GrundlagenGrundkursKapitel 08 von 16

Was ein Modell weiß, und woher

Gleiches Kapitel, drei Tiefen. Die Wahl gilt überall und bleibt gespeichert.

Tiefe 1: Überblick · Lesezeit 7 Min. · Stand

In Kapitel 07 ging es darum, woran Sie eine erfundene Angabe erkennen. Hier steht einer der Gründe, warum es überhaupt so weit kommt: Das Wissen eines Modells hat ein Ende, und das Modell merkt es von allein nicht.

Alles, was es weiß, hat es einmal gelesen

Das Training ist ein abgeschlossener Vorgang. Über Monate läuft Material durch ein sehr großes Rechenwerk, und am Ende steht eine Datei mit Zahlen. Diese Zahlen heißen Gewichte, und sie sind der gelernte Teil des Modells. Was sonst noch dazugehört, damit daraus Antworten werden, steht in Kapitel 01.

An dieser Datei ändert Ihr Gespräch nichts. Auch nicht, wenn Sie stundenlang mit ihm arbeiten, es korrigieren, ihm etwas beibringen. Was im Gespräch wie Lernen aussieht, ist Lesen: Alles, was Sie schreiben, steht im Kontext dieser einen Anfrage. Schließen Sie das Fenster, ist es weg.

Der Hersteller kann die Zahlen sehr wohl ändern, und er tut es. Ein Modell bekommt Nachfolger, und es gibt Verfahren, die eine vorhandene Datei auf eigene Beispiele abstimmen (Beurteilen und Einordnen, Kapitel 02). Beides geschieht außerhalb Ihres Gesprächs und dauert länger als eines.

Das Modell selbst hat also nie etwas gespeichert, das es vergessen könnte. Die Anwendung darum herum kann es durchaus, und die Werkzeuge fürs Arbeiten tun es an mehreren Stellen: in einer Projektanweisung, in eigenen Notizen, in einer Wissensbasis daneben. Welche Orte das sind und wer sie füllt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05. Wo es diese Orte nicht gibt, erklären Sie dieselbe Sache in jedem neuen Chat erneut.

Der Stichtag

Irgendwann endet der Text, der ins Training ging. Dieser Zeitpunkt heißt Knowledge Cutoff, und die Anbieter geben ihn an. Drei Beispiele, abgerufen am 10.10.2026:

Diese Zahlen veralten schnell, das Verfahren dahinter nicht. Für alles, was danach geschah, taugt keines der drei Modelle als Auskunft: kein Wahlergebnis, kein neues Gesetz, keine Version einer Software, die seither erschienen ist. Und was noch wichtiger ist: keine Korrektur an etwas, das es vorher gelesen hat.

Eine Mauer ist der Stichtag dabei nicht. Einzelnes von danach kann durchaus dastehen, aus Gründen, die in der dritten Tiefe stehen. Als Zusicherung taugt er in beide Richtungen wenig.

Warum das Modell es selbst nicht weiß

Naheliegend wäre, einfach zu fragen. „Bis wann reichen deine Daten?“ Sie bekommen darauf eine Antwort, oft mit Monat und Jahr, und sie klingt, als käme sie aus dem Modell.

In Claude.ai und den Apps kommt sie bei den Claude-Modellen nachweislich von außen. Anthropic veröffentlicht die Systemanweisungen dieser Anwendungen im Wortlaut, und dort steht der Stichtag als Vorgabe, wie jede andere Anweisung auch. In der Systemanweisung zu Claude Opus 5.5 (externe Seite, platform.claude.com) heißt es, das verlässliche Wissen reiche bis Ende Juni 2026, und darüber hinaus könne Claude nicht verlässlich antworten.

Der Text geht weiter und regelt gleich mit, was das Modell tun soll, wenn eine Frage jenseits davon liegt: Oft kann es das so oder so nicht wissen und soll das sagen. Bei aktuellen Fragen soll es seinen letzten Stand nennen, dazusagen, dass der veraltet sein kann, und auf die Websuche verweisen.

In Claude.ai beantwortet die Frage nach dem Stichtag also der Zettel, den dem Modell jemand hingelegt hat. Wer wissen will, wo solche Zettel sonst noch hängen, findet das in Kapitel 05.

