zum Wegwerfen, und lästige, sich wiederholende Arbeit. Und Aufgaben, bei denen der Befragte selbst wenig Vorwissen hat, die aber insgesamt einfach sind.

Behalten wird, was Überblick und Strategie verlangt, und Ent­wurfs­ent­schei­dungen, für die man die Organisation kennen muss oder Geschmack braucht. Viele beschreiben diese Grenze als beweglich: Sie wird regelmäßig neu gezogen, wenn die Modelle besser werden.

Ein vierter Posten: das Vorwissen

Das größte Hindernis ist für einen der Befragten der kalte Start (Bericht (externe Seite, anthropic.com)): Wer sein Projekt kennt, weiß vieles, was das Modell nicht weiß, und dieses Wissen müsste erst in die Anweisung. Eine andere Aussage im selben Abschnitt zieht die Grenze bei zehn Minuten: Was voraussichtlich kürzer dauert, macht der Befragte gleich selbst.

In GDPval fehlt dieser Posten: Die Modellzeit ist dort die Zeit, die das Modell braucht, wenn die Anweisung schon vorliegt (Anhang A.2.1). Auch die Aufgaben von METR, an denen Beurteilen und Einordnen, Kapitel 03 die Aufgabenlänge misst, sind mit Absicht abgeschlossen und vollständig beschrieben. Die meiste echte Arbeit beruht dagegen auf Vorwissen: auf früheren Gesprächen, auf Erfahrung, auf der Kenntnis eines bestehenden Projekts (Messreihe (externe Seite, metr.org)). METR empfiehlt deshalb, eine Zwei-Stunden-Aufgabe als das zu lesen, was jemand ohne Vorwissen über das Projekt in zwei Stunden erledigen könnte. Für die Übergabe heißt das: Eine Aufgabe, die nur mit Hauswissen gelingt, kostet einen vierten Posten, nämlich das Mitgeben dieses Wissens.

Wie viel heute übergeben wird

Eine Größenordnung für die Verbreitung liefert eine Zufallsstichprobe. Epoch AI und Ipsos haben im Juli 2026 in den USA 1.106 Erwerbstätige nach zehn verbreiteten Tätigkeiten der Wissensarbeit gefragt, vom Auswerten von Daten bis zum Führen von Akten (Erhebung (externe Seite, epoch.ai)). Jeder Fünfte sagt, dass KI inzwischen mindestens eine Aufgabe erledigt, die vorher an Kollegen oder Auftragnehmer ging.

Meist übernimmt die KI dabei nur einen Teil. Wo sie nur einen Teil übernimmt, berichten die Befragten bei 37 Prozent der Aufgaben eine Zeitersparnis, wo sie fast alles übernimmt, bei 53 Prozent. Epoch stellt selbst daneben, dass die Richtung offen ist: Vielleicht spart die größere Übergabe Zeit, vielleicht übergeben Leute mehr, wenn sie ohnehin Zeit sparen wollen, oder es sind schlicht Aufgaben, die KI besonders gut erledigt. Und etwa jede sechste Aufgabe mit KI dauert nach eigener Angabe länger als vorher.

Was daraus für die Auswahl folgt

Für eine Aufgabe, die man übergeben will, genügen drei Schätzungen: wie lange sie von Hand dauert, wie lange das Nachsehen dauert, und wie oft das Ergebnis ohne Nacharbeit reicht. Die Übergabe lohnt sich, wenn das Nachsehen weniger kostet als der Teil der Arbeit, den das Modell im Mittel tatsächlich abnimmt. Die Rechnung dazu steht in Ebene 2, eine Vorlage für den eigenen Vorgang in Ebene 3.

Die Bedingungen aus Beurteilen und Einordnen, Kapitel 03, kurz, abgegrenzt und prüfbar, gelten weiter. Diese Rechnung sagt, welche davon den Ausschlag gibt: die Prüfbarkeit, gemessen in Minuten. Wie geprüft wird und welche Fehler ein Vorgang verträgt, sind eigene Kapitel dieses Pfads.

Quellen

16 Einträgealle erreichbar

Erreichbarkeit automatisch geprüft

  • Originalarbeiterreichbar

    GDPval: Evaluating AI Model Performance on Real-World Economically Valuable Tasks (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Benchmark von OpenAI, eingereicht am 05.10.2025: Aufgaben aus 44 Berufen, entworfen von Fachleuten mit im Mittel 14 Jahren Berufserfahrung, deren Ergebnisse Fachleute blind gegen ein menschliches Ergebnis bewerten. Anhang A.2.1 rechnet aus, was vom Zeitvorsprung eines Modells bleibt, wenn eine Fachkraft jedes Ergebnis prüft und im Fehlerfall selbst nacharbeitet (Tabelle 2, nur OpenAI-Modelle, zuletzt GPT-5). Ein Hersteller misst hier mit einem eigenen Benchmark, und die Prüfzeit ist die Bewertungszeit im Versuch. Fußnote 9 zur Rechnung mit mehreren Versuchen hält fest, dass sie das Modell zu hart bestraft: Die Gewinnrate steige vermutlich mit jedem Versuch, weil die Fachkraft die Anweisung nachbessert, und die Prüfzeit sinke mit der Übung.

