GrundlagenVibe-Coding / Agentic EngineeringKapitel 08 von 13

Berech­ti­gungen und Rech­te­modi

Gleiches Kapitel, drei Tiefen. Die Wahl gilt überall und bleibt gespeichert.

Tiefe 1: Überblick · Lesezeit 9 Min. · Stand

Ein Agent auf der Kommandozeile fragt im manuellen Modus, bevor er eine Datei ändert, einen Befehl ausführt oder ins Netz geht. Diese Rückfrage war lange die eigentliche Sicherung: Ein Mensch liest, was da laufen soll, und entscheidet.

Anthropic hat nachgezählt, wie diese Entscheidung ausfällt. Nach der Ankündigung des Auto-Modus (externe Seite, claude.com) bestätigen die Nutzer 97 Prozent der Freigabefragen in Claude Code.

Was die Rückfrage gemessen leistet

97 von 100. Man könnte daraus schließen, dass die Werkzeuge selten etwas Fragwürdiges vorschlagen. Die Zahl daneben spricht dagegen: Dieselben Menschen weisen einen vorgelegten Plan in 39 Prozent der Fälle zurück. Bei einzelnen Freigabefragen liegt die Ablehnungsquote (externe Seite, claude.com) dagegen bei nur 3 Prozent.

Der Unterschied liegt in der Form. Ein Plan kommt einmal und beschreibt etwas. Eine Freigabefrage kommt zum vierzigsten Mal an diesem Tag und unterbricht gerade eine Arbeit.

Wie stark das wirkt, zeigt ein kontrollierter Versuch (externe Seite, claude.com) mit 1.053 bezahlten, beruflich tätigen Testern. Die Prüfung durch den Menschen fing dort nur 13,6 Prozent der gefährlichen Befehle ab, der Auto-Modus 89 Prozent.

Zwei Angaben gehören zu dieser Zahl, damit sie einzuordnen ist. Die Erhebung stammt vom Hersteller des besser abschneidenden Verfahrens. Und die gefährlichen Befehle waren für den Versuch gebaut, kamen also nicht aus dem Alltag der Beteiligten.

Was der Versuch unabhängig davon sichtbar macht, ist die Ermüdung. Am Anfang einer Sitzung hielten die Beteiligten nach der Auswertung (externe Seite, claude.com) etwa 17 Prozent der gefährlichen Befehle auf, nach 50 und mehr vorherigen Rückfragen noch etwa 5 Prozent. Die Sicherung wird schwächer, je länger man sie benutzt.

Ein zweites Modell an ihrer Stelle

Laut der Ankündigung (externe Seite, claude.com) laufen neue Sitzungen auf den Tarifen Pro, Max und Team ab dem 14. August im Auto-Modus.

Inzwischen gilt das unabhängig vom Tarif: Ab Claude Code v2.1.283 ist der Auto-Modus nach der Dokumentation der Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com) der eingebaute Startmodus für interaktive Sitzungen im Terminal und in VS Code. Die Versionsliste (externe Seite, code.claude.com) nennt unter 2.1.283 nur Drittanbieter und Sitzungen ohne Telemetrie, alle Tarife und Anbieter erst unter 2.1.284 vom 28.09.2026, jeweils solange kein Rechtemodus eingestellt ist.

Eine Ausnahme gilt für Organisationen mit der HIPAA-Konfiguration. In einer Sitzung, auf die sie greift, beginnt Claude Code im Terminal oder in VS Code im manuellen Modus, solange nichts anderes den Startmodus festlegt. Das gilt ab Version 2.1.285, und der Auto-Modus bleibt wählbar. Die Konfiguration greift nur, wenn sich jemand mit einem Claude-Enterprise-Konto anmeldet und Claude Code direkt mit der Claude-API verbunden ist (Doku zur HIPAA-Einrichtung (externe Seite, code.claude.com)). Über einen Cloud-Anbieter, ein Gateway oder einen Schlüssel aus der Claude Console läuft Claude Code ohne sie.

