Jede Sitzung von Claude Code beginnt mit einem leeren Kontextfenster. Was
Claude trotzdem über ein Projekt weiß, kommt aus Dateien, die Claude Code
beim Start liest. Die Gedächtnis-Doku (externe Seite, code.claude.com) nennt zwei
Wege dafür: CLAUDE.md-Dateien mit Anweisungen, die man selbst schreibt, und
das automatische Gedächtnis, in das Claude selbst Notizen schreibt.
Was in eine solche Datei gehört und warum sie eine Bitte bleibt, erklärt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03 im Pfad zum Vibe Coding. Welche Orte ein Agent überhaupt kennt und was das Verdichten mit ihnen macht, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05. Dieses Kapitel ordnet die Mechanik von Claude Code: welche Dateien es liest, in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt, und wie man nachsieht, was in einer Sitzung wirklich angekommen ist.
Wo Anweisungen liegen
Die meisten Nutzer bearbeiten nur CLAUDE.md und settings.json, schreibt
die Übersicht über den Ordner .claude (externe Seite, code.claude.com).
Eine CLAUDE.md kann an vier Stellen liegen, und jede reicht anders weit:
- verwaltet: eine Datei der Organisation in einem Systemordner, unter
macOS in
/Library/Application Support/ClaudeCode/, unter Linux in/etc/claude-code/; sie gilt für alle Nutzer auf dem Rechner. - Nutzer:
~/.claude/CLAUDE.md, für einen selbst in allen Projekten. - Projekt:
./CLAUDE.mdoder./.claude/CLAUDE.md, über Git für alle im Team. - lokal:
./CLAUDE.local.md, für einen selbst in diesem Projekt; die Datei gehört in die.gitignore.
Dazu kommen Regeln als einzelne Markdown-Dateien im Ordner .claude/rules/,
im Projekt oder in ~/.claude/rules/. Eine Regel kann im Kopf eine
Pfadangabe haben und gilt dann nur für passende Dateien. Seit Version 2.0.64
vom 10.12.2025 gibt es diesen Ordner (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Was die vier Stellen für die Arbeit im Team bedeuten und warum ein Zugang in
keine davon gehört, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
In welcher Reihenfolge Claude Code liest
Beim Start sucht Claude Code im Arbeitsordner und in jedem Ordner darüber
nach CLAUDE.md und CLAUDE.local.md. Wer in foo/bar/ startet, bekommt
also auch die Dateien aus foo/.
Alle gefundenen Dateien landen hintereinander im Kontext. Keine ersetzt eine
andere.
Die Reihenfolge folgt dem Ordnerbaum von oben nach unten:
- die verwaltete Datei der Organisation,
- die eigene
~/.claude/CLAUDE.md, - die Dateien der Ordner oberhalb des Arbeitsordners, der oberste zuerst,
- die Dateien des Arbeitsordners selbst.
Eine Anweisung des Projekts steht damit im Kontext hinter einer des Nutzers.
Innerhalb eines Ordners folgt CLAUDE.local.md auf CLAUDE.md. Die
persönlichen Notizen sind auf jeder Ebene also das Letzte, was Claude liest.
Bei den Regeln gilt dasselbe Muster: Die eigenen aus ~/.claude/rules/
kommen vor denen des Projekts. Keine der beiden überschreibt die andere.
Die Reihenfolge entscheidet also allein über die Stellung im Text. Die Anweisung, die dem Startordner am nächsten liegt, steht am weitesten hinten. Widersprechen sich zwei Dateien, nimmt Claude womöglich eine davon nach Belieben; was daraus folgt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation zu CLAUDE.md, Regeln und automatischem Gedächtnis, Stand 12.10.2026
Was erst später dazukommt
Aus den Unterordnern des Arbeitsordners lädt Claude Code beim Start keine
Anweisungen. Eine CLAUDE.md in einem Unterordner kommt erst dazu, wenn
Claude dort eine andere Datei liest, schreibt oder bearbeitet.
Als Lesen zählt auch ein cat oder head auf eine einzelne Datei. Regeln
mit Pfadangabe folgen demselben Weg. Sie laden, sobald Claude eine Datei
anfasst, die zu ihrem Muster passt.
Das ist jünger, als es klingt. Bis Version 2.1.288 vom 02.10.2026 lud allein
das Lesen solche Dateien. Seither laden sie auch beim Schreiben und
Bearbeiten.
Den Weg über einen Shell-Befehl wie cat oder head hat erst Version
2.1.293 vom 07.10.2026 nachgezogen.