Über die Schnittstelle bekommt das Modell diese Anweisung nicht. Anthropic schreibt dazu, die Systemanweisungen der Anwendungen gelten dort nicht (externe Seite, platform.claude.com). Wer ein Modell so anspricht, findet den Stichtag in der Modellübersicht des Anbieters, und in die Anfrage kommt er nur, wenn er ihn selbst hineinschreibt.

Die Gewichte bleiben im Gespräch unverändert. Neues kommt nur durch den Kontext herein. Links drei Wege von Ihrer Seite aus: Sie schreiben es hin, Sie geben eine Datei mit, die Anwendung schlägt nach. Alle drei Pfeile treffen sich vor einer Öffnung und laufen durch sie in den Kasten Kontext und liegen dort als Ihr Text, Dateiinhalt und Gefundenes. Der Kontext ist nach dem Gespräch wieder weg. Rechts die Gewichte als feste Datei aus dem Training. Ein Pfeil vom Kontext dorthin endet an einer Sperre, beschriftet mit kein Weg: Im Gespräch erreicht nichts die Gewichte. VON IHRER SEITE AUS KONTEXT GEWICHTE Sie schreiben es hin Sie geben eine Datei mit Die Anwendung schlägt nach Ihr Text Dateiinhalt Gefundenes kein Weg nach dem Gespräch wieder weg feste Datei aus dem Training, im Gespräch unverändert
Die Gewichte stehen fest. Alles Frische muss den Weg über den Kontext nehmen.

eigene Darstellung, Stand 10.10.2026

Drei Wege, wie Neues hineinkommt

Wenn das Modell nichts dazulernt, wie kommt es dann an Aktuelles? Von Ihrer Seite aus auf drei Arten, und alle drei laufen über dieselbe Stelle.

Sie schreiben es hin. Der direkteste Weg. Was in Ihrer Frage steht, ist da.

Sie geben eine Datei mit. Ein Dokument, eine Tabelle, ein Bild. Meist liest die Anwendung den Text aus und legt ihn dazu. Bei Bild und Ton geht es auch ohne diesen Umweg: Was ein Modell auf einem Bild sieht und was ein PDF dabei kostet, steht in Kapitel 13, der eigene Weg des Tons in Conversational AI, Kapitel 02.

Die Anwendung schlägt nach. Websuche, eine Firmenablage, eine Datenbank. Ein Programm sucht, findet, und schiebt das Gefundene in dieselbe Anfrage.

Der dritte Weg ist der, den man am ehesten für Zauberei hält. Er ist es am wenigsten: Das Modell surft nicht. Ein Programm sucht, und was es findet, steht dann in der Anfrage, als hätten Sie es selbst hineinkopiert. Wie das bei eigenen Dokumenten gebaut wird und woran Sie erkennen, dass die Suche danebengriff, steht in Agenten und Harness, Kapitel 03.

Eine Quelle liegt außerhalb dieser drei, und Sie haben sie eine Überschrift weiter oben schon gesehen: die Anweisung des Anbieters, in der bei Claude.ai der Stichtag steht. Sie füllt dieselbe Stelle, nur schreibt dort jemand anders.

Alle drei enden im Kontext. Keiner erreicht die Gewichte. Deshalb ist alles Nachgeschlagene beim nächsten Gespräch wieder weg, und deshalb belegt es jedes Mal aufs Neue Platz im Fenster. Was die Gewichte erreicht, ist ein Verfahren für sich, und darum geht es in Beurteilen und Einordnen, Kapitel 02. Warum Wissen über den Kontext meist besser ankommt als über ein Training, zeigt Nutzung und Anpassung von LLMs, Kapitel 08.

Woran Sie es merken

Ein Modell sagt selten von sich aus „das war nach meiner Zeit“. Es antwortet lieber, und zwar in derselben ruhigen Tonlage wie sonst. Drei Anlässe, bei denen sich Nachsehen lohnt:

Sie fragen nach etwas Frischem. Ein Produkt von letzter Woche, eine Personalie, eine Version. Hier fehlt dem Modell die Grundlage am ehesten, und hier ist es am schnellsten geprüft.

