GrundlagenBeurteilen und EinordnenKapitel 02 von 8

Ein Modell auf eigene Daten abstimmen

Gleiches Kapitel, drei Tiefen. Die Wahl gilt überall und bleibt gespeichert.

Tiefe 1: Überblick · Lesezeit 8 Min. · Stand

In Grundkurs, Kapitel 08 steht, auf welchen drei Wegen Neues zu einem Modell kommt, und der Abschnitt endet mit einem Satz, der etwas offenlässt: Alle drei enden im Kontext, keiner erreicht die Gewichte. Hier geht es um die Verfahren, die genau das tun.

Bis in die Gewichte

Ein Modell ist eine Datei voller Zahlen. Was Sie ihm im Gespräch sagen, ändert daran nichts, es steht nur für die Dauer dieser einen Anfrage daneben. Es gibt allerdings einen Weg, die Datei selbst anzufassen: Man lässt das Modell weitere Beispiele durchrechnen, und danach stehen andere Zahlen darin.

Das ist keine Kleinigkeit im Betrieb, und es ist die einzige Art von Änderung, die bleibt. Ein so behandeltes Modell antwortet in jedem neuen Gespräch anders, ohne dass jemand etwas dazuschreiben muss.

Drei Wege enden im Kontext und gelten für eine Anfrage. Ein vierter erreicht die Gewichtsdatei und bleibt. Links vier Eingänge untereinander. Prompt, Unterlagen und Nachschlagen führen in einen gemeinsamen Kasten mit der Aufschrift Kontext, der nach der Anfrage geleert wird. Der vierte, Beispiele, läuft als einziger über eine gestrichelte Grenze hinweg zu einem Kasten mit der Aufschrift Gewichte. Über diesem Pfeil steht Training, darunter der Hinweis, dass die Bereitstellung bei Microsoft auch an Tagen ohne Anfrage kostet. WAS SIE HINEINGEBEN Prompt Unterlagen Nachschlagen Kontext der Anfrage danach leer Beispiele Training GILT EINE ANFRAGE BLEIBT WAS DAS MODELL IST Gewichte eine zweite Datei das Modell, wie es geliefert wurde Bei Microsoft kostet die Bereitstellung der zweiten Datei auch an Tagen ohne Anfrage.
Der eine Weg, der die Gewichtsdatei erreicht, und was er dafür verlangt.

eigene Darstellung, Stand 09.10.2026

Drei Verfahren, ein Gedanke

Fine-Tuning. Das Modell trainiert weiter, mit Ihren Beispielen. Am Ende liegt eine zweite, vollständige Modelldatei da, die Ihnen gehört.

LoRA. Die Gewichte bleiben, wie sie sind, und daneben entsteht eine kleine Zusatzdatei. Sie wirkt beim Antworten mit, und weil sie klein ist, ist der Vorgang erheblich billiger (externe Seite, arxiv.org) als der erste. Google beschreibt die Abstimmung seiner Gemini-Modelle genau so: Das Modell lernt zusätzliche Parameter (externe Seite, docs.cloud.google.com), die beim Antworten zum Grundmodell hinzukommen.

Distillation. Ein großes Modell erzeugt die Antworten, ein kleines lernt, sie nachzumachen. Der Gedanke ist von 2006: Damals beschriftete ein Verbund aus Hunderten von Modellen Daten für ein tausendmal kleineres Netz (externe Seite, cs.cornell.edu). Den Namen gab ihm 2015 eine Arbeit, die auf diese Vorarbeit verweist und zeigt, wie sich das Können mehrerer Modelle in ein einzelnes übertragen (externe Seite, arxiv.org) lässt. Am Ende steht ein kleineres Modell, das eine Sache gut kann. Wie das Verfahren arbeitet, zeigt Nutzung und Anpassung von LLMs, Kapitel 03.

Allen dreien gemeinsam: Am Ende liegt eine Datei da, die es vorher nicht gab, und für die jemand aufkommt.