Der späte Zeitpunkt hat zwei Seiten. Eine Anweisung für einen Unterordner belegt keinen Platz, solange dort niemand arbeitet. Sie steht aber auch erst im Fenster, wenn Claude die erste Datei dort angefasst hat. Beim Verdichten geht sie mit dem übrigen Gespräch in der Zusammenfassung auf (Doku zum Kontextfenster (externe Seite, code.claude.com)). Danach fehlt sie, bis Claude wieder eine passende Datei anfasst. Was das für Regeln bedeutet, die immer gelten müssen, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05.
Eine CLAUDE.md anlegen
Schon zum Start von Claude Code im Februar 2025 legte /init eine
Projektdatei an. Die
Doku vom 24.02.2025 (externe Seite, docs.anthropic.com) empfahl Neulingen,
sie so zu erzeugen und gleich ins Repository zu committen. Heute untersucht
der Befehl den Code und schreibt Befehle zum Bauen und Testen und die
erkannten Konventionen in die Datei.
Steht schon eine CLAUDE.md da, schlägt
er Verbesserungen vor, statt sie zu überschreiben.
Mit der Umgebungsvariable CLAUDE_CODE_NEW_INIT=1 läuft ein mehrstufiger
Ablauf. Er fragt zuerst, was eingerichtet werden soll: CLAUDE.md-Dateien,
Skills und Hooks.
Die Variable ändert nur, wie /init arbeitet, und darf dauerhaft gesetzt
bleiben.
Was die beiden Fassungen schreiben und was davon gemessen nützt, steht in
Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
AGENTS.md statt CLAUDE.md
Viele andere Agenten lesen eine Datei namens AGENTS.md. Seit Version
2.1.277 vom 18.09.2026 liest Claude Code sie ebenfalls, allerdings nur in
einem Projekt ohne CLAUDE.md (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Genauer: Liegt im Arbeitsordner oder darüber eine CLAUDE.md, eine
.claude/CLAUDE.md oder eine CLAUDE.local.md, bleibt die AGENTS.md
liegen. Die eigene ~/.claude/CLAUDE.md, die Datei der Organisation und die
Regeln zählen dabei nicht mit und laden neben der AGENTS.md.
Das hat eine Falle. Wer in einem solchen Projekt eine CLAUDE.local.md für
eigene Notizen anlegt, schaltet damit die AGENTS.md für sich ab.
Abhilfe schafft die Einstellung „Project instructions“ in /config. Mit dem
Wert claude-md-and-agents-md liest Claude Code beide Sorten. Die übrigen
Werte und die Fälle, in denen Claude Code die AGENTS.md gar nicht lesen
kann, stehen in der Vertiefung.
Was Claude sich selbst merkt
Seit Version 2.1.32 vom 05.02.2026 legt Claude beim Arbeiten selbst Notizen
an und ruft sie später wieder ab (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Die Doku nennt vier Sorten solcher Notizen. Jede hat im Kopf ihrer Datei
ein Feld type:
user: Rolle, Erfahrung und Arbeitsweise des Nutzers,feedback: Korrekturen und Vorgehen, die man bestätigt hat,project: laufende Arbeit, Fristen und Entscheidungen, die weder im Code noch in der Git-Historie stehen,reference: wo außerhalb des Projekts etwas zu finden ist, etwa ein Ticketsystem.
Was sich aus dem Code ablesen lässt oder schon in einer CLAUDE.md steht,
lässt Claude weg.
Es speichert auch nicht in jeder Sitzung etwas. Ob eine Sache bleibt, hängt
daran, ob sie in einem späteren Gespräch nützen würde.
Meldungen wie „Saved 2 memories“ im Terminal zeigen, dass Claude gerade
schreibt oder liest.
Die Notizen liegen außerhalb des Projekts unter
~/.claude/projects/<projekt>/memory/. Alle Worktrees und Unterordner
desselben Git-Repositorys teilen sich diesen Ordner.
Darin steht eine Indexdatei MEMORY.md mit einer Zeile je Notiz, daneben
je Notiz eine Themendatei. Beim Start lädt Claude Code die ersten 200 Zeilen oder
25 KB des Index, je nachdem, was zuerst erreicht ist.
Die Themendateien liest Claude erst, wenn es sie braucht.
Das Gedächtnis gilt nur auf dem Rechner, auf dem es entstand.
In lokalen Sitzungen ist es von Anfang an eingeschaltet.
Wer Claude ausdrücklich bittet, sich etwas zu merken, landet ebenfalls dort.