  • Originalarbeiterreichbar

    How AI is transforming work at Anthropic (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropic befragt im August 2025 die eigene Belegschaft, 132 Leute aus Entwicklung und Forschung, führt 53 Interviews und wertet die interne Nutzung von Claude Code aus; veröffentlicht am 02.12.2025. Die Seite nennt die Gründe, aus denen Aufgaben abgegeben werden oder nicht. Ein Hersteller fragt hier nach dem eigenen Produkt, die Angaben sind selbst berichtet, und die Auswahlverzerrung nennt der Text selbst.

  • Datenerreichbar

    Task-Completion Time Horizons of Frontier AI Models (externe Seite, metr.org)

    metr.orggeprüft 25.10.2026

    Die Messreihe zu derselben Kennzahl, seit Januar 2026 in der Fassung 1.1 mit 228 Aufgaben aus Softwareentwicklung, maschinellem Lernen und IT-Sicherheit. METR schreibt sie nicht mehr fort: Der letzte Messwert kam am 08.05.2026 dazu, seit dem 08.09.2026 steht der Hinweis darauf im Kopf der Seite. Die Werte selbst zeichnet ein Skript, im Text stehen die Erläuterungen: was eine solche Angabe bedeutet und warum Zuverlässigkeitsstufen oberhalb von 80 Prozent mit dieser Aufgabensammlung nicht messbar wären.

  • Datenerreichbar

    One in five US workers now delegates tasks to AI instead of colleagues, survey finds (externe Seite, epoch.ai)

    epoch.aigeprüft 25.10.2026

    Primärstudie von Epoch AI und Ipsos mit Befragungsdaten zur Aufgabenverlagerung von Kollegen zu KI am Arbeitsplatz.

  • Originalarbeiterreichbar

    Which Economic Tasks are Performed with AI? Evidence from Millions of Claude Conversations (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Die erste Arbeit zum Anthropic Economic Index, eingereicht am 11.02.2025. Sie ordnet Gespräche mit Claude den Tätigkeiten der US-Berufsdatenbank O*NET zu und trennt Gespräche, in denen jemand mit dem Modell an einem Ergebnis arbeitet, von solchen, in denen er eine Aufgabe abgibt. Eingestuft hat ein Modell des Herstellers, und gemessen ist eine einzige Plattform.

  • Datenerreichbar

    Anthropic Economic Index report: Uneven geographic and enterprise AI adoption (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Bericht des Anthropic Economic Index vom September 2025. Er misst, wie der Anteil der Gespräche mit Auftragscharakter auf Claude.ai binnen acht Monaten gestiegen ist. Zwischen den Messungen wechselte das einstufende Modell; die Fußnote dazu rechnet mit dem alten nach und findet den Anstieg kleiner, aber weiter deutlich.

  • Datenerreichbar

    Anthropic Economic Index report: Learning curves (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Bericht des Anthropic Economic Index vom 24.03.2026. Er vergleicht Nutzer, die seit mindestens sechs Monaten dabei sind, mit den übrigen und findet bei den länger Dabeigebliebenen mehr gemeinsames Arbeiten und weniger ganze Aufträge. Eingestuft wird mit einem Modell des Herstellers; was als Erfolg eines Gesprächs gilt, schätzt ebenfalls das Modell.

  • Datenerreichbar

    Anthropic Economic Index report: Cadences (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Bericht des Anthropic Economic Index vom 26.06.2026, Daten vom 10.04. bis 10.06.2026. Er stuft ein, wie selbstständig das Modell in einem Gespräch arbeitet, auf einer Skala von 1 bis 5, und vergleicht dieselben Aufgaben im Chat und in Claude Code. Eingestuft hat ein Modell des Herstellers; die Angaben zum Lernen sind Selbsteinschätzungen.

  • Originalarbeiterreichbar

    Generative AI at Work (externe Seite, nber.org)

    nber.orggeprüft 25.10.2026

    Feldstudie von Brynjolfsson, Li und Raymond, NBER Working Paper 31161 vom April 2023, überarbeitet im November 2023. Gemessen ist die gestaffelte Einführung eines Gesprächsassistenten bei 5.179 Beschäftigten im Kundendienst, an den gelösten Fällen je Stunde. Der Assistent schlägt vor, das Gespräch führt der Mensch; abgegeben wird also nichts.