Wofür sich das eignet

OpenAI zählt für das gebräuchlichste Verfahren vier Fälle auf: einordnen in Kategorien, übersetzen mit festem Ton, Ausgaben in einem verlangten Format, und Anweisungen, die das Modell sonst überliest. Alle vier haben dasselbe Muster. Es geht darum, wie geantwortet wird.

Der häufigste Wunsch dahinter geht damit gerade nicht in Erfüllung. Wer möchte, dass ein Modell die eigenen Unterlagen kennt, sucht etwas anderes: Das Wissen über eine Sache gehört zu den Wegen, die in Grundkurs, Kapitel 08 beschrieben sind. Eine Abstimmung bringt einem Modell den Hausstil bei. Fakten lernt es auf diesem Weg schlecht: In einer Messung von 2024 (externe Seite, arxiv.org) lernte ein Modell neue Fakten deutlich langsamer als bekannte, und sobald es sie gelernt hatte, erfand es häufiger Antworten. Gemessen ist ein Modell an geschlossenen Wissensfragen.

Drei billigere Antworten stehen davor

Bevor die Frage nach der Abstimmung überhaupt sinnvoll ist, sind drei andere zu beantworten, und alle drei kosten weniger als ein Training:

Der Prompt. Steht in Grundkurs, Kapitel 06, und die dortigen Beispiele lösen einen guten Teil dessen, wofür früher trainiert wurde.

Die Unterlagen mitgeben. Was ins Fenster passt, muss nirgends gelernt werden. Grenzen und Fallstricke stehen in Grundkurs, Kapitel 05.

Nachschlagen lassen. Die Anwendung sucht die passenden Stellen heraus und legt sie dazu. Wie das funktioniert, steht in Agenten und Harness, Kapitel 03.

Der Unterschied liegt in der Umkehrbarkeit. Ein Prompt ist in Minuten geändert. Eine abgestimmte Fassung ist eine Anschaffung.

Werkzeuge, Skills und die Wahl eines anderen Modells sind weitere Wege. Alle stehen nebeneinander in Nutzung und Anpassung von LLMs, Kapitel 08.

Die Rechnung läuft, während nichts passiert

Zwei Posten. Der erste ist das Training, und er fällt einmal an. Der zweite ist die Bereitstellung, und der überrascht die meisten: Microsoft berechnet dafür 1,70 Dollar je Stunde (externe Seite, azure.microsoft.com), Mistral verlangte zwei Dollar Ablage je Modell und Monat (externe Seite, docs.mistral.ai). Diese Beträge laufen weiter, solange das Modell bereitsteht, an Wochenenden und in der Urlaubswoche. Google rechnet anders und schlägt ab Gemini 3 auf jede Anfrage an ein abgestimmtes Modell die Hälfte des Anfragepreises auf (externe Seite, cloud.google.com), wenn das Modell an einem regionalen Endpunkt läuft. Am globalen Endpunkt kostet die Anfrage so viel wie beim Grundmodell.

Microsoft rechnet in seiner Anleitung einen Monat für ein abgestimmtes Modell durch. Setzt man die Beträge aus Microsofts Preisliste ein, macht die reine Bereitschaft 86 Prozent der Monatsrechnung aus. Der Weg dorthin steht in Ebene 3, und wer die Zahl auf den eigenen Fall übertragen will, findet dort auch die Formel.

Zwei Anbieter haben aufgehört

Das Deutlichste zur Nutzenfrage kommt vom Markt. OpenAI kündigt auf der eigenen Seite zur Modelloptimierung (externe Seite, developers.openai.com) an, die Plattform für das Fine-Tuning abzuwickeln.

In Mistrals Anleitung steht der Vermerk, dass die Funktion abgekündigt ist und nicht mehr gepflegt wird (externe Seite, docs.mistral.ai). Beides steht dort unverändert am 09.10.2026. Google hat das Angebot in seiner Gemini API (externe Seite, ai.google.dev) eingeschränkt: Dort gibt es seit Mai 2025 kein Modell mehr, das sich abstimmen lässt. Bei Microsoft, auf Googles Unter­neh­mens­platt­form und bei AWS ist das Angebot weiterhin buchbar.