Soll eine Regel in die CLAUDE.md, bittet man Claude genau darum oder
bearbeitet die Datei selbst.
Nachsehen mit /memory und /context
/memory öffnet eine Liste der Orte, an denen Anweisungen liegen können:
CLAUDE.md, CLAUDE.local.md und die übrigen Dateien im Nutzer- und im
Projektbereich, auch solche, die es noch nicht gibt. Wer eine davon wählt,
öffnet sie im Editor; fehlt sie, legt Claude Code sie vorher an.
Im selben Menü schaltet man das automatische Gedächtnis ein und aus und
öffnet seinen Ordner (Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com)).
Welche Dateien in dieser Sitzung wirklich geladen sind, zeigt dagegen
/context unter „Memory files“.
Eine CLAUDE.md aus einem Unterordner steht dort nicht, weil sie erst später
kommt. Lädt Claude Code sie, erscheint im Terminal eine Zeile „Loaded“ mit
ihrem Pfad.
Wie die Dateien im Kontextfenster liegen und was sie dort belegen, erklärt
Kapitel 05.
Wann was passt
- Was in jeder Sitzung gelten soll: die
CLAUDE.mddes Projekts, kurz und im Repository. - Was nur einen Teil des Codes betrifft: eine Regel mit Pfadangabe unter
.claude/rules/oder eineCLAUDE.mdim Unterordner. - Eigene Vorlieben in allen Projekten:
~/.claude/CLAUDE.mdoder~/.claude/rules/. - Ein Ablauf, den man selten braucht: ein Skill, der erst lädt, wenn man ihn aufruft oder er zur Aufgabe passt.
- Was Claude aus Korrekturen lernen soll: das automatische Gedächtnis.
Alles davon ist Kontext. Claude behandelt die Dateien als Text, den es befolgen soll, ohne dass Claude Code sie durchsetzt. Was in keinem Fall passieren darf, gehört deshalb in eine Rechteregel oder einen Hook. Regeln erklärt Kapitel 16, Hooks Kapitel 18.
Die Vertiefung zeigt Importe, Regeln mit Pfadangabe, die Einstellungen für
AGENTS.md und für das Gedächtnis, was Subagents davon sehen und wie man in
einem großen Repository nur lädt, was die Aufgabe berührt.
Der Überblick hat die Orte und die Reihenfolge sortiert. Im Alltag haken Anweisungen an anderen Stellen:
- an einem Import, der still fehlt,
- an einer Regel, deren Muster nie passt,
- an einer
AGENTS.mdneben einer vergessenenCLAUDE.local.md, - an einem Index des Gedächtnisses, der über seine Grenze gewachsen ist.
Dieser Teil geht die Stellen der Reihe nach durch.
Andere Dateien einbinden
Seit Version 0.2.107 vom 09.05.2025 kann eine CLAUDE.md andere Dateien
einbinden (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Die Schreibweise ist @pfad/zur/datei an beliebiger Stelle im Text, etwa
@README oder @docs/git-instructions.md. Claude Code setzt die Datei an
diese Stelle ein, sobald es die CLAUDE.md lädt, die sie einbindet
(Gedächtnis-Doku (externe Seite, code.claude.com)).
Ein paar Regeln dazu stehen nur in der Doku:
- Ein relativer Pfad gilt ab der Datei, die den Import enthält. Der Ordner, in dem die Sitzung läuft, spielt dafür keine Rolle.
- Eingebundene Dateien dürfen selbst einbinden, höchstens vier Schritte tief.
- Ein Leerzeichen im Pfad braucht einen Backslash davor. Ein Pfad in Anführungszeichen wird gar nicht eingebunden.
- In Backticks und Codeblöcken bleibt ein
@pfadText. So nennt man eine Datei, ohne sie zu laden.
Zeigt ein Import aus einer Projektdatei auf einen Pfad außerhalb des
Arbeitsordners, fragt Claude Code beim ersten Mal in einem Dialog nach.
Wer ablehnt, lässt die Importe abgeschaltet, und der Dialog kommt nicht
wieder.
Der Dialog schützt vor Dateien, die andere ins Projekt committen. Importe aus
der eigenen ~/.claude/CLAUDE.md lädt Claude Code deshalb ohne Rückfrage,
außer in Cowork-Sitzungen auf dem Desktop.
Seit Version 2.1.6 vom 13.01.2026 nennt der Dialog, welche Dateien von wo
kommen.
Ein Import hilft beim Ordnen. Platz spart er keinen, denn die eingebundene
Datei lädt beim Start mit.
