Claude CodeKapitel 16 von 31

Rechte und Sandbox

Gleiches Kapitel, drei Tiefen. Die Wahl gilt überall und bleibt gespeichert.

Tiefe 1: Überblick · Lesezeit 8 Min. · Stand

Bevor Claude Code eine Datei ändert, einen Befehl startet oder eine Seite abruft, fällt eine Entscheidung. Treffen kann sie der Mensch an einer Rückfrage oder eine Regel in den Einstellungen. Im Auto-Modus urteilt ein zweites Modell, und bei eingeschalteter Sandbox begrenzt das Betriebssystem einen laufenden Befehl. Die Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com) trennt dabei zwei Fragen. Der Modus entscheidet, ob Claude vor einer Aktion fragt. Sandbox und äußere Grenzen entscheiden, was die Aktion erreicht, sobald sie läuft.

Dieses Kapitel zeigt die Reihenfolge, in der diese Stellen prüfen, und wie man sie bedient. Warum die Rückfrage allein wenig schützt und was Messungen über den Klassifikator sagen, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08. Was eine Sandbox im Betriebssystem leistet und wo sie nachgibt, erklärt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 09. Wie man den Modus mit Shift+Tab wechselt, zeigt Kapitel 03.

Der Weg einer Aktion

Jeder Aufruf eines Werkzeugs läuft durch feste Stationen. Die Doku zu den Rechten im Agent SDK (externe Seite, code.claude.com) zählt sie der Reihe nach auf. Die Doku zu Claude Code bestätigt die Folge in Teilen. Ein Hook, der mit dem Rückgabewert 2 endet, hält den Aufruf an, bevor eine Regel geprüft wird. Ein Verbot sperrt in jedem Modus, auch in bypassPermissions.

  1. Hook: Ein Hook auf das Ereignis PreToolUse sieht den Aufruf zuerst. Er kann ihn sperren, eine Rückfrage erzwingen oder ihn durchwinken.
  2. Verbot: Eine passende deny-Regel sperrt den Aufruf, in jedem Modus.
  3. Rückfrageregel: Eine passende ask-Regel erzwingt eine Rückfrage.
  4. Modus: bypassPermissions lässt fast alles durch, acceptEdits nimmt Änderungen an Dateien im Arbeits­ver­zeichnis an. Er gibt dort auch gängige Dateibefehle der Shell frei, darunter rm, rmdir und sed. Was diese Befehle an einer Datei ändern, die Claude vorher nicht selbst bearbeitet hat, holt das Zurückspulen nicht zurück.
  5. Erlaubnis: Eine passende allow-Regel gibt frei. Lesen im Arbeits­ver­zeichnis und eingebaute, nur lesende Befehle brauchen dafür keine Regel.
  6. Der Rest: Was jetzt noch offen ist, legt Claude Code im manuellen Modus dem Menschen vor. Im Auto-Modus urteilt der Klassifikator, in dontAsk lehnt Claude Code ab, sofern kein installierter Mod freigibt.

Die erste Station, die entscheidet, beendet den Weg. Ein Hook, der durchwinkt, überspringt dabei weder Verbote noch Rückfrageregeln (Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)). Unter den drei Regelarten steht die Reihenfolge fest, und wie eng eine Regel gefasst ist, ändert daran nichts.

Mit installierten Mods ändert sich die erste Station. Vor den Hooks der Mods auf tool.call laufen nur die Hooks aus den verwalteten Einstellungen (Doku zu den Ereignissen der Mods (externe Seite, code.claude.com)). Sperrt einer davon den Aufruf, läuft für ihn kein Hook eines Mods auf tool.call. Die übrigen Hooks auf PreToolUse laufen erst, wenn der letzte Mod den Aufruf weiterreicht. Die ganze Folge zeigt Kapitel 18.

Der Klassifikator kommt im Auto-Modus erst nach den Regeln an die Reihe (Doku zum Einstellen des Auto-Modus (externe Seite, code.claude.com)). Verbote und Rückfrageregeln wirken deshalb auch dort, wo er eine Aktion durchlassen würde.