Warum die beiden ausgestiegen sind, sagen sie nicht. Als Auskunft für die eigene Planung reicht die Tatsache: Ein Verfahren, bei dem zwei große Anbieter das Selbst­be­die­nungs­an­gebot einstellen, ist kein naheliegender erster Schritt.

Wann es sich trotzdem lohnt

Drei Anlässe, bei denen das Rechnen anfängt:

Dieselbe enge Aufgabe, sehr oft. Millionen gleichartige Vorgänge, bei denen jede eingesparte Zeile Prompt bei jedem einzelnen zählt.

Ein Prompt, der nur über seine Länge funktioniert. Wenn zwei Seiten Anweisung nötig sind, damit das Ergebnis stimmt, zahlen Sie diese zwei Seiten bei jeder Anfrage.

Eine Ausgabeform, die kein Beispiel zuverlässig erzwingt. Der Fall, den OpenAI selbst nennt. Ein festes Schema braucht dafür kein Training mehr. Schnittstellen wie die von Anthropic halten die Antwort auf Wunsch in den meisten Fällen daran fest (externe Seite, platform.claude.com). Wo die Grenze dieser Sicherung liegt, steht in Grundkurs, Kapitel 15. Es bleibt die Form jenseits eines Schemas, also Ton, Länge und Gliederung. Für sie helfen zuerst Beispiele, eine Abstimmung erst bei großer Menge.

Quellen

26 Einträge, davon 5 Schlüsselarbeitenalle erreichbar

Erreichbarkeit automatisch geprüft

  • SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar

    Microsoft, Manage fine-tuning costs in Microsoft Foundry (externe Seite, learn.microsoft.com)

    learn.microsoft.comgeprüft 25.10.2026

    Microsofts Anleitung zur Kostenseite des Fine-Tunings. Sie trennt den einmaligen Trainingspreis von den laufenden Kosten und rechnet einen Monat für einen abgestimmten o4-mini durch: 720 Stunden Bereitstellung, 20 Millionen Token hinein, 40 Millionen hinaus. Seit dem 08.10.2026 rechnet sie mit Platzhaltern statt mit Beträgen, die stehen in der Preisliste. Sie nennt außerdem Kapazität und Grafikkarten als Posten, die auch ohne Anfragen laufen. Stand 13.10.2026 trennt sie das Training nach Verfahren: überwachtes Fine-Tuning und Präferenzen nach Token mal Durchläufe, Reinforcement Fine-Tuning nach Trainingszeit mit gesondert berechnetem Bewertungsmodell und einer Kostengrenze je Lauf, interaktives Training (Vorschau) nach vier Token-Arten. Für die Bereitstellung stehen Serverless, Fireworks on Foundry und Managed Compute (Vorschau) nebeneinander.

  • SchlüsselarbeitOriginalarbeiterreichbar

    Distilling the Knowledge in a Neural Network (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Hinton, Vinyals und Dean geben dem Verfahren am 09.03.2015 seinen Namen, Distillation. Den Gedanken, das Können eines Ensembles in ein einzelnes kleines Modell zu übertragen, schreiben sie selbst Caruana und Mitautoren zu (Buciluă u. a. 2006). Von 2015 stammt der Mechanismus: Der Schüler lernt an den Wahrscheinlichkeiten des Lehrers über alle Antworten, bei erhöhter Temperatur. Auch die Wahrscheinlichkeiten falscher Antworten enthalten Wissen darüber, wie das große Modell verallgemeinert. Gemessen wurde an Ziffernerkennung, Spracherkennung und Googles Bilddatensatz JFT. Sprachmodelle kommen in der Arbeit nicht vor.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • SchlüsselarbeitOriginalarbeiterreichbar

    Model Compression (externe Seite, cs.cornell.edu)

    cs.cornell.edugeprüft 25.10.2026

    Buciluă, Caruana und Niculescu-Mizil zeigen auf der KDD 2006 (20. bis 23.08.2006), wie ein großes Ensemble einen großen Bestand unbeschrifteter Daten beschriftet und ein kleines neuronales Netz an diesen Daten lernt. Fehlen solche Daten, erzeugt ihr Verfahren MUNGE künstliche Beispiele. Laut Abschnitt 1 sind die so trainierten Netze tausendmal kleiner und schneller als die Ensembles und erreichen nahezu deren Leistung. Gemessen wurde an Klassifizierern, Sprachmodelle kommen in der Arbeit nicht vor. Den Namen Distillation bekam das Verfahren erst 2015.

