Bevor Claude Code eine Datei ändert, einen Befehl startet oder eine Seite abruft, fällt eine Entscheidung. Treffen kann sie der Mensch an einer Rückfrage oder eine Regel in den Einstellungen. Im Auto-Modus urteilt ein zweites Modell, und bei eingeschalteter Sandbox begrenzt das Betriebssystem einen laufenden Befehl. Die Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com) trennt dabei zwei Fragen. Der Modus entscheidet, ob Claude vor einer Aktion fragt. Sandbox und äußere Grenzen entscheiden, was die Aktion erreicht, sobald sie läuft.
Dieses Kapitel zeigt die Reihenfolge, in der diese Stellen prüfen, und wie man sie bedient. Warum die Rückfrage allein wenig schützt und was Messungen über den Klassifikator sagen, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08. Was eine Sandbox im Betriebssystem leistet und wo sie nachgibt, erklärt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 09. Wie man den Modus mit Shift+Tab wechselt, zeigt Kapitel 03.
Der Weg einer Aktion
Jeder Aufruf eines Werkzeugs läuft durch feste Stationen. Die
Doku zu den Rechten im Agent SDK (externe Seite, code.claude.com) zählt sie
der Reihe nach auf.
Die Doku zu Claude Code bestätigt die Folge in Teilen. Ein Hook, der mit dem
Rückgabewert 2 endet, hält den Aufruf an, bevor eine Regel geprüft wird. Ein
Verbot sperrt in jedem Modus, auch in bypassPermissions.
- Hook: Ein Hook auf das Ereignis
PreToolUsesieht den Aufruf zuerst. Er kann ihn sperren, eine Rückfrage erzwingen oder ihn durchwinken. - Verbot: Eine passende
deny-Regel sperrt den Aufruf, in jedem Modus. - Rückfrageregel: Eine passende
ask-Regel erzwingt eine Rückfrage. - Modus:
bypassPermissionslässt fast alles durch,acceptEditsnimmt Änderungen an Dateien im Arbeitsverzeichnis an. Er gibt dort auch gängige Dateibefehle der Shell frei, darunterrm,rmdirundsed. Was diese Befehle an einer Datei ändern, die Claude vorher nicht selbst bearbeitet hat, holt das Zurückspulen nicht zurück. - Erlaubnis: Eine passende
allow-Regel gibt frei. Lesen im Arbeitsverzeichnis und eingebaute, nur lesende Befehle brauchen dafür keine Regel. - Der Rest: Was jetzt noch offen ist, legt Claude Code im manuellen Modus
dem Menschen vor. Im Auto-Modus urteilt der Klassifikator, in
dontAsklehnt Claude Code ab, sofern kein installierter Mod freigibt.
Die erste Station, die entscheidet, beendet den Weg. Ein Hook, der durchwinkt, überspringt dabei weder Verbote noch Rückfrageregeln (Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)). Unter den drei Regelarten steht die Reihenfolge fest, und wie eng eine Regel gefasst ist, ändert daran nichts.
Mit installierten Mods ändert sich die erste Station. Vor den Hooks der Mods
auf tool.call laufen nur die Hooks aus den verwalteten Einstellungen
(Doku zu den Ereignissen der Mods (externe Seite, code.claude.com)).
Sperrt einer davon den Aufruf, läuft für ihn kein Hook eines Mods auf
tool.call.
Die übrigen Hooks auf PreToolUse laufen erst, wenn der letzte Mod den
Aufruf weiterreicht.
Die ganze Folge zeigt Kapitel 18.
Der Klassifikator kommt im Auto-Modus erst nach den Regeln an die Reihe (Doku zum Einstellen des Auto-Modus (externe Seite, code.claude.com)). Verbote und Rückfrageregeln wirken deshalb auch dort, wo er eine Aktion durchlassen würde.
Eine Station liegt außerhalb dieser Reihe. Ist die Sandbox eingeschaltet, begrenzt das Betriebssystem einen Shell-Befehl, während er läuft. Die Grenze hält unabhängig davon, wer den Befehl vorher freigegeben hat (Sandbox-Doku (externe Seite, code.claude.com)).
eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation zu Rechten, Rechtemodi, Auto-Modus und Sandbox, Stand 12.10.2026
Eine Anweisung in der CLAUDE.md lenkt, was Claude versucht. Was Claude Code
erlaubt, entscheiden die Stationen oben.
Im Auto-Modus liest der Klassifikator die CLAUDE.md allerdings mit. Eine
Zeile wie „nie force-pushen“ lenkt dort also auch sein Urteil.
Die Rückfrage und was sie sich merkt
Im manuellen Modus legt Claude Code dem Menschen jede Aktion vor, die keine Station vorher entschieden hat. Welche Werkzeuge dabei fragen, listet Kapitel 04. Wie weit die Antwort „Yes, and don’t ask again“ reicht, hängt am Werkzeug (Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)):
| Werkzeug | Eine dauerhafte Zustimmung gilt |
|---|---|
Bash | je Repository und Befehl, auch in späteren Sitzungen |
Edit, Write | bis zum Ende der Sitzung |
WebFetch | je Repository und Domain, auch in späteren Sitzungen |
WebSearch | je Repository, auch in späteren Sitzungen |
Die dauerhaften Zustimmungen schreibt Claude Code als Regel in
.claude/settings.local.json. Wo diese Datei liegt, steht in
Kapitel 15.
Manchmal fehlt die Antwort für „nicht mehr fragen“. Claude Code bietet sie nur an, wenn die Rückfrage alles zeigen kann, was die gespeicherte Regel später erlauben würde. Dann gibt man die Aktion einmal frei oder schreibt die Regel selbst.
Zu einer einzelnen Freigabe oder Ablehnung kann man Claude eine Notiz mitgeben. Wer in der
Rückfrage auf Yes oder No steht und Tab drückt, öffnet ein Feld
dafür.
Bei Yes bekommt Claude die Notiz nach dem Ergebnis der Aktion, bei No als Grund
der Ablehnung, und arbeitet weiter. Ein No ohne Notiz beendet im Hauptgespräch
Claudes laufende Antwort.
Rückfragen zu WebFetch und zum Browser haben das Feld nicht.
Seit Version 2.1.247 vom 26.08.2026 bietet die Rückfrage zu einem Bash-Befehl eine weitere Antwort, wenn der Auto-Modus verfügbar ist. Sie gibt den Befehl frei und schaltet die Sitzung in den Auto-Modus (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Regeln für allow, ask und deny
Regeln stehen im Block permissions einer Einstellungsdatei, in drei Listen.
Eine Regel nennt ein Werkzeug, bei Bedarf mit einer Angabe in Klammern:
{
"permissions": {
"allow": [
"Bash(npm run *)",
"Bash(git commit *)"
],
"ask": [
"Bash(git push *)"
],
"deny": [
"Read(./.env)"
]
}
}
Damit laufen npm-Skripte und Commits ohne Rückfrage, vor jedem Push fragt
Claude Code nach, und die Datei .env bleibt für die Dateiwerkzeuge gesperrt.
Geprüft wird in fester Reihenfolge: erst Verbot, dann Rückfrage, dann
Erlaubnis.
Eine enge Erlaubnis schneidet deshalb keine Ausnahme aus einem weiten Verbot.
Was in der Klammer bei welchem Werkzeug stehen darf, zeigt die Tabelle in
Kapitel 04. Wie Regeln aus mehreren Dateien
zusammenkommen, steht in Kapitel 15.
Seit Version 2.1.0 vom 07.01.2026 darf der Stern in einer Bash-Regel an jeder
Stelle stehen, etwa in Bash(git * main)
(Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Eine Regel deckt so eine ganze Familie von Befehlen ab. Wo der Stern
gefährlich weit greift, zeigt die Vertiefung.
Rückfrageregeln gibt es seit Version 1.0.72 vom 11.08.2025.
Mit ihnen setzt man einen festen Haltepunkt, der auch im Auto-Modus hält. Eine
Regel wie Bash(git push *) erzwingt dort die Rückfrage, bevor der
Klassifikator überhaupt gefragt wird.