Eine Station liegt außerhalb dieser Reihe. Ist die Sandbox eingeschaltet, begrenzt das Betriebssystem einen Shell-Befehl, während er läuft. Die Grenze hält unabhängig davon, wer den Befehl vorher freigegeben hat (Sandbox-Doku (externe Seite, code.claude.com)).

Sechs Stationen prüfen einen Werkzeugaufruf nacheinander, die erste mit einer Antwort beendet den Weg. Die Sandbox steht außerhalb der Reihe. Sechs Stationen untereinander, in der Reihenfolge, in der Claude Code einen Werkzeugaufruf prüft. Jede hat einen Ausgang nach rechts, und die erste Station mit einer Antwort beendet den Weg. 1 Ein Hook auf PreToolUse sieht den Aufruf zuerst. Er sperrt, erzwingt eine Rückfrage oder winkt durch, und auch nach dem Durchwinken prüfen Verbot und Rückfrageregel. 2 Eine passende deny-Regel sperrt, in jedem Modus. 3 Eine passende ask-Regel erzwingt eine Rückfrage an den Menschen, auch im Auto-Modus. 4 Der Modus lässt durch: bypassPermissions fast alles, acceptEdits Änderungen an Dateien im Arbeitsverzeichnis. 5 Eine passende allow-Regel gibt frei. Lesen im Arbeitsverzeichnis und eingebaute, nur lesende Befehle brauchen dafür keine Regel. 6 Was dann noch offen ist, entscheidet im manuellen Modus der Mensch an der Rückfrage und im Auto-Modus der Klassifikator. In dontAsk lehnt Claude Code ab, sofern kein installierter Mod freigibt. Darunter steht als eigenes Band die Sandbox. Ist sie eingeschaltet, begrenzt das Betriebssystem einen Shell-Befehl, während er läuft, gleich welche Station ihn freigegeben hat. Ab Werk ist sie aus, und Dateiwerkzeuge, MCP-Server und Hooks laufen außerhalb. Claude ruft ein Werkzeug auf die erste Station mit einer Antwort beendet den Weg 1 Hook auf PreToolUse eigener Code sieht den Aufruf zuerst sperrt, erzwingt Rückfrage oder winkt durch winkt er durch, prüfen Verbot und Rückfrageregel trotzdem keine Antwort 2 Verbot eine passende deny-Regel gesperrt in jedem Modus keine Antwort 3 Rückfrageregel eine passende ask-Regel Rückfrage an den Menschen auch im Auto-Modus keine Antwort 4 Modus bypassPermissions oder acceptEdits läuft bypassPermissions: fast alles acceptEdits: Dateiänderungen im Arbeitsverzeichnis keine Antwort 5 Erlaubnis eine passende allow-Regel läuft ohne Regel: Lesen im Arbeitsverzeichnis und eingebaute, nur lesende Befehle keine Antwort 6 Der Rest was keine Station vorher entschieden hat manuell: der Mensch an der Rückfrage Auto-Modus: der Klassifikator dontAsk: Ablehnung, ein Mod kann freigeben AUSSERHALB DER REIHE: DIE SANDBOX Ist sie eingeschaltet, begrenzt das Betriebssystem einen Shell-Befehl, während er läuft, gleich welche Station ihn freigegeben hat. ab Werk aus; Dateiwerkzeuge, MCP-Server und Hooks laufen außerhalb
Ein Aufruf läuft durch Hook, Verbot, Rückfrageregel, Modus und Erlaubnis, die erste Station mit einer Antwort entscheidet. Was danach offen ist, entscheidet im manuellen Modus der Mensch und im Auto-Modus der Klassifikator. In dontAsk lehnt Claude Code ab, sofern kein installierter Mod freigibt. Die eingeschaltete Sandbox greift erst, wenn ein Shell-Befehl läuft, und begrenzt ihn auch nach einer Freigabe.

eigene Darstellung nach der Her­stel­ler­do­ku­men­ta­tion zu Rechten, Rechtemodi, Auto-Modus und Sandbox, Stand 12.10.2026

Eine Anweisung in der CLAUDE.md lenkt, was Claude versucht. Was Claude Code erlaubt, entscheiden die Stationen oben. Im Auto-Modus liest der Klassifikator die CLAUDE.md allerdings mit. Eine Zeile wie „nie force-pushen“ lenkt dort also auch sein Urteil.