  • SchlüsselarbeitOriginalarbeiterreichbar

    LoRA: Low-Rank Adaptation of Large Language Models (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Hu und sieben Mitautoren stellen am 17.06.2021 das Verfahren vor, mit dem sich ein Modell anpassen lässt, ohne seine Gewichte anzufassen. Trainiert werden kleine Zusatzmatrizen, das Modell selbst bleibt eingefroren. Das ist der Grund, warum die Anpassung großer Modelle heute auf gewöhnlicher Hardware stattfindet, und die Grundlage aller sparsamen Verfahren, die seither dazugekommen sind.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • SchlüsselarbeitOriginalarbeiterreichbar

    Training language models to follow instructions with human feedback (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Ouyang und Mitautoren zeigen am 04.03.2022, dass ein deutlich kleineres, mit menschlicher Rückmeldung nachtrainiertes Modell hilfreicher antwortet als ein sehr viel größeres ohne. Das ist der Schritt, der aus einem Textfortsetzer einen Assistenten macht, und die Voraussetzung für ChatGPT acht Monate später.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Model optimization (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Übersicht der Anpassungsverfahren. Sie beschreibt vier davon mit ihren Anwendungsfällen und bringt zugleich die Ankündigung, dass die Plattform dafür abgewickelt wird. Beides steht auf derselben Seite, und die Anwendungsfälle sind deshalb weiterhin die Auskunft des Anbieters darüber, wofür sich das Verfahren eignet.

  • Dokumentationerreichbar

    Microsoft, Azure OpenAI Service pricing (externe Seite, azure.microsoft.com)

    azure.microsoft.comgeprüft 25.10.2026

    Microsofts Preisliste, Abschnitt Fine-tuning models. Die Bereitstellung eines abgestimmten Modells kostet 1,70 Dollar je Stunde, für o4-mini wie für GPT-4.1 und seine kleineren Fassungen. Das Training kostet je Million Token 25 Dollar für GPT-4.1, 5 Dollar für GPT-4.1-mini und 1,50 Dollar für GPT-4.1-nano, ein abgestimmter o4-mini 1,10 Dollar je Million Token hinein und 4,40 Dollar hinaus, alles global, abgerufen am 09.10.2026.

  • Dokumentationerreichbar

    Google, Gemini Enterprise Agent Platform, Preise für generative KI (externe Seite, cloud.google.com)

    cloud.google.comgeprüft 25.10.2026

    Googles Preisverzeichnis für die Agent Platform, früher Vertex AI. Es beziffert den Trainingspreis je Million Token: 3 Dollar für Gemini 3.5 Flash Lite, 10 Dollar für Gemini 3.5 Flash, 25 Dollar für Gemini 2.5 Pro, abgerufen am 09.10.2026. Ab Gemini 3 kostet eine Anfrage an ein abgestimmtes Modell an einem regionalen Endpunkt das 1,5-Fache des Grundmodells, am globalen Endpunkt und bei älteren Gemini-Modellen dasselbe wie das Grundmodell. Eine Gebühr je Stunde Bereitstellung nennt die Seite nicht.

  • Dokumentationerreichbar

    Google, Gemini Enterprise Agent Platform, Introduction to tuning (externe Seite, docs.cloud.google.com)

    docs.cloud.google.comgeprüft 25.10.2026

    Googles Einführung in die Abstimmung der Gemini-Modelle. Sie trennt die sparsame Abstimmung über Adapter vom vollständigen Nachtraining und beschreibt das Ergebnis des überwachten Fine-Tunings als zusätzliche Parameter, die beim Antworten zum Grundmodell hinzukommen.