Ein Verbot auf den bloßen Werkzeugnamen nimmt das Werkzeug ganz aus der
Sitzung. Steht Bash unter deny, sieht Claude das Werkzeug gar nicht mehr.
Eine enge Regel wie Bash(rm *) lässt das Werkzeug stehen und sperrt nur die
passenden Aufrufe.
Am bequemsten pflegt man Regeln mit /permissions. Der Dialog listet jede
Regel mit der Einstellungsdatei, aus der sie stammt.
Man kann ihn öffnen, während Claude arbeitet. Seit Version 2.1.234 vom
17.08.2026 gilt eine Änderung dort schon ab dem nächsten Werkzeugaufruf
derselben Antwort.
Wer den Auto-Modus hat
Den Auto-Modus bekamen die Tarife nacheinander:
- 24.03.2026: Research Preview im Tarif Team, mit Sonnet 4.6 und Opus 4.6.
Enterprise und Konten über die API sollten in den folgenden Tagen folgen
(Ankündigung (externe Seite, claude.com)). Der Wochenbericht beschreibt
ihn als Mittelweg zwischen der Rückfrage vor jedem Schritt und
--dangerously-skip-permissions(Wochenbericht 13 (externe Seite, code.claude.com)). - 16.04.2026, Version 2.1.111: auch für Max mit Opus 4.7; der Startschalter
--enable-auto-modeentfällt. - 18. bis 22.05.2026: auch im Tarif Pro. Der Wochenbericht nennt dazu Sonnet 4.6 neben Opus (Wochenbericht 21 (externe Seite, code.claude.com)).
- 27.05.2026, Version 2.1.152: Die vorherige Zustimmung zum Auto-Modus entfällt.
- 10.07.2026: allgemein verfügbar für alle Nutzer, laut Nachtrag zur Ankündigung.
- 14.08.2026: Startmodus neuer Sitzungen auf Pro, Max und Team. Eine selbst gesetzte Voreinstellung bleibt, solange man den Wechsel nicht annimmt. Die Prüfungen des Klassifikators zählen dort schon vor diesem Tag nicht mehr zum Nutzungslimit (Wochenbericht 32 (externe Seite, code.claude.com)).
- 28.09.2026, Version 2.1.284: Startmodus interaktiver Sitzungen im Terminal und in VS Code auf jedem Plan und bei jedem Anbieter, solange keine Einstellung einen anderen Modus festlegt.
Heute steht der Auto-Modus laut Doku auf allen Plänen bereit. In Team und Enterprise ist er in der Voreinstellung verfügbar, und Administratoren können ihn für die Organisation abschalten.
Dazu braucht es ein passendes Modell. Über die API von Anthropic sind das Opus 4.6 und neuer, Sonnet 4.6 und neuer, Haiku 5.5 und die Fable-Modelle. Bei Amazon Bedrock, Googles Agent Platform und Microsoft Foundry beginnt die Liste erst bei Sonnet 5 und Opus 4.7. Haiku 5.5 und die Fable-Modelle laufen dort ebenfalls. Ältere Modelle wie Sonnet 4.5 laufen bei keinem Anbieter im Auto-Modus. Fehlt eine Voraussetzung, beginnt eine Sitzung, die im Auto-Modus starten soll, im manuellen Modus.
Was der Klassifikator prüft
Der Klassifikator vertraut in der Voreinstellung dem Arbeitsverzeichnis und den Remotes, die beim Start der Sitzung eingetragen waren (Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com)). Alles andere gilt als extern. Gesperrt sind ab Werk unter anderem:
- Code herunterladen und ausführen, etwa mit
curl | bash, - sensible Daten an fremde Adressen schicken,
- Deploys und Migrationen in Produktion,
- ein Force Push und Befehle wie
git reset --hard, die ungesicherte Arbeit verwerfen, - Zugangsdaten ins Gespräch oder in eine Datei schreiben.
Ohne Rückfrage laufen dagegen Dateiarbeit im Arbeitsverzeichnis, die
Installation der Abhängigkeiten aus Lockfile oder Manifest und ein Push auf
einen Branch des eigenen Repositorys. Ausgenommen sind Branches, deren Name
ein Ziel für Deploy oder Veröffentlichung nennt, etwa production.
Die vollständigen Listen gibt claude auto-mode defaults als JSON aus.
Wo das Firmennetz beginnt, weiß der Klassifikator nicht von selbst. Ein Push in ein
anderes Repository der eigenen Organisation oder ein Schreibzugriff auf einen
Speicher des Teams bleiben gesperrt, bis man sie in autoMode.environment einträgt.
Wie das geht, zeigt die Vertiefung.
Läuft die Prüfung auf dem Server, als Teil der Anfragen an das Modell, die ohnehin unterwegs sind, kostet sie nichts extra (Doku zu den Kosten des Klassifikators (externe Seite, code.claude.com)). Wann eine Sitzung doch eigene, berechnete Anfragen stellt, steht ebenfalls in der Vertiefung.
Die Sandbox für Bash
Seit Version 2.0.24 vom 20.10.2025 hat Claude Code eine Sandbox für Bash, zuerst unter Linux und macOS (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Anthropic zählte damals im eigenen Gebrauch 84 Prozent weniger Rückfragen (Engineering-Beitrag zur Sandbox (externe Seite, anthropic.com)). Die Zahl stammt vom Hersteller und aus seiner eigenen Arbeit.
Heute läuft die Sandbox unter macOS, Linux und WSL2. In der Voreinstellung ist
sie aus.
Eingeschaltet wird sie mit /sandbox in einer Sitzung oder mit
sandbox.enabled in einer Einstellungsdatei.
Der Befehl öffnet ein Fenster mit drei Reitern. Unter Mode wählt man, ob Befehle in der Sandbox ohne Rückfrage laufen. Unter Overrides legt man fest, ob ein Befehl nach einem Fehlschlag außerhalb wiederholt werden darf, und unter Config steht, was gerade gilt. Fehlt unter Linux ein nötiges Paket, zeigt das Fenster nur einen Reiter Dependencies.
Die Sandbox umschließt Shell-Befehle und die Prozesse, die sie starten. Die
Dateiwerkzeuge von Claude, MCP-Server und Hooks laufen außerhalb.
Ob sie greift, prüft man mit einem Befehl, der scheitern muss, etwa
touch ~/sandbox-probe außerhalb des Arbeitsverzeichnisses. Claude soll ihn
ausführen. Ein Befehl, den man selbst nach ! tippt, läuft meist ohne Sandbox.
Lesen darf ein Befehl in der Sandbox ab Werk fast den ganzen Rechner, auch
~/.ssh. Seit Version 2.1.187 vom 23.06.2026 sperrt sandbox.credentials
einzelne Dateien mit Zugangsdaten und geheime Umgebungsvariablen.
Was die Sandbox nicht abdeckt, etwa einen Befehl, der nach einem Fehlschlag
außerhalb läuft, zeigt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 09.
Wo die Sandbox bei Wartungsarbeit an Rechner und Netz im Weg steht, zeigt
Kapitel 12.
Welche Einstellung wofür passt
Die Doku nennt für typische Ziele einen Startpunkt (Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com)):
- Jede Aktion selbst prüfen, etwa bei fremdem Code: manueller Modus mit
claude --permission-mode default. - Weniger Rückfragen ohne Klassifikator: manueller Modus plus Sandbox, in der Befehle ohne Rückfrage laufen. Verbote und Rückfrageregeln für einzelne Befehle gelten weiter.
- Längere Arbeit ohne Unterbrechung: Auto-Modus. Eine Sandbox oder ein Container ist dann eine zweite Schicht.
- Ein Lauf in CI mit genauer Liste:
dontAskmit--allowedTools, mehr dazu in Kapitel 29. - Unbeaufsichtigt in einem Container:
claude -pmit--dangerously-skip-permissions, nur in einem Container, einer virtuellen Maschine oder der Sandbox-Runtime und unter Linux und macOS ohne Root-Rechte.
Die Vertiefung zeigt, wie Muster in Bash-Regeln greifen und wie man den Klassifikator auf die eigene Umgebung einstellt. Dazu kommen seine Kosten, der Schutz von Zugangsdaten in der Sandbox und der Restricted Mode.