Die Rückfrage und was sie sich merkt

Im manuellen Modus legt Claude Code dem Menschen jede Aktion vor, die keine Station vorher entschieden hat. Welche Werkzeuge dabei fragen, listet Kapitel 04. Wie weit die Antwort „Yes, and don’t ask again“ reicht, hängt am Werkzeug (Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)):

WerkzeugEine dauerhafte Zustimmung gilt

Die dauerhaften Zustimmungen schreibt Claude Code als Regel in .claude/settings.local.json. Wo diese Datei liegt, steht in Kapitel 15.

Manchmal fehlt die Antwort für „nicht mehr fragen“. Claude Code bietet sie nur an, wenn die Rückfrage alles zeigen kann, was die gespeicherte Regel später erlauben würde. Dann gibt man die Aktion einmal frei oder schreibt die Regel selbst.

Zu einer einzelnen Freigabe oder Ablehnung kann man Claude eine Notiz mitgeben. Wer in der Rückfrage auf Yes oder No steht und Tab drückt, öffnet ein Feld dafür. Bei Yes bekommt Claude die Notiz nach dem Ergebnis der Aktion, bei No als Grund der Ablehnung, und arbeitet weiter. Ein No ohne Notiz beendet im Hauptgespräch Claudes laufende Antwort. Rückfragen zu WebFetch und zum Browser haben das Feld nicht.

Seit Version 2.1.247 vom 26.08.2026 bietet die Rückfrage zu einem Bash-Befehl eine weitere Antwort, wenn der Auto-Modus verfügbar ist. Sie gibt den Befehl frei und schaltet die Sitzung in den Auto-Modus (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).

Regeln für allow, ask und deny

Regeln stehen im Block permissions einer Einstellungsdatei, in drei Listen. Eine Regel nennt ein Werkzeug, bei Bedarf mit einer Angabe in Klammern:

{
  "permissions": {
    "allow": [
      "Bash(npm run *)",
      "Bash(git commit *)"
    ],
    "ask": [
      "Bash(git push *)"
    ],
    "deny": [
      "Read(./.env)"
    ]
  }
}

Damit laufen npm-Skripte und Commits ohne Rückfrage, vor jedem Push fragt Claude Code nach, und die Datei .env bleibt für die Dateiwerkzeuge gesperrt. Geprüft wird in fester Reihenfolge: erst Verbot, dann Rückfrage, dann Erlaubnis. Eine enge Erlaubnis schneidet deshalb keine Ausnahme aus einem weiten Verbot. Was in der Klammer bei welchem Werkzeug stehen darf, zeigt die Tabelle in Kapitel 04. Wie Regeln aus mehreren Dateien zusammenkommen, steht in Kapitel 15.

Seit Version 2.1.0 vom 07.01.2026 darf der Stern in einer Bash-Regel an jeder Stelle stehen, etwa in Bash(git * main) (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Eine Regel deckt so eine ganze Familie von Befehlen ab. Wo der Stern gefährlich weit greift, zeigt die Vertiefung.

Rückfrageregeln gibt es seit Version 1.0.72 vom 11.08.2025. Mit ihnen setzt man einen festen Haltepunkt, der auch im Auto-Modus hält. Eine Regel wie Bash(git push *) erzwingt dort die Rückfrage, bevor der Klassifikator überhaupt gefragt wird.

Ein Verbot auf den bloßen Werkzeugnamen nimmt das Werkzeug ganz aus der Sitzung. Steht Bash unter deny, sieht Claude das Werkzeug gar nicht mehr. Eine enge Regel wie Bash(rm *) lässt das Werkzeug stehen und sperrt nur die passenden Aufrufe.

Am bequemsten pflegt man Regeln mit /permissions. Der Dialog listet jede Regel mit der Einstellungsdatei, aus der sie stammt. Man kann ihn öffnen, während Claude arbeitet. Seit Version 2.1.234 vom 17.08.2026 gilt eine Änderung dort schon ab dem nächsten Werkzeugaufruf derselben Antwort.