Im Auto-Modus prüft ein eigenes Modell jede Handlung, die nicht schon durch eine eigene Regel oder durch Lesen und Bearbeiten im Arbeits­ver­zeichnis freigegeben ist. Es heißt Klassifikator und urteilt nach einem festen Katalog: Herunterladen und Ausführen von Code, Daten an fremde Adressen, Pro­duk­tiv­um­ge­bungen, unwiderrufliches Löschen. Was es durchlässt, läuft ohne Rückfrage. Einige Rückfragen bleiben trotzdem, etwa bei einer eigenen Regel, die ausdrücklich eine verlangt, oder vor dem Löschen eines kritischen Verzeichnisses wie des Benutzerordners.

Die Grenze dieser Prüfung schreibt der Hersteller in seiner Dokumentation (externe Seite, code.claude.com) selbst hin: Der Auto-Modus verringert die Zahl der Rückfragen, Sicherheit garantiert er damit aber keine.

Sechs Modi, eine Frage

Ein Rechtemodus beantwortet genau eine Frage: Wer entscheidet über eine Handlung, bevor sie läuft.

ModusWas ohne Rückfrage läuftWofür gedacht
manuellnur Lesenfremder Code, heikle Arbeit
acceptEditsdazu Dateiänderungen und gängige Dateibefehle wie mkdir, mv oder rm im ArbeitsverzeichnisArbeit, die man hinterher im Diff liest
planLesen, dazu vom Klassifikator geprüfte Befehle, wenn der Auto-Modus verfügbar isterkunden, bevor etwas geändert wird
autoalles, mit Prüfung durch den Klassifikatorlange Läufe
dontAskwas auch im manuellen Modus ohne Rückfrage läuft, dazu was vorher ausdrücklich erlaubt wurde; alles andere lehnt es ab, sofern kein installierter Mod freigibtAutomaten mit festem Auftrag
bypassPermissionsalles bis auf wenige feste Rückfragen, etwa vor dem Löschen kritischer Pfadeabgetrennte Umgebungen
Die sechs Rechtemodi, sortiert danach, wer über eine Handlung entscheidet, darunter die Sperrregel als gemeinsamer Sockel. Drei Felder nebeneinander, jedes mit den Rechtemodi darin, die so entscheiden. Ein Mensch: manuell, acceptEdits, plan. Ein zweites Modell: auto, hervorgehoben. Niemand: dontAsk, bypassPermissions. Darunter liegt ein durchgehender Sockel mit dem Satz, dass eine Sperrregel in jedem der sechs Modi gilt. WER ENTSCHEIDET, BEVOR SIE LÄUFT EIN MENSCH manuell acceptEdits plan EIN ZWEITES MODELL auto NIEMAND dontAsk bypassPermissions EINE SPERRREGEL GILT IN JEDEM DER SECHS
Sechs Modi und die Frage, wer über eine Handlung entscheidet, bevor sie läuft. Im Planmodus gibt ein Mensch den Plan frei. Befehle beim Erkunden prüft dort in der Voreinstellung derselbe Klassifikator wie im Auto-Modus.

eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation, Stand 09.10.2026

Der Unterschied zwischen den Modi geht dabei weiter, als die Rückfragen vermuten lassen. Im manuellen Modus fragt Claude Code, bevor seine Dateiwerkzeuge Pfade außerhalb des Startordners und seiner Unterordner lesen oder schreiben, so steht es auf der Sicherheitsseite (externe Seite, code.claude.com).

Die Grenze ist dabei eine Rückfrage, und sie gilt für die Dateiwerkzeuge: Ein Bash-Befehl, den man freigibt, kann nach derselben Seite (externe Seite, code.claude.com) weiterhin überall schreiben, wo das eigene Benutzerkonto schreiben darf.

Im Auto-Modus liest Claude Code Dateien ohne Rückfrage, auch außerhalb der Arbeits­ver­zeich­nisse, solange die Einstellung permissions.blockReadsOutsideWorkingDirectories ausgeschaltet ist, wie in der Voreinstellung. Ausgenommen sind Pfade im Netzwerk. Wenn Claude in einer laufenden Sitzung zum ersten Mal mit den Werkzeugen Read, Grep oder Glob einen Pfad außerhalb davon liest, fragt Claude Code nach dem Abschnitt zum ersten Lesen außerhalb (externe Seite, code.claude.com) außerdem nach, ob es diesen Zugriff erlauben soll. Je nach Antwort gilt sie dauerhaft oder nur für diesen einen Zugriff.