  • Originalarbeiterreichbar

    Future of Work with AI Agents: Auditing Automation and Augmentation Potential across the U.S. Workforce (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Arbeit aus Stanford (Shao und andere), erste Fassung vom 06.06.2025, gelesen in der dritten vom 01.02.2026. Sie fragt 1.500 Beschäftigte in den USA, welche ihrer Aufgaben sie an KI-Agenten abgeben wollen, und stellt dem die Einschätzung von Fachleuten gegenüber, was die Agenten können. Die Fähigkeitsseite beruht auf dem Urteil von Fachleuten. Die Arbeit führt eine fünfstufige Skala menschlicher Beteiligung ein, von H1 bis H5.

  • Originalarbeiterreichbar

    Measuring the Impact of Early-2025 AI on Experienced Open-Source Developer Productivity (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Randomisierter Versuch von METR mit 16 erfahrenen Entwicklern und 246 Aufgaben aus deren eigenen Projekten. Die Arbeit, die den Abstand zwischen Selbsteinschätzung und Messung beziffert: Die Beteiligten hielten sich für schneller und brauchten länger.

  • Originalarbeiterreichbar

    METR, We are Changing our Developer Productivity Experiment Design (externe Seite, metr.org)

    metr.orggeprüft 25.10.2026

    Der Nachtrag zur vielzitierten Verlangsamungsstudie. METR hat ab August 2025 erneut gemessen, bekam ein umgekehrtes Vorzeichen und erklärt die eigenen Daten für unzuverlässig. Der Grund ist selbst ein Befund über die Verbreitung: Zu viele Beteiligte wollten die Vergleichsaufgaben ohne KI gar nicht mehr bearbeiten, auch für Bezahlung. Wer die Zahl von 19 Prozent aus der ersten Arbeit zitiert, sollte diesen Stand mitzitieren.

  • Datenerreichbar

    Measuring the Self-Reported Impact of Early-2026 AI on Technical Worker Productivity (externe Seite, metr.org)

    metr.orggeprüft 25.10.2026

    Befragung von METR, veröffentlicht am 11.05.2026, nach der selbst eingeschätzten Wirkung von KI-Werkzeugen auf Tempo und Wert der eigenen Arbeit. METR stellt die eigene Einschränkung neben die Zahlen: Im Versuch von 2025 hatten die Beteiligten die Wirkung im Mittel um 40 Prozentpunkte überschätzt.

  • Originalarbeiterreichbar

    Task substitution and uplift (externe Seite, metr.org)

    metr.orggeprüft 25.10.2026

    Beitrag von METR vom 08.05.2026 über einen Messfehler bei Produktivitätsangaben: Wer mit KI arbeitet, wechselt zu den Aufgaben, die KI billig macht. Der Gewinn auf diesen neuen Aufgaben ist hoch, der Gewinn an Wert womöglich viel kleiner. Eine Überlegung mit Formeln, gemessen ist sie nicht.

  • Originalarbeiterreichbar

    GPTs are GPTs: An Early Look at the Labor Market Impact Potential of Large Language Models (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Arbeit von Eloundou, Manning, Mishkin (alle OpenAI) und Rock (University of Pennsylvania), gelesen in der fünften Fassung vom 21.08.2023. Sie schätzt, welcher Anteil der Aufgaben in US-Berufen von Sprachmodellen betroffen sein könnte; eingestuft haben Menschen und GPT-4. Eine Zeitachse behauptet die Arbeit ausdrücklich nicht.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, A practical guide to building agents (externe Seite, cdn.openai.com)

    cdn.openai.comgeprüft 25.10.2026

    Leitfaden von OpenAI zum Bau von Agenten, zugleich Werbung für das eigene Agents SDK. PDF mit 34 Seiten, erstellt am 07.04.2025. Seite 4 grenzt ab: Anwendungen, die ein Sprachmodell einbinden, es aber den Ablauf nicht steuern lassen, zählen ausdrücklich nicht zu den Agenten, als Beispiele stehen einfache Chatprogramme, Einzelaufrufe und Stimmungsklassifikatoren. Seite 6, Abschnitt „When should you build an agent?“, empfiehlt zuerst Abläufe, die sich bisher der Automatisierung entzogen haben, und nennt drei Merkmale: verwickelte Entscheidungen, schwer pflegbare Regelwerke und starke Abhängigkeit von unstrukturierten Daten. Fehlen sie, könne eine deterministische Lösung genügen.

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