Die Antwort nennt eine Version oder ein Datum. Beides veraltet, und beides klingt nachgeschlagen, auch wenn es das nicht ist.

Es steht kein Beleg dabei. Kam die Auskunft aus einer Suche, steht meist eine Fundstelle daneben. Fehlt sie, ist die Herkunft offen: aus den Gewichten, aus Ihrer eigenen Frage oder aus einer Suche, die ihre Fundstellen für sich behält. Nur im ersten Fall ist die Angabe so alt wie das Training, und welcher Fall vorliegt, sagt die Antwort selten.

Wo das keine Rolle spielt

Bei allem, was nicht vom Kalender abhängt, ist der Stichtag gleichgültig. Ein Text soll umformuliert, eine Gliederung geordnet, eine Rechtschreibung geprüft, eine Idee weitergedacht werden: Dafür braucht es keine Nachrichten von gestern. Die Frage nach dem Wissensstand stellt sich dort, wo eine Antwort etwas über die Welt behauptet.

Quellen

21 Einträge, davon 2 Schlüsselarbeitenalle erreichbar

Erreichbarkeit automatisch geprüft

  • SchlüsselarbeitOriginalarbeiterreichbar

    Anthropic, System Prompts (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropics Übersicht der veröffentlichten Systemanweisungen. Sie sagt, wofür es sie gibt: Claude.ai und die Apps geben dem Modell zu Beginn jedes Gesprächs eine Systemanweisung mit, etwa mit dem aktuellen Datum, und diese gilt nicht für die Schnittstelle. Die Anweisungen selbst stehen seit dem Herbst 2026 auf einer eigenen Seite je Modell. Der Stichtag steht darin als Vorgabe von außen, für Claude Opus 5 vom 24.07.2026 als Ende Mai 2026, für Claude Opus 5.5 vom 22.09.2026 als Ende Juni 2026 (abgerufen am 10.10.2026).

  • SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar

    Anthropic, Web search tool (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Dokumentation zum Suchwerkzeug, die den Weg des Nachschubs technisch ausschreibt: Suchergebnisse werden in das Kontextfenster geladen und als Eingabe-Token abgerechnet, in jeder Suchrunde und in jedem weiteren Gesprächszug erneut. Damit ist belegt, dass nachgeschlagene Inhalte im Kontext landen statt im Modell. Am 10.10.2026 gibt es drei Fassungen: web_search_20250305 lädt jedes Ergebnis, ab web_search_20260209 filtert Code die Treffer vorher (mit Claude 4.6 und späteren Modellen), web_search_20260318 regelt zusätzlich, ob gefilterte Treffer in der Antwort stehen. Die Fassung steht als Typ in jeder Anfrage. Eine Suche kostet 10 USD je 1.000 Suchen, dazu die Token.