  • Dokumentationerreichbar

    Mistral, Fine-tuning (Deprecated) (externe Seite, docs.mistral.ai)

    docs.mistral.aigeprüft 25.10.2026

    Mistrals Anleitung zum Fine-Tuning, mit dem Hinweis auf ihre eigene Abschaltung obenauf. Sie ist damit der zweite belegte Rückzug eines Anbieters und nennt zugleich die kleinsten Beträge des ganzen Themas: vier Dollar Mindestgebühr je Trainingslauf und zwei Dollar Ablage je Modell und Monat.

  • Originalarbeiterreichbar

    Does Fine-Tuning LLMs on New Knowledge Encourage Hallucinations? (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Gekhman, Yona, Aharoni, Eyal, Feder, Reichart und Herzig (Google, Technion), arXiv-Fassung v3 vom 01.10.2024, laut arXiv-Kopf als Langbeitrag der EMNLP 2024 angenommen. Die Arbeit trainiert ein Modell mit Frage-Antwort-Paaren, deren Antwort es teils schon kennt und teils nicht. Beispiele mit neuem Wissen lernt es deutlich langsamer, und sobald es sie gelernt hat, erfindet es häufiger Antworten. Laut Einleitung senken ein früher Abbruch des Trainings und das Aussortieren unbekannter Beispiele dieses Risiko. Gemessen ist ein Modell (PaLM 2-S, Grundmodell) an geschlossenen Fragen ohne Kontext aus EntityQuestions, die auf Wikidata beruhen. Für lange Texte sind die Folgerungen nach dem Abschnitt Limitations noch zu prüfen.

  • Dokumentationerreichbar

    Google, Fine-tuning with the Gemini API (externe Seite, ai.google.dev)

    ai.google.devgeprüft 25.10.2026

    Googles Seite zum Fine-Tuning in der Gemini API, Stand laut Seite 28.04.2026. Seit Google im Mai 2025 das Modell Gemini 1.5 Flash-001 abgekündigt hat, gibt es in der Gemini API und in AI Studio kein Modell mehr, das sich abstimmen lässt. Auf der Unternehmensplattform Gemini Enterprise Agent Platform bleibt das Verfahren buchbar. Pläne für eine Rückkehr nennt die Seite keine.

  • Dokumentationerreichbar

    Anthropic, Structured outputs (externe Seite, platform.claude.com)

    platform.claude.comgeprüft 25.10.2026

    Die Doku zur strukturierten Ausgabe der Claude-Schnittstelle: Antworten nach einem mitgegebenen Schema, gesichert durch eingeschränkte Erzeugung. Der Abschnitt zu ungültigen Ausgaben nennt die Grenzen der Garantie: Eine Ablehnung hat Vorrang vor dem Schema und kommt mit Statuscode 200, eine an der Tokengrenze abgeschnittene Antwort ist unvollständig. Wertebereiche für Zahlen (minimum, maximum) unterstützt das Schema nicht.

  • Originalarbeiterreichbar

    Improving Language Understanding by Generative Pre-Training (externe Seite, openai.com)

    openai.comgeprüft 25.10.2026

    GPT-1, vorgestellt am 11.06.2018. Führt das Muster ein, das bis heute gilt: erst ein Modell auf sehr viel unbeschriftetem Text vortrainieren, dann für einzelne Aufgaben nachjustieren. Das G in GPT steht für generative, das P für pre-trained, das T für Transformer.

  • Originalarbeiterreichbar

    Parameter-Efficient Transfer Learning for NLP (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Houlsby und Mitautoren zeigen am 02.02.2019, dass sich ein Modell über kleine eingeschobene Bausteine an eine Aufgabe anpassen lässt, während der Rest unverändert bleibt. Die Arbeit steht zwei Jahre vor LoRA und liefert den Begriff Adapter. Ihr gemessener Abstand zum vollen Fine-Tuning ist die erste Zahl, die belegt, dass ein sparsames Verfahren genügt.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • Originalarbeiterreichbar