Nützlich ist er bei Worktrees. Eine CLAUDE.local.md, die in der
.gitignore steht, gibt es nur in dem Worktree, in dem man sie angelegt
hat.
Wer persönliche Anweisungen in allen Worktrees braucht, legt sie im eigenen
Benutzerordner ab und bindet sie mit @~/.claude/… ein. Wie Worktrees
sonst funktionieren, steht in Kapitel 21.
Regeln im Einzelnen
Der Ordner .claude/rules/ nimmt Markdown-Dateien auf, eine je Thema, etwa
testing.md oder api-design.md. Claude Code findet sie auch in
Unterordnern wie frontend/ oder backend/.
Eine Regel ohne Pfadangabe lädt beim Start, mit demselben Rang wie
.claude/CLAUDE.md.
Eine Regel mit Pfadangabe hat im Kopf das Feld paths mit Mustern wie
src/api/**/*.ts oder src/**/*.{ts,tsx} und lädt erst bei einer passenden
Datei. Dass Claude Code alle übrigen Felder im Kopf still übergeht und was
bei kaputtem YAML passiert, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
Drei Grenzen kamen im Juli 2026 dazu. Geschweifte Klammern vervielfachen
die Muster. Alle Muster einer Regel teilen sich deshalb ein Budget von 1.000
ausgeschriebenen Mustern und 4 MiB, Muster ohne Klammern zählen nicht mit.
Vor Version 2.1.217 vom 21.07.2026 konnte eine Regel mit vielen solchen
Klammern den Start abwürgen.
Ein Muster mit einer offenen eckigen Klammer passt auf keine Datei, die
übrigen Muster der Regel gelten weiter.
Vor Version 2.1.207 vom 11.07.2026 störte ein solches Muster nach der
Versionsliste (externe Seite, code.claude.com) das Lesen von Dateien.
Und wer Claude Code mit --setting-sources ohne project startet, bekommt
auch die Regeln des Projekts nicht, seit Version 2.1.211 auch die mit
Pfadangabe.
Regeln lassen sich per Symlink zwischen Projekten teilen. Zeigt der Link aus
dem Arbeitsordner hinaus, behandelt Claude Code ihn wie einen Import von
außen.
Die Regeln laden dann erst nach der Freigabe im Dialog, und auch dann nur
die ohne Pfadangabe.
Ohne Dialog geht es über ~/.claude/rules/, dann gelten sie für jedes
Projekt auf dem Rechner.
Einem Link auf einen Netzwerkpfad folgt Claude Code gar nicht, weil schon
das Nachsehen den genannten Rechner ansprechen kann.
Zusätzliche Ordner
Mit --add-dir bekommt Claude Zugriff auf Ordner außerhalb des
Arbeitsordners. Deren CLAUDE.md lädt Claude Code in der Grundeinstellung
nicht.
Seit Version 2.1.20 vom 27.01.2026 ändert das die Umgebungsvariable
CLAUDE_CODE_ADDITIONAL_DIRECTORIES_CLAUDE_MD=1.
Dann kommen aus dem zusätzlichen Ordner CLAUDE.md, .claude/CLAUDE.md,
die Regeln und CLAUDE.local.md mit. Für Ordner aus der Einstellung
additionalDirectories gilt die Variable nicht; die geben nur Zugriff auf
Dateien (Leitfaden für große Codebasen (externe Seite, code.claude.com)).
AGENTS.md im Einzelnen
Ohne CLAUDE.md im Arbeitsordner und darüber liest Claude Code beim Start
jede AGENTS.md und .claude/AGENTS.md dort.
Eine interaktive Sitzung meldet das mit einer Zeile im Gespräch, die den
Pfad nennt. Die AGENTS.md eines Unterordners kommt dazu, wenn Claude dort
eine Datei mit dem Werkzeug Read öffnet und der Unterordner keine eigene
CLAUDE.md hat.
Importe darin werden aufgelöst, und claudeMdExcludes gilt auch für sie.
Drei Namen, die andere Werkzeuge kennen, liest Claude Code nie:
AGENTS.local.md, AGENTS.override.md und alles unter einem Ordner
.agents/.