Wer den Auto-Modus hat

Den Auto-Modus bekamen die Tarife nacheinander:

  • 24.03.2026: Research Preview im Tarif Team, mit Sonnet 4.6 und Opus 4.6. Enterprise und Konten über die API sollten in den folgenden Tagen folgen (Ankündigung (externe Seite, claude.com)). Der Wochenbericht beschreibt ihn als Mittelweg zwischen der Rückfrage vor jedem Schritt und --dangerously-skip-permissions (Wochenbericht 13 (externe Seite, code.claude.com)).
  • 16.04.2026, Version 2.1.111: auch für Max mit Opus 4.7; der Startschalter --enable-auto-mode entfällt.
  • 18. bis 22.05.2026: auch im Tarif Pro. Der Wochenbericht nennt dazu Sonnet 4.6 neben Opus (Wochenbericht 21 (externe Seite, code.claude.com)).
  • 27.05.2026, Version 2.1.152: Die vorherige Zustimmung zum Auto-Modus entfällt.
  • 10.07.2026: allgemein verfügbar für alle Nutzer, laut Nachtrag zur Ankündigung.
  • 14.08.2026: Startmodus neuer Sitzungen auf Pro, Max und Team. Eine selbst gesetzte Voreinstellung bleibt, solange man den Wechsel nicht annimmt. Die Prüfungen des Klassifikators zählen dort schon vor diesem Tag nicht mehr zum Nutzungslimit (Wochenbericht 32 (externe Seite, code.claude.com)).
  • 28.09.2026, Version 2.1.284: Startmodus interaktiver Sitzungen im Terminal und in VS Code auf jedem Plan und bei jedem Anbieter, solange keine Einstellung einen anderen Modus festlegt.

Heute steht der Auto-Modus laut Doku auf allen Plänen bereit. In Team und Enterprise ist er in der Voreinstellung verfügbar, und Administratoren können ihn für die Organisation abschalten.

Dazu braucht es ein passendes Modell. Über die API von Anthropic sind das Opus 4.6 und neuer, Sonnet 4.6 und neuer, Haiku 5.5 und die Fable-Modelle. Bei Amazon Bedrock, Googles Agent Platform und Microsoft Foundry beginnt die Liste erst bei Sonnet 5 und Opus 4.7. Haiku 5.5 und die Fable-Modelle laufen dort ebenfalls. Ältere Modelle wie Sonnet 4.5 laufen bei keinem Anbieter im Auto-Modus. Fehlt eine Voraussetzung, beginnt eine Sitzung, die im Auto-Modus starten soll, im manuellen Modus.

Was der Klassifikator prüft

Der Klassifikator vertraut in der Voreinstellung dem Arbeits­ver­zeichnis und den Remotes, die beim Start der Sitzung eingetragen waren (Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com)). Alles andere gilt als extern. Gesperrt sind ab Werk unter anderem:

  • Code herunterladen und ausführen, etwa mit curl | bash,
  • sensible Daten an fremde Adressen schicken,
  • Deploys und Migrationen in Produktion,
  • ein Force Push und Befehle wie git reset --hard, die ungesicherte Arbeit verwerfen,
  • Zugangsdaten ins Gespräch oder in eine Datei schreiben.

Ohne Rückfrage laufen dagegen Dateiarbeit im Arbeits­ver­zeichnis, die Installation der Abhängigkeiten aus Lockfile oder Manifest und ein Push auf einen Branch des eigenen Repositorys. Ausgenommen sind Branches, deren Name ein Ziel für Deploy oder Veröffentlichung nennt, etwa production. Die vollständigen Listen gibt claude auto-mode defaults als JSON aus.

Wo das Firmennetz beginnt, weiß der Klassifikator nicht von selbst. Ein Push in ein anderes Repository der eigenen Organisation oder ein Schreibzugriff auf einen Speicher des Teams bleiben gesperrt, bis man sie in autoMode.environment einträgt. Wie das geht, zeigt die Vertiefung.

Läuft die Prüfung auf dem Server, als Teil der Anfragen an das Modell, die ohnehin unterwegs sind, kostet sie nichts extra (Doku zu den Kosten des Klassifikators (externe Seite, code.claude.com)). Wann eine Sitzung doch eigene, berechnete Anfragen stellt, steht ebenfalls in der Vertiefung.