    QLoRA: Efficient Finetuning of Quantized LLMs (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Dettmers und Mitautoren verbinden am 23.05.2023 die grobe Speicherung der Gewichte mit dem Verfahren von LoRA. Damit passt die Anpassung eines sehr großen Modells auf eine einzelne Grafikkarte. Die Arbeit liefert die einzige Größenordnung des Themas, die sich auf eigene Hardware beziehen lässt.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Deprecations (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    Die Liste, in der OpenAI seine Abkündigungen datiert. Der Eintrag vom 07.05.2026 wickelt das Fine-Tuning in drei Schritten ab und nennt für jeden das Datum. Er regelt außerdem, was mit bereits abgestimmten Modellen geschieht, und knüpft deren Ende an das Ende ihres Grundmodells. Für die Sprachdialogmodelle nennt sie den 20.01.2027, für die vier bisherigen Erkenner den 26.02.2027, für die Modelle der Sprachausgabe den 06.01.2027. Als Abschalttag nennt sie den 23.10.2026 unter anderem für gpt-4, gpt-4-turbo und gpt-3.5-turbo, dazu für die abgestimmten Fassungen mehrerer Grundmodelle, darunter gpt-4, gpt-4.1-nano und o4-mini. Als Ersatz empfiehlt sie Grundmodelle, die sich bei OpenAI nicht mehr abstimmen lassen. Der Eintrag vom 14.10.2026 kündigt gpt-4o, gpt-4o-mini, gpt-4.1 und gpt-4.1-mini zum 14.01.2027 ab, ihre abgestimmten Fassungen mit ihnen.

  • Dokumentationerreichbar

    AWS, Amazon Bedrock, Customize your model (externe Seite, docs.aws.amazon.com)

    docs.aws.amazon.comgeprüft 25.10.2026

    Die Übersicht der Anpassung bei Amazon Bedrock. Sie nennt drei Verfahren, überwachtes Fine-Tuning, Reinforcement Fine-Tuning und Distillation, und zwei Posten der Rechnung: die Token des Trainings und eine monatliche Ablage je Modell.

  • Dokumentationerreichbar

    AWS, Amazon Bedrock pricing (externe Seite, aws.amazon.com)

    aws.amazon.comgeprüft 25.10.2026

    Die Preisseite von Amazon Bedrock, Abschnitt zur Anpassung. Ein sparsam abgestimmtes Modell lässt sich nach Anfragen abrechnen oder mit gebuchter Kapazität, ein vollständig nachtrainiertes nur mit gebuchter Kapazität. Die Anfragen kosten dasselbe wie beim Grundmodell.

  • Dokumentationerreichbar

    AWS, Customize a model with distillation in Amazon Bedrock (externe Seite, docs.aws.amazon.com)

    docs.aws.amazon.comgeprüft 25.10.2026

    Die Dokumentation, in der ein großer Anbieter Distillation als buchbares Verfahren beschreibt und dabei den Ablauf ausschreibt: Ein großes Modell erzeugt die Antworten, ein kleines wird darauf abgestimmt. Sie nennt die Zusage, dass allein der Kunde an das Ergebnis kommt, und den Posten, den man dabei leicht übersieht, nämlich die Abrechnung der Aufrufe beim großen Modell.

  • Dokumentationerreichbar

    Microsoft, Data, privacy, and security for Foundry Models sold by Azure (externe Seite, learn.microsoft.com)

    learn.microsoft.comgeprüft 25.10.2026

    Die Seite, die den Unterschied zwischen Modell und Betreiber greifbar macht: Dieselben Modelle laufen bei Microsoft, und der Hersteller sieht dabei nichts. Sie nennt außerdem die Angabe, an der die Regionswahl praktisch scheitert, nämlich den Bereitstellungstyp, und die Auskunft darüber, wer die Eingaben bei der Missbrauchserkennung zu sehen bekommt. Zur Missbrauchsprüfung legt Microsoft markierte Anfragen für die menschliche Durchsicht in der Region der Ressource ab; nach genehmigtem Antrag entfallen Ablage und Durchsicht. Eine Frist nennt die Seite nicht. Sie führt ein Änderungsprotokoll, letzter Eintrag vom 03.10.2025.