Der Überblick hat die Stationen sortiert, an denen eine Aktion vorbeimuss. Im Alltag hakt es an den Einzelheiten. Ein Stern erlaubt mehr als gedacht, der Klassifikator hält die eigene Firma für fremd, oder vor einer Aktion steht plötzlich ein Hinweis auf Kosten. Diese Ebene geht die Stationen der Reihe nach durch. Die Lücken, die eine Pfadregel lässt, und die Pfade, die keine Erlaubnis öffnet, stehen schon in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08.
Muster in Bash-Regeln
Ein Stern in einer Bash-Regel steht für beliebigen Text, auch für Leerzeichen
(Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)).
Alles vor dem ersten Stern vergleicht Claude Code wörtlich. Diese Wörter
begrenzen also, was die Regel erlaubt.
Der Stern gehört deshalb hinter den Unterbefehl: Bash(git log *) erlaubt nur
git log, Bash(git *) jeden Befehl von git.
Steht der Stern vor dem Unterbefehl, wie in Bash(git * main), passt die
Regel auf jeden Unterbefehl und jede Option davor. Dazu gehört git -c, mit
dem git ein beliebiges Programm startet. Seit Version 2.1.246 vom 25.08.2026
warnt Claude Code beim Start vor einer solchen Erlaubnis
(Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Auch das Leerzeichen vor dem Stern zählt mit.
Bash(ls *) passt auf ls und ls -la. Erst Bash(ls*) ohne Leerzeichen
trifft auch lsof. Die Schreibweise Bash(ls:*) bedeutet dasselbe wie
Bash(ls *), aber nur am Ende eines Musters.
Zusammengesetzte Befehle zerlegt Claude Code an &&, ||, ;, |, |&,
& und Zeilenumbrüchen. Eine Erlaubnis muss jeden Teil für sich abdecken.
Verbote und Rückfrageregeln greifen schon, wenn ein einziger Teil passt, auch
in einer Subshell oder im Rumpf einer Schleife.
Wer git status && npm test dauerhaft freigibt, bekommt eine Regel je
Teilbefehl, der eine Freigabe braucht, höchstens fünf.
Vor dem Vergleich streicht Claude Code einige Vorsätze, die nur den
eigentlichen Befehl ausführen: timeout, time, nice, nohup, stdbuf
und einige Builtins der Shell. Bash(npm test *) trifft so auch
timeout 30 npm test.
Die Liste ist fest eingebaut.
Werkzeuge wie npx, docker exec oder devbox run stehen nicht darauf. Sie
führen ihre Argumente als Befehl aus, und Bash(devbox run *) erlaubt deshalb
alles hinter run, auch ein rm -rf.
Für solche Werkzeuge schreibt man je inneren Befehl eine eigene Regel, etwa
Bash(devbox run npm test).
Eine Bash-Regel vergleicht den Text, den Claude schreibt. Ein Verbot auf
Bash(curl *) hält curl https://example.com an. Derselbe Aufruf über
/usr/bin/curl oder in sh -c läuft an der Regel vorbei, und über ihn
entscheiden die übrigen Regeln und der Modus.
Was unabhängig vom Wortlaut gelten muss, gehört in die Sandbox.
Parameter, MCP-Server und Gruppen von Werkzeugen
Seit Version 2.1.178 vom 15.06.2026 kann eine Regel einen Parameter des
Werkzeugs treffen, in der Form Werkzeug(parameter:wert)
(Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Das geht nur bei Verboten und Rückfrageregeln, und nur für eingebaute
Werkzeuge.
Der Grund: Ein bestimmter Wert eines Parameters sagt nichts darüber, ob der
übrige Aufruf harmlos ist.
Agent(model:opus)trifft Subagents, die das Modell Opus anfordern.Agent(isolation:worktree)trifft Subagents in einem eigenen Worktree.Bash(run_in_background:true)trifft Befehle, die im Hintergrund laufen.
Eine Regel nennt genau einen Parameter, und der Stern steht für beliebigen
Text im Wert. Lässt Claude einen Parameter weg, trifft die Regel nie.
Verglichen wird der Wert, wie Claude ihn schickt. Agent(model:opus) trifft
deshalb nur den Kurznamen opus. Welche Namen und Werte ein Aufruf enthält, zeigt ein Start mit --verbose.
Ausgenommen ist das Hauptfeld
eines Werkzeugs, bei Bash etwa der Befehl selbst.
Eine Regel wie Bash(command:rm *) ließe sich mit einem zusammengesetzten
Befehl umgehen, Claude Code übergeht sie deshalb mit einer Warnung.
Für MCP-Server nennt eine Regel den Server so, wie er eingerichtet ist.
mcp__github trifft jedes Werkzeug des Servers github,
mcp__github__get_issue ein einzelnes. Die Form mit Stern,
mcp__github__*, gibt es seit Version 2.0.70 vom 15.12.2025.
Einen Parameter an einem MCP-Werkzeug trifft nur ein Verbot, das man beim
Start mit --disallowedTools übergibt. In einer Einstellungsdatei übergeht
Claude Code solche Regeln.
Verbote und Rückfrageregeln nehmen auch Muster im Namen des Werkzeugs an.
"*" trifft jedes Werkzeug, "mcp__*" jedes Werkzeug aus jedem MCP-Server.
Eine Erlaubnis darf ein solches Muster erst hinter einem festen Servernamen
verwenden, etwa mcp__github__get_*.
Eine Erlaubnis auf "*" oder "mcp__*" übergeht Claude Code mit einer
Warnung. Hat die Organisation ein Werkzeug eines Connectors auf Rückfrage
gesetzt, wirken eigene Erlaubnisse dafür ebenfalls nicht.
Ein Tippfehler im Namen fällt bei Verboten und Rückfrageregeln auf. Trifft ein
Name kein bekanntes Werkzeug, warnt Claude Code beim Start.
Gemeint ist der kanonische Name aus der Werkzeugreferenz. Das Etikett in der
Oberfläche weicht davon manchmal ab, etwa „Stop Task“ für TaskStop.
Regeln beim Start übergeben
Für eine einzelne Sitzung nimmt Claude Code Regeln auch auf der Kommandozeile
an. --allowedTools fügt Erlaubnisse hinzu, --disallowedTools Verbote
(Kommandozeilen-Referenz (externe Seite, code.claude.com)). Ein bloßer
Werkzeugname in --disallowedTools nimmt das Werkzeug ganz aus der Sitzung.
Welche Werkzeuge es in der Sitzung überhaupt gibt, legt --tools fest.
Die Regeln vom Start reihen sich in dieselbe Rangfolge ein wie die aus den
Dateien. Ein Verbot gilt, auf welcher Ebene es auch steht.
Ein Verbot der Organisation hebt also auch --allowedTools nicht auf.
Wie man Rechte für einen Lauf ohne Dialog setzt, steht in
Kapitel 29.
Der Dialog /permissions
/permissions öffnet einen Dialog. Er zeigt die Regeln nach Geltungsbereich,
nimmt neue auf und löscht alte, verwaltet die Arbeitsverzeichnisse und listet
die letzten Ablehnungen im Auto-Modus
(Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com)).
Der alte Name /allowed-tools funktioniert weiter.
Im Reiter „Recently denied“ steht jede Aktion, die der Klassifikator abgelehnt hat. Seit Version 2.1.89 vom 01.04.2026 lässt sie sich dort erneut anstoßen. Ein Druck auf r markiert die Aktion. Beim Schließen sagt Claude Code dem Modell, dass es den Aufruf wiederholen darf (Doku zum Einstellen des Auto-Modus (externe Seite, code.claude.com)).
Seit Version 2.1.246 vom 25.08.2026 gibt es einen Reiter „Auto mode“. Er zeigt
die Regeln des Klassifikators und die Einträge zur eigenen Umgebung, nur wenn
der Auto-Modus für die Sitzung verfügbar ist.
Einträge aus verwalteten Einstellungen und aus --settings sind dort
schreibgeschützt. Jede
Änderung speichert der Reiter in ~/.claude/settings.json.