Die Sandbox für Bash

Seit Version 2.0.24 vom 20.10.2025 hat Claude Code eine Sandbox für Bash, zuerst unter Linux und macOS (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Anthropic zählte damals im eigenen Gebrauch 84 Prozent weniger Rückfragen (Engineering-Beitrag zur Sandbox (externe Seite, anthropic.com)). Die Zahl stammt vom Hersteller und aus seiner eigenen Arbeit.

Heute läuft die Sandbox unter macOS, Linux und WSL2. In der Voreinstellung ist sie aus. Eingeschaltet wird sie mit /sandbox in einer Sitzung oder mit sandbox.enabled in einer Einstellungsdatei.

Der Befehl öffnet ein Fenster mit drei Reitern. Unter Mode wählt man, ob Befehle in der Sandbox ohne Rückfrage laufen. Unter Overrides legt man fest, ob ein Befehl nach einem Fehlschlag außerhalb wiederholt werden darf, und unter Config steht, was gerade gilt. Fehlt unter Linux ein nötiges Paket, zeigt das Fenster nur einen Reiter Dependencies.

Die Sandbox umschließt Shell-Befehle und die Prozesse, die sie starten. Die Dateiwerkzeuge von Claude, MCP-Server und Hooks laufen außerhalb. Ob sie greift, prüft man mit einem Befehl, der scheitern muss, etwa touch ~/sandbox-probe außerhalb des Arbeits­ver­zeich­nisses. Claude soll ihn ausführen. Ein Befehl, den man selbst nach ! tippt, läuft meist ohne Sandbox.

Lesen darf ein Befehl in der Sandbox ab Werk fast den ganzen Rechner, auch ~/.ssh. Seit Version 2.1.187 vom 23.06.2026 sperrt sandbox.credentials einzelne Dateien mit Zugangsdaten und geheime Umge­bungs­va­ria­blen. Was die Sandbox nicht abdeckt, etwa einen Befehl, der nach einem Fehlschlag außerhalb läuft, zeigt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 09. Wo die Sandbox bei Wartungsarbeit an Rechner und Netz im Weg steht, zeigt Kapitel 12.

Welche Einstellung wofür passt

Die Doku nennt für typische Ziele einen Startpunkt (Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com)):

  • Jede Aktion selbst prüfen, etwa bei fremdem Code: manueller Modus mit claude --permission-mode default.
  • Weniger Rückfragen ohne Klassifikator: manueller Modus plus Sandbox, in der Befehle ohne Rückfrage laufen. Verbote und Rückfrageregeln für einzelne Befehle gelten weiter.
  • Längere Arbeit ohne Unterbrechung: Auto-Modus. Eine Sandbox oder ein Container ist dann eine zweite Schicht.
  • Ein Lauf in CI mit genauer Liste: dontAsk mit --allowedTools, mehr dazu in Kapitel 29.
  • Unbeaufsichtigt in einem Container: claude -p mit --dangerously-skip-permissions, nur in einem Container, einer virtuellen Maschine oder der Sandbox-Runtime und unter Linux und macOS ohne Root-Rechte.

Die Vertiefung zeigt, wie Muster in Bash-Regeln greifen und wie man den Klassifikator auf die eigene Umgebung einstellt. Dazu kommen seine Kosten, der Schutz von Zugangsdaten in der Sandbox und der Restricted Mode.