  • Originalarbeiterreichbar

    Anthropic, Claude Opus 5.5 system prompts (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Systemanweisung, die Claude.ai und die Apps Claude Opus 5.5 mitgeben, Fassung vom 22.09.2026. Im Abschnitt knowledge_cutoff steht der Stichtag als Vorgabe: Das verlässliche Wissen reicht bis Ende Juni 2026. Danach folgt, was bei späteren Ereignissen zu tun ist: Claude kann es oft so oder so nicht wissen und sagt das, nennt bei aktuellen Fragen seinen letzten Stand mit dem Hinweis, dass er veraltet sein kann, und verweist auf die Websuche. Abgerufen am 10.10.2026.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Models overview (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropics Übersicht der aktuellen Modelle mit Kontextfenster, Preis, Abschaltdatum und den zwei Stichtagen. Die Legende unter der Tabelle definiert beide: den verlässlichen Knowledge Cutoff als den Tag, bis zu dem das Wissen des Modells am umfangreichsten und verlässlichsten ist, und den Trainingsdaten-Stichtag als die weitere Spanne der verwendeten Daten. Ein Verfahren, wie der erste bestimmt wird, nennt die Seite nicht. Am 10.10.2026 stehen Claude Fable 5.1, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 in beiden Zeilen auf Juni 2026. Die älteren Modelle sind von hier aus verlinkt, ihre Stichtage stehen auf der Seite je Modell: Sonnet 4.5 Januar und Juli 2025, Haiku 4.5 Februar und Juli 2025, Opus 4.6 Mai und August 2025, Sonnet 4.6 August 2025 und Januar 2026. Ab Claude Opus 4.7 vom April 2026 nennen beide Zeilen bei jedem Modell denselben Monat.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Models (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Modellverzeichnis. Es verweist je Modell auf eine eigene Seite, die genau einen Knowledge Cutoff nennt, auf den Tag genau. Eine Entsprechung zu Anthropics Zweiteilung in verlässliches Wissen und Trainingsdaten gibt es hier nicht. Am 10.10.2026 empfiehlt das Verzeichnis GPT-6 Astra als Flaggschiff, daneben GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna. Deren Seiten nennen den 30.04.2026 (Astra, 6.1 Sol), den 20.04.2026 (GPT-6 Sol) und den 18.05.2026 (Luna). Am 31.07.2026 stand die Generation 5.6 mit dem 16.02.2026 an dieser Stelle. GPT-6 Luna führt es als die effizienteste Stufe der Flaggschiff-Reihe, gedacht für viele gleichartige Aufgaben, zu 0,10 USD je Million Token Eingabe und 0,50 USD je Million Token Ausgabe (abgerufen am 08.10.2026). Am 12.08.2026 stand an dieser Stelle gpt-5.6-luna zu 0,20 und 1,20 USD. Eine Angabe zur Antwortzeit steht dort nicht.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, GPT-6 Astra (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    Die Modellseite zu GPT-6 Astra, das OpenAI als Flaggschiff empfiehlt. Sie nennt Kontextfenster, Ausgabegrenze, Preise und genau einen Knowledge Cutoff, den 30.04.2026. Abgerufen am 10.10.2026.

  • Dokumentationerreichbar

    Google DeepMind, Gemini 3.8 Flash Model Card (externe Seite, deepmind.google)

    deepmind.googlegeprüft 25.10.2026

    Googles Modellkarte zu Gemini 3.8 Flash, im Verzeichnis mit dem 02.09.2026 geführt. Sie berichtet menschliches Red Teaming durch Gruppen außerhalb der Entwicklung und eine Bewertung gegen das eigene Frontier-Safety-Rahmenwerk. Den Knowledge Cutoff gibt sie mit März 2026 an, mit derselben Einschränkung wie die Karte zu Gemini 3.6 Flash: In manchen Gebieten reiche das Wissen nur bis Januar 2025. Die Überschriften zu Trainingsdaten und deren Verarbeitung enthalten nur einen Verweis auf die Karte des Vorgängers Gemini 3.7 Flash. Die Gefahrenprüfung nach dem Frontier-Safety-Rahmen übernimmt sie ebenfalls vom Vorgänger: Gemessen ist Gemini 3.7 Flash, für 3.8 Flash stellt die Karte nur fest, dass es keine wesentlich neuen Fähigkeiten habe.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, How up-to-date is Claude's training data? (externe Seite, support.claude.com)

    support.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Der Hilfeartikel für Endnutzer, der die Stichtage der Claude-Modelle auflistet. Er nennt je Modell einen Wert und vermischt dabei die beiden Stichtagsarten, die die Entwicklerdokumentation getrennt führt. Für Haiku 4.5 nennt er Juli 2025, die Doku führt Februar 2025 als verlässlich und Juli 2025 als Trainingsdaten. Für Sonnet 4.6 nennt er August 2025, die Doku führt August 2025 als verlässlich und Januar 2026 als Trainingsdaten (abgerufen am 10.10.2026).