Den Klassifikator einstellen
Was der Klassifikator für vertrauenswürdig hält und was er sperrt, steht im
Block autoMode einer Einstellungsdatei. Er wirkt aus den Nutzereinstellungen,
aus verwalteten Einstellungen und aus --settings beim Start. Aus den
Dateien eines Projekts liest der Klassifikator ihn nicht.
Der Grund: Ein fremdes Repository oder ein Schritt im Build könnte sonst eigene
Erlaubnisse einschleusen.
Für .claude/settings.local.json gilt das seit Version 2.1.207 vom
11.07.2026.
Meist reicht der Eintrag environment. Er beschreibt in ganzen Sätzen, welche
Repositories, Speicher, Domains und Dienste zur eigenen Umgebung gehören. Der
Klassifikator liest die Einträge als Regeln in natürlicher Sprache.
{
"autoMode": {
"environment": [
"$defaults",
"Source control: github.example.com/acme-corp and all repos under it",
"Trusted internal domains: *.corp.example.com"
]
}
}
"$defaults" setzt die eingebauten Einträge an dieser Stelle ein, die eigenen
kommen davor oder dahinter.
Das geht seit Version 2.1.118 vom 23.04.2026.
Einen Entwurf schreibt /auto-mode-setup. Der Befehl liest die CLAUDE.md,
die README, Konfigurationsdateien und Remotes des Projekts. Dazu kommen Hosts
und Befehlsnamen aus den letzten Sitzungen dort. Die eigenen Nachrichten liest
er dabei nie. Nimmt man den Entwurf an, landet er in
~/.claude/settings.json.
Er läuft mit Pro, Max, Team und Enterprise sowie mit einem API-Schlüssel der
Claude Console.
Mit Pro, Max oder Team braucht er mindestens Version 2.1.228, mit Enterprise
oder dem API-Schlüssel 2.1.283.
In einer Cloud-Sitzung läuft er nicht.
Drei weitere Listen ersetzen oder ergänzen die Regeln selbst. Innerhalb des Klassifikators gilt eine Rangfolge in vier Stufen:
hard_denysperrt ohne Ausnahme. Weder eine Absicht des Nutzers noch eine Ausnahme hebt es auf.soft_denysperrt als Nächstes, für zerstörerische Aktionen.allownimmt einzelne Fälle aussoft_denyheraus.- Eine ausdrückliche Absicht hebt die übrigen Sperren aus
soft_denyauf. Sie muss genau die Aktion beschreiben, die Claude ausführen will, etwa „mach einen Force Push auf diesen Branch“. Eine allgemeine Bitte wie „räum das Repository auf“ reicht dafür nicht.
hard_deny gibt es seit Version 2.1.136 vom 08.05.2026.
Jede dieser Listen ohne "$defaults" ersetzt die eingebaute vollständig. Wer
soft_deny so setzt, verliert die Sperren für Force Push, curl | bash und
Deploys in Produktion.
Die Einträge aus allen Ebenen kommen zusammen. Ein Entwickler kann deshalb mit
einem eigenen allow eine Sperre der Organisation aus soft_deny aufheben.
Was nie laufen darf, gehört als permissions.deny in verwaltete
Einstellungen. Dort greift es vor dem Klassifikator.
Enge Bash-Regeln wie Bash(npm test) gelten im Auto-Modus weiter und
entscheiden vor dem Klassifikator. Ein Skriptpfad oder eine Option, die der
Anfang der Regel nicht vorhersah, kommt so ungeprüft durch. Seit Version
2.1.193 vom 25.06.2026 schickt autoMode.classifyAllShell jeden Shell-Befehl
an den Klassifikator.
Jeder Befehl wartet dann auf ein Urteil.
Was gerade gilt, zeigt die Shell:
claude auto-mode defaultsgibt die eingebauten Regeln als JSON aus, mit--labelnur die Regeln eines Namens.claude auto-mode configzeigt die wirksame Fassung mit den eigenen Einträgen.claude auto-mode critiquelässt die eigenen Regeln von einem Modell gegenlesen und meldet mehrdeutige, doppelte und solche, die Fehlalarme erwarten lassen.claude auto-mode resetentfernt seit Version 2.1.212 den Block aus den Nutzereinstellungen.
Wenn der Klassifikator sperrt
Eine Sperre zeigt Claude Code am Aufruf selbst, als Hinweis über der
Eingabezeile und im Reiter „Recently denied“. Seit Version 2.1.193 nennt die
Meldung einen Grund.
Der Text in eckigen Klammern, etwa [Data Exfiltration], ist der Name der
Regel, die gegriffen hat.
Ihren vollen Wortlaut gibt claude auto-mode defaults --label aus. Ist der
Aufruf in einer Zusammenfassung verborgen, öffnet Ctrl+O
das ganze Transkript.
Die Doku nennt drei Auswege, je nachdem, worum es geht:
- Ein Ziel, das die Aufgabe dauernd braucht, etwa eine Paketquelle oder ein
interner Dienst: ein Eintrag in
autoMode.environment. - Ein Befehl, der künftig ohne Prüfung laufen soll: eine
allow-Regel. - Eine einzelne Aktion, die man wirklich wollte: die Absicht in der nächsten Nachricht sagen und Claude einen neuen Versuch machen lassen.
Steht unter dem Aufruf „Not run“ oder ein Hinweis, dass der Auto-Modus die
Aktion nicht bewerten konnte, hat der Klassifikator gar nicht geurteilt.
Dann hilft keiner der drei Auswege, die Ursache liegt bei der Prüfung selbst.
Wer jede Ablehnung mit dem genauen Aufruf festhalten will, hängt einen Hook an
das Ereignis PermissionDenied.
Ab wie vielen Sperren der Auto-Modus wieder fragt, steht in
Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08.
Was der Klassifikator kostet
Der Klassifikator prüft auf einem von zwei Wegen. Auf dem ersten bittet Claude Code den Server um das Urteil, als Teil der Anfragen an das Modell, die ohnehin unterwegs sind. Auf dem zweiten schickt es eigene Anfragen an den Klassifikator. Ab welcher Version welche Sitzung den ersten Weg nimmt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08. Für die Kosten zählt, welcher Weg gilt.
Der erste Weg kostet nichts extra. Seit Version 2.1.278 vom 19.09.2026 ist er auch für Konten über die API, für Enterprise und bei Cloud-Anbietern die Voreinstellung (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Erreicht die Prüfung auf dem Server eine Sitzung nicht, fällt Claude Code auf eigene Anfragen zurück. Auf manchen Konten zählen die dann zum Verbrauch an Token, und Claude Code hält vor der ersten geprüften Aktion mit einem Hinweis an (Doku zu den Kosten des Klassifikators (externe Seite, code.claude.com)).
Pro, Max und Team sehen diesen Hinweis nie.
Die häufigste Ursache ist ein Gateway oder Proxy zwischen Claude Code und der
API, der Felder der Anfrage oder der Antwort verwirft.
Enter setzt die Sitzung mit berechneten Prüfungen fort,
Esc bricht die Aktion ab. Ob eine Sitzung gerade auf dem Server
geprüft wird, zeigt /status in der Zeile „Auto mode server“.
Wer weiß, dass das eigene Gateway die Prüfung nie durchlässt, setzt
CLAUDE_CODE_AUTO_MODE_SERVER=0. Die Doku führt die Variable als vorläufig.
Der Klassifikator läuft in der Voreinstellung auf Sonnet 5, gleich welches
Modell man mit /model gewählt hat. Läuft die Sitzung auf Sonnet 4.6, prüft
ihr eigenes Modell. Jede Prüfung ist ein zusätzlicher Modellaufruf, auf den die Aktion wartet.
Lesen und Änderungen im Arbeitsverzeichnis überspringen den Klassifikator, die
Last kommt also vor allem von Shell-Befehlen und Zugriffen aufs Netz. So
beschreibt es der Abschnitt zu Kosten und Wartezeit in der
Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com).
Zugangsdaten in der Sandbox
Ein Befehl in der Sandbox darf ab Werk fast den ganzen Rechner lesen und erbt
die Umgebungsvariablen von Claude Code, Geheimnisse eingeschlossen.