Quellen

21 Einträge, davon 1 Schlüsselarbeitalle erreichbar

Erreichbarkeit automatisch geprüft

  • SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar

    Anthropic, Choose a permission mode (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zu den sechs Rechtemodi und dazu, in welchem eine Sitzung startet. Sie hält mehrere Dinge fest, die anderswo fehlen. Eine Grenze, die im Gespräch gezogen wird, liegt nirgends als Regel: Der Klassifikator liest sie bei jeder Prüfung neu aus dem Verlauf, und mit dem Verdichten kann sie verschwinden. Eine Freigabe in die Gegenrichtung wirkt dagegen nur, wenn die Nachricht die Handlung und das Gefährliche daran konkret benennt; das bloße Nennen des Verbs hebt eine Sperre nicht auf. Beim Wechsel in den Auto-Modus setzt Claude Code die eigenen weiten Freigaberegeln außer Kraft, weil sie an der Prüfung vorbeiführen würden. Dazu die Liste der geschützten Pfade, die keine Freigaberegel öffnet, und die Schwellen, ab denen der Auto-Modus wieder zu fragen anfängt. Seit einer Ergänzung, gesehen am 23.09.2026, trennt die Seite zwei Prüfwege: In den Anfragen, die Claude Code selbst an den Klassifikator schickt, sieht dieser Nutzernachrichten, Werkzeugaufrufe außer reinen Lesevorgängen und die Projektanweisung, die Ergebnisse der Werkzeugaufrufe dagegen nicht. Seit einer weiteren Überarbeitung, gesehen am 27.09.2026, prüft der Server diesen Weg inzwischen auf jedem Tarif mit direkter API-Verbindung (ab Version 2.1.271), nicht nur auf Enterprise- und API-Konten, dazu bei Cloud-Anbietern und hinter einem eigenen LLM-Gateway (ab 2.1.278) und in einer angemeldeten Claude-Apps-Gateway-Sitzung (ab 2.1.280); was der Server dabei zu sehen bekommt, sagt die Seite weiter nicht. Neu benannt sind auch zwei Ausweichfälle: Prüft der Server eine Sitzung gar nicht, fällt Claude Code auf die eigene Klassifikator-Anfrage zurück; kommt für eine einzelne Handlung kein Urteil zurück, verweigert Claude Code sie. Eine Auskunft der Seite steht unter dem aufklappbaren Abschnitt „How the classifier evaluates actions“ und deshalb hier ohne hinterlegtes Zitat: die Reihenfolge, in der eine Handlung geprüft wird. Seit Version 2.1.283 startet eine Sitzung im Terminal und in der VS-Code-Erweiterung in der Voreinstellung im Auto-Modus, ein Lauf mit -p dagegen meist im manuellen Modus. Im Auto-Modus fragt Claude Code weiter bei eigenen ask-Regeln und vor dem Löschen eines kritischen Pfads, im Terminal mit einer Frist von zwei Minuten (Stand 09.10.2026). Als kritisch gilt dabei nur, was Claude Code als solchen Pfad erkennt (gesehen am 22.10.2026). In einer Organisation mit HIPAA-Konfiguration gilt der Auto-Start nicht: Dort beginnt eine Sitzung im Terminal und in VS Code ab Version 2.1.285 im manuellen Modus, solange nichts anderes den Startmodus festlegt (gesehen am 17.10.2026).

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Configure permissions (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zu den Rechteregeln. Sie enthält den Satz, der die Grenze zwischen einer Projektanweisung und einem Riegel zieht: Durchgesetzt wird von der Umgebung, und was im Auftrag steht, beeinflusst nur den Versuch. Dazu die Rangfolge der drei Regelarten und eine Falle, die still bleibt: Pfadregeln werden allein gegen Edit und Read geprüft, eine auf Write geschriebene Regel nimmt die Umgebung an und schlägt sie nie nach.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Configure permissions (Agent SDK) (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Rechte im Agent SDK: in welcher Reihenfolge Hooks, Verbotsregeln, Rechtemodus, Erlaubnisregeln und der Rückruf canUseTool über einen Werkzeugaufruf entscheiden, und welche Rechtemodi ein Programm setzen kann.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Configure auto mode (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Referenz zum Block autoMode in den Einstellungen: welche Repositories, Speicher und Domains eine Organisation dem Klassifikator des Auto-Modus als vertrauenswürdig nennt, wie sie seine Block- und Erlaubnisregeln ersetzt und wie man die wirksame Konfiguration mit den Unterbefehlen von claude auto-mode ansieht.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Auto mode classifier request charges (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Erklärung zu einem Hinweis im Auto-Modus: Wo die Prüfung auf dem Server läuft, kostet der Klassifikator nichts extra. Erreicht sie eine Sitzung nicht, stellt Claude Code eigene Anfragen an den Klassifikator, und die zählen dann zum Tokenverbrauch.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Configure the sandboxed Bash tool (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerdokumentation zur Sandbox, die jeden Bash-Befehl in eine vom Betriebssystem gezogene Grenze sperrt. Sie ist die Quelle für den Unterschied, um den es in diesem Kapitel geht: Eine Rechteregel entscheidet je Aufruf, diese Grenze gilt für den laufenden Prozess und alle seine Kinder. Zwei Stellen wiegen schwerer als die Beschreibung selbst. Erstens läuft die Sandbox voreingestellt fail-open: Fehlt ein Paket oder ist die Plattform nicht unterstützt, arbeitet Claude Code ohne Sandbox weiter, bis jemand sandbox.failIfUnavailable setzt. Zweitens darf das Modell die Grenze über einen Rückfallpfad selbst verlassen, wenn ein Befehl darin scheitert; der zweite Versuch läuft dann außerhalb, und wer ihn genehmigt, richtet sich nach dem Rechtemodus. Auf macOS trägt Seatbelt die Grenze, auf Linux und WSL2 bubblewrap, natives Windows wird nicht unterstützt. Seit Version 2.1.271 (Abschnitt 'Per-command allowed domains in auto mode', gesehen 23.09.2026) gibt es einen engeren Weg für einzelne Rechner: Im Auto-Modus kann ein Befehl seine eigene Liste erlaubter Rechner mitbringen, der Klassifikator prüft sie zusammen mit dem Befehl, und der Befehl bleibt dabei in der Sandbox.