In einem nicht-interaktiven Lauf mit -p oder einer Sitzung im Hintergrund entfällt diese eine Frage, Lesezugriffe laufen dort nach demselben Abschnitt (externe Seite, code.claude.com) wie bisher.

Wer den Modus wechselt, ändert also mit, was ungefragt in die Unterhaltung gelangt, und in einem unbeaufsichtigten Lauf sogar ganz ohne diese eine Ausnahme. Wie der Wechsel in der Sitzung geht, mit Shift+Tab und beim Start, zeigt Claude Code, Kapitel 03.

Was in jedem Modus gilt

Unter den Modi liegt eine zweite Ebene, und die ist von ihnen unabhängig. In einer Einstellungsdatei stehen Regeln, die einzelne Werkzeuge und Pfade sperren oder freigeben. Für die schärfste davon gilt nach der Dokumentation der Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com): Sperrregeln greifen in jedem Modus, auch in bypassPermissions.

In der Gegenrichtung fällt eine Erlaubnis dort weg, Freigaberegeln haben in bypassPermissions keine Wirkung (externe Seite, code.claude.com).

Daraus ergibt sich der Grundsatz für alles Weitere. Der Modus entscheidet, wer gefragt wird. Was gesperrt ist, entscheidet die Regel darunter, und die gilt auch dann, wenn niemand mehr fragt.

Eine dritte Frage bleibt danach offen: Was erreicht ein Befehl, während er läuft? Darum geht es in Kapitel 09.

Quellen

10 Einträge, davon 1 Schlüsselarbeitalle erreichbar

Erreichbarkeit automatisch geprüft

  • SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar

    Anthropic, Choose a permission mode (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zu den sechs Rechtemodi und dazu, in welchem eine Sitzung startet. Sie hält mehrere Dinge fest, die anderswo fehlen. Eine Grenze, die im Gespräch gezogen wird, liegt nirgends als Regel: Der Klassifikator liest sie bei jeder Prüfung neu aus dem Verlauf, und mit dem Verdichten kann sie verschwinden. Eine Freigabe in die Gegenrichtung wirkt dagegen nur, wenn die Nachricht die Handlung und das Gefährliche daran konkret benennt; das bloße Nennen des Verbs hebt eine Sperre nicht auf. Beim Wechsel in den Auto-Modus setzt Claude Code die eigenen weiten Freigaberegeln außer Kraft, weil sie an der Prüfung vorbeiführen würden. Dazu die Liste der geschützten Pfade, die keine Freigaberegel öffnet, und die Schwellen, ab denen der Auto-Modus wieder zu fragen anfängt. Seit einer Ergänzung, gesehen am 23.09.2026, trennt die Seite zwei Prüfwege: In den Anfragen, die Claude Code selbst an den Klassifikator schickt, sieht dieser Nutzernachrichten, Werkzeugaufrufe außer reinen Lesevorgängen und die Projektanweisung, die Ergebnisse der Werkzeugaufrufe dagegen nicht. Seit einer weiteren Überarbeitung, gesehen am 27.09.2026, prüft der Server diesen Weg inzwischen auf jedem Tarif mit direkter API-Verbindung (ab Version 2.1.271), nicht nur auf Enterprise- und API-Konten, dazu bei Cloud-Anbietern und hinter einem eigenen LLM-Gateway (ab 2.1.278) und in einer angemeldeten Claude-Apps-Gateway-Sitzung (ab 2.1.280); was der Server dabei zu sehen bekommt, sagt die Seite weiter nicht. Neu benannt sind auch zwei Ausweichfälle: Prüft der Server eine Sitzung gar nicht, fällt Claude Code auf die eigene Klassifikator-Anfrage zurück; kommt für eine einzelne Handlung kein Urteil zurück, verweigert Claude Code sie. Eine Auskunft der Seite steht unter dem aufklappbaren Abschnitt „How the classifier evaluates actions“ und deshalb hier ohne hinterlegtes Zitat: die Reihenfolge, in der eine Handlung geprüft wird. Seit Version 2.1.283 startet eine Sitzung im Terminal und in der VS-Code-Erweiterung in der Voreinstellung im Auto-Modus, ein Lauf mit -p dagegen meist im manuellen Modus. Im Auto-Modus fragt Claude Code weiter bei eigenen ask-Regeln und vor dem Löschen eines kritischen Pfads, im Terminal mit einer Frist von zwei Minuten (Stand 09.10.2026). Als kritisch gilt dabei nur, was Claude Code als solchen Pfad erkennt (gesehen am 22.10.2026). In einer Organisation mit HIPAA-Konfiguration gilt der Auto-Start nicht: Dort beginnt eine Sitzung im Terminal und in VS Code ab Version 2.1.285 im manuellen Modus, solange nichts anderes den Startmodus festlegt (gesehen am 17.10.2026).