  • Originalarbeiterreichbar

    Google DeepMind, Gemini 3.6 Flash Model Card (externe Seite, deepmind.google)

    deepmind.googlegeprüft 25.10.2026

    Googles Modellkarte vom 21.07.2026, die den Knowledge Cutoff nennt und im selben Satz einschränkt, dass er nicht für alle Themengebiete gilt. In manchen Bereichen reiche das Wissen nur bis Januar 2025. Damit sagt ein Anbieter selbst, dass ein Stichtag keine Kante ist.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic's Transparency Hub (externe Seite, anthropic.com)

    anthropic.comgeprüft 25.10.2026

    Anthropics Transparenzseite, die je Claude-Modell die Herkunft der Trainingsdaten benennt. Der Vergleich der Modelle auf derselben Seite ist der eigentliche Fund. Für Sonnet 4.5 stehen fünf Herkünfte einzeln da, darunter Daten von Claude-Nutzern, die der Verwendung ihrer Daten für das Training zugestimmt haben. Für Sonnet 5 sind es drei zusammengefasste, die eingewilligten Nutzerdaten kommen darin nicht mehr vor, dafür maschinell erzeugte. Abgerufen am 31.07.2026. Bei Claude Opus 5, Fable 5.1 und Opus 5.5 stehen Nutzerdaten („user data“) wieder in der Aufzählung, ohne den Zusatz über die Einwilligung (abgerufen am 23.09.2026). Bei Claude Haiku 5.5 vom Oktober 2026 nennt die Aufzählung Nutzerdaten aus Rückmeldungen und Fehlerberichten und solche, die Nutzer ausdrücklich freigegeben haben (abgerufen am 20.10.2026). Für Claude Sonnet 4.6 nennt die Seite den Mai 2025 als Knowledge Cutoff, die Entwicklerdokumentation den August 2025 als verlässlich und den Januar 2026 für die Trainingsdaten. Bei Haiku 5.5, Opus 5.5, Fable 5.1 und Mythos 5.1 fehlt die Zeile zum Stichtag ganz.

  • Originalarbeiterreichbar

    Google DeepMind, Gemini 3 Pro Model Card (externe Seite, storage.googleapis.com)

    storage.googleapis.comgeprüft 25.10.2026

    Googles Modellkarte, Modellfreigabe November 2025, zuletzt geändert Mai 2026. Zwei Belegstellen: Der Abschnitt Known Limitations führt den Knowledge Cutoff Januar 2025 in derselben Liste wie Halluzinationen. Der Abschnitt Training Dataset zählt sieben Herkünfte der Trainingsdaten einzeln auf, darunter lizenzierte Daten, Daten aus Google-Produkten und maschinell erzeugte Daten.

  • Dokumentationerreichbar

    GPT-5 System Card (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Begleitdokument zum Modell, Dokumentdatum 13.08.2025. Der Abschnitt zu Halluzinationen nennt die eigene Messung, nach der das denkende Modell 65 Prozent seltener falsche Tatsachenbehauptungen aufstellt als der Vorgänger, und führt daneben einen Prüfsatz, der ausdrücklich das Enthalten bei unbeantwortbaren Fragen bewertet. Abschnitt 2, Model Data and Training, fasst die Herkunft der Trainingsdaten in einem einzigen Satz zusammen und nennt drei Quellen, wo Googles Modellkarte sieben einzeln aufführt.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Web fetch tool (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Dokumentation zum Abrufwerkzeug, die das Einlesen einer Adresse als Einfügen in den Gesprächsverlauf beschreibt und die Größenordnungen nennt: eine durchschnittliche Webseite von 10 Kilobyte entspricht rund 2.500 Token, eine Forschungsarbeit als PDF mit 500 Kilobyte rund 125.000. Abgerufen am 31.07.2026. Ab web_fetch_20260209 kann Claude den abgerufenen Inhalt per Code filtern, bevor er ins Kontextfenster kommt, ab web_fetch_20260309 lässt sich der Cache für einen Abruf abschalten (abgerufen am 10.10.2026).

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, File search (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Dokumentation zum Nachschlagen in hochgeladenen Dateien. Sie benennt den Unterschied, um den es geht, mit einem eigenen Begriff: Das Nachschlagen ergänze das dem Modell innewohnende Wissen. Damit stammt die Unterscheidung zwischen mitgebrachtem und mitgegebenem Wissen vom Anbieter selbst.