  • Ankündigung des Herstellerserreichbar

    Anthropic, Auto mode for Claude Code (externe Seite, claude.com)

    claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Vorstellung des Auto-Modus vom 24.03.2026 als Forschungsvorschau im Tarif Team. Vor jedem Werkzeugaufruf prüft ein Klassifikator auf zerstörerische Aktionen, sichere laufen ohne Rückfrage, riskante werden blockiert. Anthropic rät weiter zu isolierten Umgebungen, ein Nachtrag vom 10.07.2026 meldet die allgemeine Verfügbarkeit.

  • Dokumentationerreichbar

    Claude Code, What's new, Woche 13 (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Wochenbericht zu Claude Code für den 23. bis 27.03.2026, Fassungen 2.1.83 bis 2.1.85. Neu sind der Auto-Modus als Forschungsvorschau, bei dem ein Klassifikator über Freigaben entscheidet, Computer Use in der Desktop-App, automatische Korrektur von Pull Requests in der Cloud, Suche im Verlauf und ein PowerShell-Werkzeug für Windows.

  • Dokumentationerreichbar

    Claude Code, What's new, Woche 21 (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Wochenbericht zu Claude Code für den 18. bis 22.05.2026, Fassungen 2.1.143 bis 2.1.149. Der Auto-Modus steht ab jetzt im Tarif Pro zur Verfügung und arbeitet auch mit Sonnet 4.6. Dazu zeigt /usage, welche Skills, Subagenten und MCP-Server das Kontingent verbrauchen, und der neue Befehl /code-review meldet Fehler in einem Diff.

  • Dokumentationerreichbar

    Claude Code, What's new, Woche 32 (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Wochenbericht zu Claude Code für die Woche ab dem 03.08.2026. Mit Fassung 2.1.224 vom 07.08.2026 schicken sich unabhängige Sitzungen Nachrichten, ohne dass man etwas einschalten muss.

  • Artikelerreichbar

    Anthropic, Beyond permission prompts: making Claude Code more secure and autonomous (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Der Engineering-Beitrag vom 20.10.2025 zum Sandboxing in Claude Code. Zwei Grenzen auf Betriebssystemebene, eine für das Dateisystem und eine für das Netz, sollen auch einen per Prompt Injection umgelenkten Agenten einhegen; der Beitrag betont, dass erst beide zusammen schützen. Intern sanken die Freigabefragen damit um 84 Prozent.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.