  • Dokumentationerreichbar

    Microsoft Foundry, Model retirement schedule (externe Seite, learn.microsoft.com)

    learn.microsoft.comgeprüft 25.10.2026

    Microsofts Zeitplan, wann die Modelle in Foundry in den Ruhestand gehen, Stand der Seite 21.09.2026. Am 23.10.2026 führt er o4-mini als abgekündigt mit Ruhestand am 19.11.2026, GPT-4.1 und GPT-4.1-mini mit Ruhestand am 14.04.2027. Abgestimmte Fassungen laufen für Bestandskunden länger: bei o4-mini das Training frühestens bis 19.05.2027 und die Bereitstellung bis 19.11.2027, bei GPT-4.1-mini bis 14.04.2027 und 14.10.2027.

  • Dokumentationerreichbar

    Microsoft Foundry Models lifecycle and support policy (externe Seite, learn.microsoft.com)

    learn.microsoft.comgeprüft 25.10.2026

    Microsofts Erklärung der Lebensphasen eines Modells in Foundry, Stand der Seite 24.07.2026. Ein abgekündigtes Modell (Deprecated) bleibt für Bestandskunden nutzbar, neue Kunden erreichen es nicht mehr. Ob jemand Bestandskunde ist, entscheidet das einzelne Azure-Abonnement. Abgestimmte Modelle gehen in zwei Schritten in den Ruhestand, erst das Training, dann die Bereitstellung.

  • Dokumentationerreichbar

    OpenAI, Reinforcement fine-tuning use cases (externe Seite, developers.openai.com)

    developers.openai.comgeprüft 25.10.2026

    OpenAIs Sammlung von Kundenfällen zum Reinforcement Fine-Tuning, jeweils mit Aufgabe, Prompt, Bewertungscode und einem Wert vor und nach dem Training. Harvey steigerte beim Heraussuchen von Belegstellen den F1-Wert von 0,563 auf 0,6765, SafetyKit bei der Moderation von 86 auf 90 Prozent. Die Zahlen melden die Kunden, ihre Prüfdaten sind nicht veröffentlicht, und der Anbieter wirbt damit für ein Verfahren, das er inzwischen abwickelt.

  • Originalarbeiterreichbar

    DistilBERT, a distilled version of BERT: smaller, faster, cheaper and lighter (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Sanh und Mitautoren destillieren am 02.10.2019 das Sprachmodell BERT in ein kleineres und beziffern Größe, erhaltenes Können und Tempo: 66 gegen 110 Millionen Parameter, 410 gegen 668 Sekunden für einen Durchlauf, 97 Prozent der Punktzahl. Die 97 Prozent sind ein Mittel über neun GLUE-Aufgaben. Je Aufgabe reicht der Anteil von 86 bis 105 Prozent (Tabelle 1, eigene Rechnung). Der Schüler lernt an den weichen Zielwerten des Lehrers und wird aus dessen Schichten initialisiert. Gemessen ist der Median aus fünf Läufen auf den Entwicklungsdaten.

    Archivfassung (externe Seite, web.archive.org)

  • Originalarbeiterreichbar

    LoRA Learns Less and Forgets Less (externe Seite, arxiv.org)

    arxiv.orggeprüft 25.10.2026

    Biderman, Portes, Gonzalez Ortiz und neun Mitautoren (Columbia, Databricks) vergleichen LoRA mit vollem Training an Llama-2-7B, für Code und Mathematik. Hier die arXiv-Fassung v2 vom 20.09.2024, nach Kopf der Arbeit begutachtet und in Transactions on Machine Learning Research erschienen. Untersucht sind zwei Arten: Weitertrainieren auf rund 20 Milliarden Token Rohtext und Instruktionstraining auf rund 100.000 Frage-Antwort-Paaren. LoRA erreicht in den üblichen niedrigen Rängen weniger als volles Training und behält dafür mehr von dem, was das Modell außerhalb des Zielgebiets konnte. Beim Weitertrainieren schließt auch ein hoher Rang den Abstand nicht, beim Instruktionstraining können hohe Ränge gleichziehen.

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