  • Dokumentationerreichbar

    Google, Grounding with Google Search (externe Seite, ai.google.dev)

    ai.google.devgeprüft 25.10.2026

    Googles Dokumentation zur Verankerung von Antworten in Suchergebnissen. Sie benennt den Knowledge Cutoff ausdrücklich als das, was damit überschritten wird, und beschreibt den ganzen Ablauf aus Suchen, Verarbeiten und Belegen als Sache der Umgebung.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Addendum to GPT-6 Astra System Card: GPT-6.1 Sol (externe Seite, deploymentsafety.openai.com)

    deploymentsafety.openai.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Ergänzung zur Systemkarte von GPT-6 Astra für GPT-6.1 Sol, veröffentlicht am 29.09.2026. Nach dem Preparedness Framework gilt das Modell als Critical bei Cyber und High bei Biologie und Chemie und bekommt denselben Schutzaufbau wie Astra. Gemessen wurde laut Fußnote 1 in der Forschungsumgebung oder über die API, deren Ausgaben von ChatGPT abweichen können. Im Abschnitt Model Data and Training steht nur, dass das Modell dieselben Arten von Daten und dasselbe Training nutze wie GPT-6 Astra, mit Verweis auf dessen Karte. Abgerufen am 10. und 11.10.2026.

  • Dokumentationerreichbar

    Google DeepMind, Gemini 3.7 Flash Model Card (externe Seite, deepmind.google)

    deepmind.googlegeprüft 25.10.2026

    Googles Modellkarte zu Gemini 3.7 Flash vom 13.08.2026. Unter der Überschrift zu den Trainingsdaten steht nur ein Verweis auf die Karte zu Gemini 3.6 Flash. Die Kette geht dort weiter: 3.6 Flash verweist auf 3.5 Flash, 3.5 Flash auf 3 Flash, 3 Flash auf 3 Pro. Erst die Karte zu Gemini 3 Pro zählt die Herkünfte auf; von 3.8 Flash aus sind das fünf Verweise (abgerufen am 10.10.2026).

  • Originalarbeiterreichbar

    Pitfalls in Evaluating Language Model Forecasters (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Paleka, Goel, Geiping und Tramèr untersuchen am 31.05.2025, warum Sprachmodelle als Prognosewerkzeug schwer zu bewerten sind. Abschnitt 2.3 begründet, dass ein veröffentlichter Knowledge Cutoff keine Zusicherung darstellt: Er meint oft nur das Pre-Training, während später erhobene Präferenzdaten Wissen über die Zeit danach mitbringen.

  • Dokumentationerreichbar

    Iris: Climbing to the Search Frontier (externe Seite, github.com)

    github.comgeprüft 25.10.2026

    Die Projektseite zu Iris-mini und Iris-pro mit Basismodellen, Parametergröße, Kontextfenster und der Ergebnistabelle über vier Tests, jeweils mit und ohne Verwaltung des Kontexts. Die Namen der beiden Werkzeuge (web_search, scrape_website) stehen in der Beschreibung des Messaufbaus im Unterordner Iris-Harness.

  • Originalarbeiterreichbar

    Iris: Climbing to the Search Frontier (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Die Arbeit des AllSpark-Teams zu den Suchagenten Iris-mini und Iris-pro, eingereicht am 03.09.2026, überarbeitet am 16.09.2026. Der Abstract beschreibt, wie die Trainingsfragen rückwärts aus der Linkstruktur von Webseiten entstehen, dass die Verwaltung des Kontexts in diesen Tests mehr ausmacht als die meisten Unterschiede zwischen Systemen, und dass Gewichte und vollständiges Verfahren freigegeben werden sollen. Die Gewichte liegen inzwischen auf Hugging Face, das Verfahren für Datenaufbau und Training steht noch aus.

  • Ankündigung des Herstellerserreichbar

    Try Deep Research and our new experimental model in Gemini (externe Seite, blog.google)

    blog.googlegeprüft 25.10.2026

    Google stellt im Dezember 2024 eine Funktion vor, die einen Rechercheplan erstellt, viele Seiten abruft und daraus einen Bericht schreibt. Die Antwort dauert Minuten statt Sekunden. OpenAI folgte im Februar 2025 mit einer gleichnamigen Funktion.

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