  • Ankündigung des Herstellerserreichbar

    Auto Mode Default in Claude Code (externe Seite, claude.com)

    claude.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropics Ankündigung vom 07.08.2026, mit der der Auto-Modus ab dem 14.08.2026 zur Voreinstellung auf den Plänen Pro, Max und Team wurde. Der Beitrag begründet den Schritt mit eigenen Messungen: Freigabefragen werden zu 97 Prozent bejaht, während dieselben Menschen einem vorgelegten Plan in 39 Prozent der Fälle widersprechen. In einem Versuch mit 1.053 bezahlten Fachleuten erkannte die menschliche Prüfung 13,6 Prozent der gefährlichen Befehle, der Klassifikator 89 Prozent, und die menschliche Quote fiel im Lauf einer Sitzung von 17 auf 5 Prozent. Eine von Trajectory Labs geprüfte Reihe von 720 Angriffen über eine Browser-Anbindung blieb gegen Fable 5, Opus 5 und Sonnet 5 im Auto-Modus ohne Erfolg. Der Beitrag sagt selbst, wie weit seine Zahlen reichen: Die Fehlerquote gegen Angriffe ist an einem eigens dafür gebauten Angriffssatz gemessen. Über den Alltag sagt sie nichts.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Security (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Sicherheitsseite der Herstellerdokumentation. Sie beschreibt, was Claude Code im manuellen Modus von sich aus zurückhält: Es fragt, bevor es Dateien ändert oder Befehle ausführt, die das System verändern, und bevor seine Dateiwerkzeuge Pfade außerhalb des Startordners lesen oder schreiben. Wie sich der Auto-Modus beim Lesen fremder Pfade verhält, stand bis September 2026 hier, seither beschreibt das die Quelle "Anthropic, Choose a permission mode: The first read outside the working directories". Dazu zwei Einschränkungen, die diese Seite offenlegt: Eine Allowlist-Regel für einen Teil eines Befehls hebt die Rückfrage bei einem Shell-Befehl nicht auf, den Claude Code nicht vollständig analysieren kann, und im nicht-interaktiven Lauf mit dem Schalter für einen einzelnen Auftrag entfallen die Vertrauensabfrage für ein fremdes Verzeichnis und die Freigabe der Server aus der .mcp.json ganz.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Choose a permission mode: The first read outside the working directories (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Abschnitt, der die alte Aussage der Sicherheitsseite ablöst: Im Auto-Modus liest Claude Code Pfade außerhalb des Arbeitsverzeichnisses weiterhin ohne Rückfrage, Netzwerkpfade ausgenommen. Das gilt als Voreinstellung, aber nicht mehr uneingeschränkt. Beim ersten solchen Zugriff einer interaktiven Sitzung fragt Claude Code nach, ob es den Lesezugriff erlauben soll. Die Antwort kann dauerhaft gelten und wird dann gespeichert; wer dauerhaft verweigert, setzt permissions.blockReadsOutsideWorkingDirectories in den Nutzereinstellungen auf true, und wer nur für diesmal antwortet, wird beim nächsten Zugriff wieder gefragt. In nicht-interaktiven und Hintergrund-Läufen entfällt diese Frage, dort liest das Werkzeug wie zuvor beschrieben ohne jede Rückfrage.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Set up Claude Code for a HIPAA-ready organization (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Anleitung für die Verwaltung, die Rechner einer Organisation mit HIPAA-Vertrag auf Claude Code vorbereitet. Sie nennt, für welche Sitzungen die HIPAA-Konfiguration gilt: nur mit einem Claude-Enterprise-Konto und einer direkten Verbindung zur Claude-API. Über Cloud-Anbieter, Gateways, eigene Basisadressen oder einen Schlüssel aus der Claude Console läuft Claude Code ohne sie.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Configure permissions (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zu den Rechteregeln. Sie enthält den Satz, der die Grenze zwischen einer Projektanweisung und einem Riegel zieht: Durchgesetzt wird von der Umgebung, und was im Auftrag steht, beeinflusst nur den Versuch. Dazu die Rangfolge der drei Regelarten und eine Falle, die still bleibt: Pfadregeln werden allein gegen Edit und Read geprüft, eine auf Write geschriebene Regel nimmt die Umgebung an und schlägt sie nie nach.