Die
Einstellung sandbox.credentials nennt Dateien und Variablen, die er nicht
sehen soll (Sandbox-Doku (externe Seite, code.claude.com)).
Jeder Eintrag hat einen Modus, deny oder mask.
{
"sandbox": {
"enabled": true,
"credentials": {
"files": [
{
"path": "~/.aws/credentials",
"mode": "deny"
}
],
"envVars": [
{
"name": "GITHUB_TOKEN",
"mode": "deny"
}
]
}
}
}
Mit deny ist die Datei in der Sandbox nicht lesbar, und die Variable fehlt
in jedem Befehl.
Eine eingebaute Liste gibt es nicht. Geschützt ist nur, was man einträgt.
Einträge aus allen Ebenen kommen zusammen. Jede Ebene kann Einträge ergänzen,
entfernen lassen sie sich nur dort, wo sie stehen.
Die Einstellung wirkt nur auf Befehle in der Sandbox. Für alle Prozesse, die
Claude Code startet, gibt es CLAUDE_CODE_SUBPROCESS_ENV_SCRUB.
Mit mask sieht der Befehl einen Platzhalter, den die Doku Sentinel nennt.
Erst der Proxy der Sandbox setzt den echten Wert ein, auf dem Weg zu einem
erlaubten Host.
Ein Werkzeug wie gh meldet sich so an, ohne dass der Schlüssel je in der
Sandbox steht. Drei Bedingungen gehören dazu:
network.tlsTerminate: Der Proxy muss den Inhalt der Anfrage sehen. Fehlt die Einstellung, erreicht der Platzhalter den Server unverändert, und die Anmeldung scheitert.- Ein erlaubtes Ziel: Jeder Host in
injectHostsmuss auch innetwork.allowedDomainsstehen. - Eine vertrauenswürdige Datei:
maskwirkt nur aus Nutzer- und verwalteten Einstellungen und aus--settings.
Dateien maskiert Claude Code seit Version 2.1.221 vom 04.08.2026, und das nur unter Linux und WSL2. Unter macOS sperrt es die Datei stattdessen ganz. Was die Sandbox sonst begrenzt und wo sie nachgibt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 09.
Startdateien der Shell
Ein Satz von Pfaden ist vor dem Schreiben geschützt. Claude Code gibt dort
keine Änderung von selbst frei. Ausgenommen sind der Modus bypassPermissions
und der Planmodus einer Sitzung im Terminal, in der dieser Modus
freigeschaltet ist
(Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com)).
Welche das sind und warum keine Erlaubnis sie öffnet, steht in
Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08. Was der Plan-Modus sonst sperrt, zeigt
Kapitel 23.
Dazu gehören die Startdateien der Shell wie
.bashrc, .zshrc und .zshenv. Was dort steht, läuft beim nächsten Start
einer Shell, auch außerhalb von Claude Code. Seit Version 2.1.160 vom
02.06.2026 fragt Claude Code auch vor dem Schreiben in .zshenv, .zlogin,
.bash_login und ~/.config/git/
(Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Die Versionsliste nennt den Grund: Solche Dateien könnten sonst Befehle
ausführen, die niemand beabsichtigt hat.
Für den Ordner .claude des Projekts und für ~/.claude bietet die Rückfrage
eine Antwort, die das Schreiben dort für den Rest der Sitzung erlaubt.
Restricted Mode
Seit Version 2.1.248 vom 27.08.2026 startet claude --restricted eine
Sitzung mit wenigen Werkzeugen. Dasselbe bewirkt CLAUDE_CODE_RESTRICTED=1 in
der Umgebung beim Start. Gedacht ist der Modus für eine Testumgebung, die
Claude Code auf einem geteilten Rechner fährt
(Kommandozeilen-Referenz (externe Seite, code.claude.com)).
Der Modus ändert Folgendes:
- Die eingebauten Werkzeuge, die Befehle oder Code ausführen, und
WebFetchfehlen, solange man sie nicht einzeln in--toolsnennt. - Die Dateiwerkzeuge bleiben in den Arbeitsverzeichnissen.
- Claude Code liest nur verwaltete Einstellungen und
--settings. bypassPermissionslehnt Claude Code ab.- Cloud-Sitzungen lassen sich aus der Sitzung nicht anlegen.
Dazu kommt eine Grenze für den Auto-Modus. Ein Schreibzugriff auf einen
geschützten Pfad geht dort sonst an den Klassifikator. In einer Sitzung mit
--restricted kann er ihn nicht freigeben.
Rechte in Claude Code begannen als drei Stufen in einer Tabelle. Heute entscheiden Regeln mit Mustern, ein zweites Modell und das Betriebssystem. Diese Ebene zeichnet nach, wie es dazu kam, und zeigt, was der Klassifikator laut Hersteller übersieht. Danach geht es um die Stellen, an denen Hooks und Mods vor ihm entscheiden, und um die Frage, wie Codex dieselbe Aufgabe aufteilt.
Wie Rechte und Sandbox gewachsen sind
Versionen und Daten stammen aus der Versionsliste (externe Seite, code.claude.com). Die frühen Fassungen führt sie unter Sammeldaten: 0.2.21 bis 0.2.61 unter dem 02.04.2025, 0.2.63 bis 0.2.70 unter dem 17.04.2025. Eine Fassung 0.2.26 gibt es bei npm nicht.
| Datum und Fassung | Was dazukam |
|---|---|
| 24.02.2025, Start | drei Stufen: Lesen ohne Rückfrage, Befehle und Änderungen mit; Rückfragen abschaltbar |
| 02.04.2025 (Sammeldatum), 0.2.26 | /approved-tools verwaltet Werkzeugrechte |
| 17.04.2025 (Sammeldatum), 0.2.67 | Rechteregeln eines Projekts in .claude/settings.json |
| 25.04.2025, 0.2.82 | --disallowedTools |
| 02.06.2025, 1.0.7 | /allowed-tools heißt jetzt /permissions, Freigaben ziehen nach settings.json |
| 11.08.2025, 1.0.72 | Rückfrageregeln mit ask |
| 20.10.2025, 2.0.24 | Sandbox für Bash unter Linux und macOS |
| 15.12.2025, 2.0.70 | mcp__server__* für alle Werkzeuge eines Servers |
| 07.01.2026, 2.1.0 | Stern an jeder Stelle einer Bash-Regel |
| 24.03.2026 | Auto-Modus als Research Preview im Tarif Team |
| 01.04.2026, 2.1.89 | abgelehnte Aktionen in /permissions, neuer Versuch mit r |
| 16.04.2026, 2.1.111 | Auto-Modus für Max; ein Skill schlägt Freigaben aus dem Verlauf vor |
| 23.04.2026, 2.1.118 | "$defaults" in den Listen von autoMode |
| 08.05.2026, 2.1.136 | autoMode.hard_deny |
| 18. bis 22.05.2026 | Auto-Modus im Tarif Pro |
| 27.05.2026, 2.1.152 | Auto-Modus ohne vorherige Zustimmung |
| 02.06.2026, 2.1.160 | Rückfrage vor dem Schreiben in weitere Startdateien der Shell |
| 15.06.2026, 2.1.178 | Regeln auf Parameter, Werkzeug(parameter:wert) |
| 19.06.2026, 2.1.183 | Auto-Modus sperrt git-Befehle, die lokale Arbeit verwerfen |
| 23.06.2026, 2.1.187 | sandbox.credentials |
| 25.06.2026, 2.1.193 | autoMode.classifyAllShell, Gründe bei Ablehnungen |
| 10.07.2026 | Auto-Modus allgemein verfügbar |
| 11.07.2026, 2.1.207 | autoMode nicht mehr aus .claude/settings.local.json |
| 04.08.2026, 2.1.221 | Dateien mit Zugangsdaten in der Sandbox maskieren |
| 14.08.2026 | Auto-Modus als Startmodus auf Pro, Max und Team |
| 25.08.2026, 2.1.246 | Reiter „Auto mode“ in /permissions |
| 27.08.2026, 2.1.248 | --restricted |
| 19.09.2026, 2.1.278 | Prüfung auf dem Server als Voreinstellung für API, Enterprise und Cloud-Anbieter |
| 28.09.2026, 2.1.284 | Auto-Modus als Startmodus auf allen Plänen |
Den Ausgangspunkt zeigt die Doku vom Februar 2025 (externe Seite, docs.anthropic.com) im Archivabbild. Sie nennt drei Stufen: Lesen ohne Rückfrage, Shell-Befehle mit einer Zustimmung, die je Projektordner und Befehl dauerhaft gilt, und Änderungen an Dateien bis zum Ende der Sitzung.