  • Dokumentationerreichbar

    React to events with a mod (Claude Code Docs, Anthropic) (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Wie ein Mod auf Ereignisse antwortet: Werkzeugaufrufe, Prompts und Züge beobachten, umschreiben oder beantworten, und wie mehrere Mods nebeneinander greifen.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, CLI reference (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerreferenz der Kommandozeile von Claude Code: alle Unterbefehle wie claude update, claude install, claude auth und claude doctor sowie alle Schalter beim Start.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Commands (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Herstellerreferenz aller Befehle in Claude Code, eingebaute Befehle wie mitgelieferte Skills. Sie erklärt, dass ein Befehl nur am Anfang einer Nachricht erkannt wird, der Rest als Argument gilt, und dass Befehle während einer laufenden Antwort in die Warteschlange kommen.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Claude Code overview (Stand 24.02.2025) (externe Seite, docs.anthropic.com)

    docs.anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Die Übersichtsseite der Dokumentation zu Claude Code am Tag der Vorstellung, 24.02.2025, im Archivabbild. Sie führt das Werkzeug als Beta und Forschungsvorschau, installiert über npm mit Node.js 18 als Voraussetzung, und nennt claude-3-7-sonnet-20250219 als Standardmodell.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • Dokumentationerreichbar

    Claude Code, What's new, Woche 16 (externe Seite, code.claude.com)

    code.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Wochenbericht zu Claude Code für den 13. bis 17.04.2026, Fassungen 2.1.105 bis 2.1.113. Claude Opus 4.7 kommt mit der neuen Effort-Stufe xhigh, dazu Routinen in der Cloud mit Auslösern nach Zeitplan, GitHub-Ereignis oder API-Aufruf, Push-Mitteilungen aufs Telefon, eine Aufschlüsselung in /usage und native Programmdateien anstelle des gebündelten JavaScript.

  • Artikelerreichbar

    Anthropic, How we built Claude Code auto mode: a safer way to skip permissions (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Der Engineering-Beitrag vom 25.03.2026 zum Auto-Modus. Er beschreibt, wie Klassifikatoren einen Teil der Freigabefragen übernehmen, was sie erkennen und was ihnen entgeht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Nutzer den weitaus größten Teil der Rückfragen bejahen.

  • Ankündigung des Herstellerserreichbar

    Auto Mode Default in Claude Code (externe Seite, claude.com)

    claude.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropics Ankündigung vom 07.08.2026, mit der der Auto-Modus ab dem 14.08.2026 zur Voreinstellung auf den Plänen Pro, Max und Team wurde. Der Beitrag begründet den Schritt mit eigenen Messungen: Freigabefragen werden zu 97 Prozent bejaht, während dieselben Menschen einem vorgelegten Plan in 39 Prozent der Fälle widersprechen. In einem Versuch mit 1.053 bezahlten Fachleuten erkannte die menschliche Prüfung 13,6 Prozent der gefährlichen Befehle, der Klassifikator 89 Prozent, und die menschliche Quote fiel im Lauf einer Sitzung von 17 auf 5 Prozent. Eine von Trajectory Labs geprüfte Reihe von 720 Angriffen über eine Browser-Anbindung blieb gegen Fable 5, Opus 5 und Sonnet 5 im Auto-Modus ohne Erfolg. Der Beitrag sagt selbst, wie weit seine Zahlen reichen: Die Fehlerquote gegen Angriffe ist an einem eigens dafür gebauten Angriffssatz gemessen. Über den Alltag sagt sie nichts.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Permissions (externe Seite, learn.chatgpt.com)

    learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Dokumentation zu den Rechtemodi von ChatGPT in der Desktop-App und von Codex in CLI und IDE. Sie trennt zwei Regler: Die Sandbox legt fest, welche Dateien und Netzressourcen der Agent erreicht, die Freigaben legen fest, wann er anhält oder eine Anfrage an die automatische Prüfung schickt. Der Modus Approve for me behält die Grenze der Sandbox und gibt nur die Freigaben an einen Prüfagenten ab.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Auto-review (externe Seite, learn.chatgpt.com)

    learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Dokumentation zu Auto-review in Codex. Ein eigener Prüfagent entscheidet an Stelle des Menschen über Aktionen, die die Grenze der Sandbox überschreiten wollen, Routinearbeit innerhalb der Sandbox erreicht ihn gar nicht. Die Seite nennt, was der Prüfer sieht (einen verdichteten Verlauf samt Ergebnissen der Werkzeuge), nach wie vielen Ablehnungen Codex in der quelloffenen Fassung die laufende Antwort abbricht und wo die Richtlinie des Prüfers im Repository von Codex liegt.

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