  • Originalarbeiterreichbar

    Breaking Claude Code Opus 5 Auto Mode (externe Seite, embracethered.com)

    embracethered.comgeprüft 25.10.2026

    Johann Rehbergers Bericht vom 26.08.2026. Er lässt Claude Code im Auto-Modus eine Webseite zusammenfassen und erreicht darüber die Ausführung eigenen Codes, in drei bis vier von fünf Läufen je Variante. Der Autor nennt seine Stichprobe selbst klein und ihre Aussagekraft begrenzt. Wichtiger als die Quote ist seine Rechnung daneben: Die von Anthropic beauftragte Messung mit null Prozent lief über 72 feste Fälle mit je zehn Wiederholungen, also können beide Befunde gleichzeitig zutreffen. Im Abschnitt Disclosure berichtet er, Anthropic habe die Meldung als Informative geschlossen: Das Verhalten sei so vorgesehen, die eigentliche Grenze liege bei Isolation durch das Betriebssystem und Kontrolle des Netzverkehrs nach außen. Daneben vier Regeln für unbeaufsichtigte Agenten.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Hooks reference (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zu den Ereignissen, an denen sich eigene Programme einhängen lassen. Für das Gedächtnis sind zwei Stellen entscheidend, und sie sagen das Gegenteil dessen, was man erwartet. PreCompact kann das Verdichten anhalten, mit Exit-Code 2 oder "decision": "block", aber nichts beisteuern: Seine Ausgabe geht ins Debug-Protokoll. PostCompact hat laut Tabelle keine Entscheidungsgewalt und dient nur Nebenwirkungen wie Protokoll oder Aufräumen; es bekommt die fertige Zusammenfassung als compact_summary. Einspeisen kann SessionStart, dort fügt das Feld hookSpecificOutput.additionalContext dem Kontext etwas hinzu, und dieses Ereignis kennt fünf Auslöser, darunter ausdrücklich "compact". Der Rückweg nach dem Verdichten führt damit über den Sitzungsstart statt über das Verdichten selbst. Für den Auto-Modus kann ein PostToolUse-Hook dem Ergebnis eines Aufrufs im Feld classifierContext eine Notiz für den Klassifikator anhängen. Kommt der Hook aus den Einstellungen, gilt sie als ungeprüfter Hinweis der Anwendung und nie als Wille des Menschen. Seit Version 2.1.295 kann ein Befehls- oder HTTP-Hook mit onFailure: "block" festlegen, dass sein Scheitern die Handlung abweist: ein Rückgabewert außer 0 und 2, ein Skript, das nicht startet, eine Zeitüberschreitung. Am Ende einer Antwort und bei Hooks im Hintergrund wirkt die Einstellung nicht. Abgerufen am 09.10.2026.

  • Dokumentationerreichbar

    Claude Code, Run Claude Code programmatically (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zum Lauf ohne Terminal mit claude -p. Im Abschnitt zu unbeaufsichtigten Läufen steht, was mit einer Rückfrage geschieht, die niemand beantwortet: Ohne angeschlossenes Programm wird sie abgelehnt und der Lauf geht weiter. Mit einem Programm als Antwortgeber, etwa über das Agent SDK, wartet der Lauf auf dessen Antwort, bis ein eigener Schalter das abstellt. Mit --output-format stream-json steht jede Ablehnung als eigene Meldung im Ausgabestrom, die Schlussmeldung zählt sie unter permission_denials auf. Ohne den Schalter --bare führt ein solcher Lauf die Hooks aus der Projekteinstellung aus und verbindet die Server aus der .mcp.json, auch in einem Ordner, dem nie jemand vertraut hat. Abgerufen am 09.10.2026.

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