Dazu kam eine eingebaute Sperrliste für Befehle wie
curl und wget. --dangerously-skip-permissions war nur für
Docker-Container ohne Internet gedacht. Die Stufen gelten bis heute fast
unverändert. Eine dauerhafte Zustimmung zu einem Befehl gilt inzwischen im
ganzen Repository (Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)).
Drei Linien laufen seither durch die Tabelle. Die Regeln wurden feiner, von
ganzen Werkzeugen über Muster bis zu einzelnen Parametern. Die Sandbox kam
im Oktober 2025 als Schalter, der bis heute ab Werk aus steht. Der
Auto-Modus brauchte vom Research Preview bis zum Startmodus auf allen Plänen
gut sechs Monate. In derselben Zeit wuchs seine Einstellung von einem
Startschalter zu vier Listen und einem eigenen Reiter in /permissions.
Freigaben aus dem eigenen Verlauf
Mit Version 2.1.111 kam ein Skill, der Rückfragen sparen soll. Er durchsucht
die Transkripte nach häufigen, nur lesenden Aufrufen von Bash und MCP-Werkzeugen
und schlägt dafür Freigaben vor (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Die Versionsliste nennt ihn /less-permission-prompts. Der Wochenbericht
derselben Woche und die heutige
Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com) nennen ihn
/fewer-permission-prompts.
Die Freigaben landen in der Projektdatei .claude/settings.json.
Liegt sie im Repository, gilt sie für jeden, der es klont. Wer die Freigaben nur für sich will, verschiebt sie danach in die
lokale Datei. Enge Regeln dieser Art behält der Auto-Modus. Sie entscheiden
dort vor dem Klassifikator.
Was der Klassifikator übersieht
Wie der Klassifikator gebaut ist, beschreibt der Engineering-Beitrag zum Auto-Modus (externe Seite, anthropic.com) vom 25.03.2026. Damals lief der Klassifikator auf Sonnet 4.6. Laut dem Beitrag bejahen Nutzer in der Praxis 93 Prozent der Rückfragen. Die Ankündigung vom 07.08.2026 (externe Seite, claude.com) nennt 97 Prozent, mehr dazu in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08.
Er prüft in zwei Stufen. Die erste Stufe antwortet mit einem einzigen Token und ist darauf getrimmt, im Zweifel zu sperren. Nur was sie anhält, prüft die zweite Stufe noch einmal mit ausführlicher Begründung. Die eigenen Nachrichten von Claude und die Ergebnisse der Werkzeuge bekommt er nicht zu sehen. Claude soll ihn nicht mit Begründungen überreden können.
Gemessen hat Anthropic an drei Datensätzen. Der erste sind 10.000 Aufrufe von Claude Code durch Angestellte von Anthropic. Davon sperrte die volle Prüfung 0,4 Prozent der harmlosen Aktionen, die erste Stufe allein 8,5 Prozent.
Der zweite sind 52 Fälle, in denen ein Agent über den Auftrag hinaus Gefährliches tun wollte. Anthropic hat sie aus Sitzungen der Angestellten gesammelt, in denen jemand die Aktion abgelehnt oder sie nachträglich markiert hatte. Von diesen Fällen ließ die volle Prüfung 17 Prozent durch. Der Beitrag nennt diese Zahl selbst die maßgebliche. Der dritte sind 1.000 erzeugte Versuche, Daten auszuleiten, und dort waren es 5,7 Prozent.
Die meisten übersehenen Fälle hat der Klassifikator als gefährlich erkannt. Falsch lag er bei der Frage, ob eine Zustimmung im Gespräch genau diese Aktion abdeckt.
Ob 17 Prozent genug sind, hängt am Vergleich. Gegenüber
--dangerously-skip-permissions sieht der Beitrag eine deutliche Verbesserung,
gegenüber sorgfältig geprüften Rückfragen eher einen Rückschritt.
Für Infrastruktur mit hohem Einsatz ersetzt der Auto-Modus laut Beitrag die
sorgfältige Prüfung durch Menschen nicht.
Alle drei Datensätze stammen vom Hersteller, und 52 Fälle sind eine kleine
Stichprobe. Was andere Messungen ergeben haben, steht in
Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08.
Wo Beitrag und Doku auseinandergehen
Der Beitrag vom März beschreibt einen früheren Stand, und an zwei Stellen hat
die Doku ihn überholt. Für einen Lauf mit claude -p schreibt er, nach zu
vielen Sperren beende der Auto-Modus den Prozess.
Die Doku zu den Rechtemodi (externe Seite, code.claude.com) sagt heute das
Gegenteil: Die Aktion unterbleibt, und Claude arbeitet weiter.
Was das für einen Automaten bedeutet, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08.
Die zweite Stelle betrifft den Push. Der Beitrag nennt als Ausnahme nur den Push auf den Branch der Sitzung. Seit Version 2.1.211 erlaubt der Klassifikator in der Voreinstellung einen Push auf jeden Branch des Repositorys, außer auf Branches für Deploy oder Veröffentlichung. Wer vor jedem Push gefragt werden will, setzt eine Rückfrageregel, wie im Überblick beschrieben.
Hooks und Mods vor dem Klassifikator
Im Auto-Modus ist der Klassifikator die letzte Station. Davor stehen zwei
Stellen, an denen eigener Code entscheidet. Ein Hook auf PreToolUse
läuft vor den Regeln. Endet er mit dem Rückgabewert 2, hält er den Aufruf an, bevor
eine Regel geprüft wird
(Doku zu den Rechten (externe Seite, code.claude.com)).
Im manuellen Modus lässt sich so ein weites Bash in der Erlaubnisliste mit
einem Hook verbinden, der einzelne Befehle am vollen Wortlaut abweist.
Ein Mod, der das Ereignis tool.check behandelt, antwortet dagegen erst,
wenn die Hooks auf PreToolUse gelaufen sind.
Im Plan-Modus gibt er nur einen Aufruf frei, der bloß liest. Eine
Dateiänderung oder einen anderen schreibenden Aufruf kann er dort nur
abweisen.
Im Auto-Modus läuft ein Aufruf, den ein Mod freigibt, ohne den
Klassifikator.
Ausgenommen ist eine Sitzung mit --permission-prompt-tool oder einem
Rückruf canUseTool, an dem der Mod nicht vorbeikommt. Dort prüft der
Klassifikator zuerst.
Zwei Einrichtungen halten gegen einen Mod: verwaltete Einstellungen auf dem Rechner
und eine Anmeldung mit Team oder Enterprise über /login. Dann bleibt in der
Voreinstellung stehen, was Verbote, Rückfrageregeln, Hooks und ein solcher
Rückruf ergeben.
Eine Sitzung mit API-Schlüssel oder CLAUDE_CODE_OAUTH_TOKEN zählt nicht
als diese Anmeldung.
Ohne beides kann ein Mod auch einen Aufruf freigeben, den ein Verbot ablehnt
oder ein Hook abgewiesen hat.
In dontAsk kann er in jeder Einrichtung einen Aufruf freigeben, den nur der
Modus ablehnen würde.
Wer einen Mod installiert, gibt ihm also ein Stück der Rechteprüfung in die
Hand. In welcher Folge die Hooks der Mods und die aus den Einstellungen
laufen, zeigt Kapitel 18 auf der dritten Ebene.
Im Agent SDK steht an der letzten Station statt des Menschen ein eigener
Rückruf, canUseTool
(Doku zu den Rechten im Agent SDK (externe Seite, code.claude.com)). Was eine
Station davor freigibt, erreicht ihn nie.
Eine Prüfung, die jeden Aufruf sehen muss, gehört deshalb in einen Hook auf
PreToolUse. In dontAsk überspringt das SDK den Rückruf und lehnt ab.
Einen Teil dieser Aufrufe kann ein installierter Mod trotzdem freigeben.
Was Codex anders löst
Codex von OpenAI trennt dieselbe Aufgabe in zwei Regler (Doku zu den Rechten in Codex (externe Seite, learn.chatgpt.com)). Die Sandbox legt fest, welche Dateien und Netzressourcen der Agent erreicht. Die Freigaben legen fest, wann er vor einer Aktion anhält. Wer die Freigaben an ein Modell abgibt, erweitert damit die Sandbox nicht. Dass Codex die Sandbox ab Werk einschaltet, steht in Kapitel 01.
Das Gegenstück zum Auto-Modus heißt bei Codex Auto-review, in der Desktop-App der Modus „Approve for me“. Ein eigener Prüfagent ersetzt die Rückfrage an der Grenze der Sandbox (Doku zu Auto-review (externe Seite, learn.chatgpt.com)). Was innerhalb der Sandbox ohnehin laufen darf, sieht er nicht. Bei Claude Code ist die Sandbox ab Werk aus, und der Klassifikator prüft jede Aktion, über die keine Station davor entschieden hat. Läuft die Sandbox im Modus auto-allow, gehen Befehle darin ohne ihn durch, außer wenn der Server prüft.
Drei weitere Unterschiede:
- Was der Prüfer sieht: Der Prüfagent von Codex liest einen verdichteten Verlauf samt Ergebnissen der Werkzeuge. In den Anfragen, die Claude Code selbst an seinen Klassifikator schickt, fehlen diese Ergebnisse mit Absicht, wie Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 08 zeigt.
- Wann er aufgibt: In der quelloffenen Fassung bricht Codex die laufende Antwort nach drei Ablehnungen in Folge ab oder nach zehn unter den letzten 50 Prüfungen derselben Antwort. Claude Code fällt nach drei Sperren in Folge oder zwanzig insgesamt auf Rückfragen zurück und arbeitet weiter.
- Wo die Regeln stehen: Codex legt die Richtlinie des Prüfers im
quelloffenen Repository ab.
Claude Code gibt seine Regeln mit
claude auto-mode defaultsaus.
Der Aufbau von Codex hat einen klaren Vorteil. Weil die Sandbox ab Werk läuft, landet beim Prüfer nur, was die Grenze überschreiten will. Die vielen alltäglichen Befehle innerhalb kosten keine Prüfung, und was ein Prüfer nicht erweitern kann, ist an der Sandbox ablesbar. Claude Code prüft dafür auch dort, wo keine Sandbox läuft, etwa unter Windows ohne WSL2.
Was offen bleibt
Die Doku nennt Version 2.1.271 als Mindestfassung, ab der Sitzungen im Terminal auf Pro, Max und Team ihre Prüfung auf dem Server holen. Die Versionsliste führt diesen Schritt bei keiner Fassung. Sie nennt erst 2.1.278 für Konten über die API, Enterprise und Cloud-Anbieter.
Den Startmodus auf allen Plänen führt die Doku ab Version 2.1.283. Die Versionsliste nennt unter 2.1.283 nur Drittanbieter und Sitzungen ohne Telemetrie, alle Pläne erst unter 2.1.284.
Welches Modell auf dem Server prüft, nennt die Doku nicht. Sie nennt Sonnet 5 als Voreinstellung des Klassifikators. Eine Auswahl, die Anthropic auf dem Server trifft, hat laut Doku Vorrang davor.
Quellen
21 Einträge, davon 1 Schlüsselarbeitalle erreichbar
Erreichbarkeit automatisch geprüft
SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar
Anthropic, Choose a permission mode (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu den sechs Rechtemodi und dazu, in welchem eine Sitzung startet. Sie hält mehrere Dinge fest, die anderswo fehlen. Eine Grenze, die im Gespräch gezogen wird, liegt nirgends als Regel: Der Klassifikator liest sie bei jeder Prüfung neu aus dem Verlauf, und mit dem Verdichten kann sie verschwinden. Eine Freigabe in die Gegenrichtung wirkt dagegen nur, wenn die Nachricht die Handlung und das Gefährliche daran konkret benennt; das bloße Nennen des Verbs hebt eine Sperre nicht auf. Beim Wechsel in den Auto-Modus setzt Claude Code die eigenen weiten Freigaberegeln außer Kraft, weil sie an der Prüfung vorbeiführen würden. Dazu die Liste der geschützten Pfade, die keine Freigaberegel öffnet, und die Schwellen, ab denen der Auto-Modus wieder zu fragen anfängt. Seit einer Ergänzung, gesehen am 23.09.2026, trennt die Seite zwei Prüfwege: In den Anfragen, die Claude Code selbst an den Klassifikator schickt, sieht dieser Nutzernachrichten, Werkzeugaufrufe außer reinen Lesevorgängen und die Projektanweisung, die Ergebnisse der Werkzeugaufrufe dagegen nicht. Seit einer weiteren Überarbeitung, gesehen am 27.09.2026, prüft der Server diesen Weg inzwischen auf jedem Tarif mit direkter API-Verbindung (ab Version 2.1.271), nicht nur auf Enterprise- und API-Konten, dazu bei Cloud-Anbietern und hinter einem eigenen LLM-Gateway (ab 2.1.278) und in einer angemeldeten Claude-Apps-Gateway-Sitzung (ab 2.1.280); was der Server dabei zu sehen bekommt, sagt die Seite weiter nicht. Neu benannt sind auch zwei Ausweichfälle: Prüft der Server eine Sitzung gar nicht, fällt Claude Code auf die eigene Klassifikator-Anfrage zurück; kommt für eine einzelne Handlung kein Urteil zurück, verweigert Claude Code sie. Eine Auskunft der Seite steht unter dem aufklappbaren Abschnitt „How the classifier evaluates actions“ und deshalb hier ohne hinterlegtes Zitat: die Reihenfolge, in der eine Handlung geprüft wird. Seit Version 2.1.283 startet eine Sitzung im Terminal und in der VS-Code-Erweiterung in der Voreinstellung im Auto-Modus, ein Lauf mit -p dagegen meist im manuellen Modus. Im Auto-Modus fragt Claude Code weiter bei eigenen ask-Regeln und vor dem Löschen eines kritischen Pfads, im Terminal mit einer Frist von zwei Minuten (Stand 09.10.2026). Als kritisch gilt dabei nur, was Claude Code als solchen Pfad erkennt (gesehen am 22.10.2026). In einer Organisation mit HIPAA-Konfiguration gilt der Auto-Start nicht: Dort beginnt eine Sitzung im Terminal und in VS Code ab Version 2.1.285 im manuellen Modus, solange nichts anderes den Startmodus festlegt (gesehen am 17.10.2026).
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Configure permissions (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu den Rechteregeln. Sie enthält den Satz, der die Grenze zwischen einer Projektanweisung und einem Riegel zieht: Durchgesetzt wird von der Umgebung, und was im Auftrag steht, beeinflusst nur den Versuch. Dazu die Rangfolge der drei Regelarten und eine Falle, die still bleibt: Pfadregeln werden allein gegen Edit und Read geprüft, eine auf Write geschriebene Regel nimmt die Umgebung an und schlägt sie nie nach.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Configure permissions (Agent SDK) (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Rechte im Agent SDK: in welcher Reihenfolge Hooks, Verbotsregeln, Rechtemodus, Erlaubnisregeln und der Rückruf canUseTool über einen Werkzeugaufruf entscheiden, und welche Rechtemodi ein Programm setzen kann.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Configure auto mode (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Referenz zum Block autoMode in den Einstellungen: welche Repositories, Speicher und Domains eine Organisation dem Klassifikator des Auto-Modus als vertrauenswürdig nennt, wie sie seine Block- und Erlaubnisregeln ersetzt und wie man die wirksame Konfiguration mit den Unterbefehlen von claude auto-mode ansieht.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Auto mode classifier request charges (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Erklärung zu einem Hinweis im Auto-Modus: Wo die Prüfung auf dem Server läuft, kostet der Klassifikator nichts extra. Erreicht sie eine Sitzung nicht, stellt Claude Code eigene Anfragen an den Klassifikator, und die zählen dann zum Tokenverbrauch.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Configure the sandboxed Bash tool (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zur Sandbox, die jeden Bash-Befehl in eine vom Betriebssystem gezogene Grenze sperrt. Sie ist die Quelle für den Unterschied, um den es in diesem Kapitel geht: Eine Rechteregel entscheidet je Aufruf, diese Grenze gilt für den laufenden Prozess und alle seine Kinder. Zwei Stellen wiegen schwerer als die Beschreibung selbst. Erstens läuft die Sandbox voreingestellt fail-open: Fehlt ein Paket oder ist die Plattform nicht unterstützt, arbeitet Claude Code ohne Sandbox weiter, bis jemand sandbox.failIfUnavailable setzt. Zweitens darf das Modell die Grenze über einen Rückfallpfad selbst verlassen, wenn ein Befehl darin scheitert; der zweite Versuch läuft dann außerhalb, und wer ihn genehmigt, richtet sich nach dem Rechtemodus. Auf macOS trägt Seatbelt die Grenze, auf Linux und WSL2 bubblewrap, natives Windows wird nicht unterstützt. Seit Version 2.1.271 (Abschnitt 'Per-command allowed domains in auto mode', gesehen 23.09.2026) gibt es einen engeren Weg für einzelne Rechner: Im Auto-Modus kann ein Befehl seine eigene Liste erlaubter Rechner mitbringen, der Klassifikator prüft sie zusammen mit dem Befehl, und der Befehl bleibt dabei in der Sandbox.
Ankündigung des Herstellerserreichbar
Anthropic, Auto mode for Claude Code (externe Seite, claude.com)
claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Vorstellung des Auto-Modus vom 24.03.2026 als Forschungsvorschau im Tarif Team. Vor jedem Werkzeugaufruf prüft ein Klassifikator auf zerstörerische Aktionen, sichere laufen ohne Rückfrage, riskante werden blockiert. Anthropic rät weiter zu isolierten Umgebungen, ein Nachtrag vom 10.07.2026 meldet die allgemeine Verfügbarkeit.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 13 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für den 23. bis 27.03.2026, Fassungen 2.1.83 bis 2.1.85. Neu sind der Auto-Modus als Forschungsvorschau, bei dem ein Klassifikator über Freigaben entscheidet, Computer Use in der Desktop-App, automatische Korrektur von Pull Requests in der Cloud, Suche im Verlauf und ein PowerShell-Werkzeug für Windows.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 21 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für den 18. bis 22.05.2026, Fassungen 2.1.143 bis 2.1.149. Der Auto-Modus steht ab jetzt im Tarif Pro zur Verfügung und arbeitet auch mit Sonnet 4.6. Dazu zeigt /usage, welche Skills, Subagenten und MCP-Server das Kontingent verbrauchen, und der neue Befehl /code-review meldet Fehler in einem Diff.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 32 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für die Woche ab dem 03.08.2026. Mit Fassung 2.1.224 vom 07.08.2026 schicken sich unabhängige Sitzungen Nachrichten, ohne dass man etwas einschalten muss.
Artikelerreichbar
anthropic.comgeprüft 25.10.2026
Der Engineering-Beitrag vom 20.10.2025 zum Sandboxing in Claude Code. Zwei Grenzen auf Betriebssystemebene, eine für das Dateisystem und eine für das Netz, sollen auch einen per Prompt Injection umgelenkten Agenten einhegen; der Beitrag betont, dass erst beide zusammen schützen. Intern sanken die Freigabefragen damit um 84 Prozent.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.
Dokumentationerreichbar
React to events with a mod (Claude Code Docs, Anthropic) (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Wie ein Mod auf Ereignisse antwortet: Werkzeugaufrufe, Prompts und Züge beobachten, umschreiben oder beantworten, und wie mehrere Mods nebeneinander greifen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, CLI reference (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerreferenz der Kommandozeile von Claude Code: alle Unterbefehle wie claude update, claude install, claude auth und claude doctor sowie alle Schalter beim Start.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Commands (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerreferenz aller Befehle in Claude Code, eingebaute Befehle wie mitgelieferte Skills. Sie erklärt, dass ein Befehl nur am Anfang einer Nachricht erkannt wird, der Rest als Argument gilt, und dass Befehle während einer laufenden Antwort in die Warteschlange kommen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code overview (Stand 24.02.2025) (externe Seite, docs.anthropic.com)
docs.anthropic.comgeprüft 25.10.2026
Die Übersichtsseite der Dokumentation zu Claude Code am Tag der Vorstellung, 24.02.2025, im Archivabbild. Sie führt das Werkzeug als Beta und Forschungsvorschau, installiert über npm mit Node.js 18 als Voraussetzung, und nennt claude-3-7-sonnet-20250219 als Standardmodell.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 16 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für den 13. bis 17.04.2026, Fassungen 2.1.105 bis 2.1.113. Claude Opus 4.7 kommt mit der neuen Effort-Stufe xhigh, dazu Routinen in der Cloud mit Auslösern nach Zeitplan, GitHub-Ereignis oder API-Aufruf, Push-Mitteilungen aufs Telefon, eine Aufschlüsselung in /usage und native Programmdateien anstelle des gebündelten JavaScript.
Artikelerreichbar
anthropic.comgeprüft 25.10.2026
Der Engineering-Beitrag vom 25.03.2026 zum Auto-Modus. Er beschreibt, wie Klassifikatoren einen Teil der Freigabefragen übernehmen, was sie erkennen und was ihnen entgeht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Nutzer den weitaus größten Teil der Rückfragen bejahen.
Ankündigung des Herstellerserreichbar
Auto Mode Default in Claude Code (externe Seite, claude.com)
claude.comgeprüft 25.10.2026
Anthropics Ankündigung vom 07.08.2026, mit der der Auto-Modus ab dem 14.08.2026 zur Voreinstellung auf den Plänen Pro, Max und Team wurde. Der Beitrag begründet den Schritt mit eigenen Messungen: Freigabefragen werden zu 97 Prozent bejaht, während dieselben Menschen einem vorgelegten Plan in 39 Prozent der Fälle widersprechen. In einem Versuch mit 1.053 bezahlten Fachleuten erkannte die menschliche Prüfung 13,6 Prozent der gefährlichen Befehle, der Klassifikator 89 Prozent, und die menschliche Quote fiel im Lauf einer Sitzung von 17 auf 5 Prozent. Eine von Trajectory Labs geprüfte Reihe von 720 Angriffen über eine Browser-Anbindung blieb gegen Fable 5, Opus 5 und Sonnet 5 im Auto-Modus ohne Erfolg. Der Beitrag sagt selbst, wie weit seine Zahlen reichen: Die Fehlerquote gegen Angriffe ist an einem eigens dafür gebauten Angriffssatz gemessen. Über den Alltag sagt sie nichts.
Dokumentationerreichbar
OpenAI, Permissions (externe Seite, learn.chatgpt.com)
learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026
OpenAIs Dokumentation zu den Rechtemodi von ChatGPT in der Desktop-App und von Codex in CLI und IDE. Sie trennt zwei Regler: Die Sandbox legt fest, welche Dateien und Netzressourcen der Agent erreicht, die Freigaben legen fest, wann er anhält oder eine Anfrage an die automatische Prüfung schickt. Der Modus Approve for me behält die Grenze der Sandbox und gibt nur die Freigaben an einen Prüfagenten ab.
Dokumentationerreichbar
OpenAI, Auto-review (externe Seite, learn.chatgpt.com)
learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026
OpenAIs Dokumentation zu Auto-review in Codex. Ein eigener Prüfagent entscheidet an Stelle des Menschen über Aktionen, die die Grenze der Sandbox überschreiten wollen, Routinearbeit innerhalb der Sandbox erreicht ihn gar nicht. Die Seite nennt, was der Prüfer sieht (einen verdichteten Verlauf samt Ergebnissen der Werkzeuge), nach wie vielen Ablehnungen Codex in der quelloffenen Fassung die laufende Antwort abbricht und wo die Richtlinie des Prüfers im Repository von Codex liegt.