Welche Dateien gelten, regelt die Einstellung „Project instructions“ in
/config mit vier Werten:
| Wert | Was Claude liest |
|---|---|
claude-md-or-agents-md | die CLAUDE.md-Dateien, ohne sie die AGENTS.md (Grundeinstellung) |
claude-md-and-agents-md | beide, je Ordner zuerst CLAUDE.md, dann AGENTS.md |
claude-md | nur die CLAUDE.md-Dateien |
managed-only | beim Start nur die Datei der Organisation und das automatische Gedächtnis |
Bei managed-only laden die CLAUDE.md und die Regeln von Unterordnern
weiterhin bei Bedarf. Eine bereits eingebundene oder verlinkte AGENTS.md
liest Claude Code kein zweites Mal. Eine Änderung gilt ab der nächsten
Nachricht.
In einer Datei steht der Wert unter pluginConfigs, beim eingebauten Plugin
cc-plugin-agents-md@builtin, und zwar nur in der Nutzerdatei, einer Datei
für --settings oder in verwalteten Einstellungen. Aus einer Projekt- oder
lokalen Datei nimmt Claude Code ihn nicht, weil ein geklontes Repository solche Werte nicht
liefern darf (Referenz der Einstellungen (externe Seite, code.claude.com)).
Vor Version 2.1.285 hieß das Plugin agents-md@builtin; neuere Fassungen
lesen beide Namen.
In manchen Sitzungen fehlt die Einstellung ganz, und Claude liest nur
CLAUDE.md. Das gilt für Fassungen vor 2.1.277, wenn man das eingebaute
Plugin über /plugin abgeschaltet hat, und unter Umständen für die erste
Sitzung nach dem Update.
Bis Version 2.1.281 vom 23.09.2026 blieb die AGENTS.md außerdem bei
abgeschalteter Telemetrie liegen, ebenso hinter LLM-Gateways und bei drei
Cloud-Anbietern: Microsoft Foundry, Google Vertex AI und Amazon Bedrock.
Für alle diese Fälle bleibt eine CLAUDE.md mit der Zeile @AGENTS.md.
Eine AGENTS.md, die Claude Code über die Einstellung liest, verhält sich an
drei Stellen anders als eine CLAUDE.md. Der Hook InstructionsLoaded
meldet sie nur, wenn eine CLAUDE.md sie einbindet oder auf sie verlinkt.
Aus Ordnern von --add-dir lädt sie auch mit der Umgebungsvariable nicht.
Und ein Import von außen lädt ohne Dialog, wenn man solche Importe im
Projekt schon einmal freigegeben hat, sonst gar nicht.
Wer früher mit einem Hook am Sitzungsstart die AGENTS.md ausgegeben hat,
nimmt ihn heraus. Sonst steht sie zweimal im Kontext.
Schwächer ist ein Satz in der CLAUDE.md, der Claude bittet, die
AGENTS.md zu lesen. Claude sieht sie dann nur, wenn es die Datei von sich
aus öffnet.
Was die Einbindung über @AGENTS.md und der Symlink leisten, steht in
Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
Was eine Organisation vorgibt
Eine Organisation verteilt ihre CLAUDE.md über einen Systemordner, unter
Windows C:\Program Files\ClaudeCode\CLAUDE.md, mit Werkzeugen wie MDM,
Group Policy oder Ansible. Mit claudeMdExcludes kann kein Nutzer diese Datei ausschließen.
Schaltet jemand das Laden der CLAUDE.md für eine Sitzung ganz ab, fehlt
dort auch die Datei der Organisation.
Statt einer Datei geht auch der Schlüssel claudeMd in den verwalteten
Einstellungen, mit dem Text der Anweisungen als Wert.
In einer Nutzer-, Projekt- oder lokalen Datei bleibt der Schlüssel ohne
Wirkung.
Kommt er über die serververwalteten Einstellungen, verlangt er seit Version
2.1.260 vom 03.09.2026 keine Freigabe im Sicherheitsdialog mehr.
Was eine Organisation besser als Einstellung durchsetzt, steht in
Kapitel 15.
Umgekehrt kann jeder einzelne Dateien überspringen. claudeMdExcludes nimmt
Glob-Muster, die gegen den absoluten Pfad geprüft werden, und gilt in jeder
Einstellungsdatei.
Die Listen aller Ebenen werden zusammengeführt.
Ein Muster wie **/packages/web/** in .claude/settings.local.json lässt
alle CLAUDE.md und Regeln dieses Pakets weg, nur für einen selbst.
Das Gedächtnis schalten und verlegen
Den Schalter für das automatische Gedächtnis gibt es in /memory. Er
schreibt den Schlüssel autoMemoryEnabled in die eigene
~/.claude/settings.json.
Für ein einzelnes Projekt setzt man "autoMemoryEnabled": false in dessen
Einstellungen, für eine Sitzung die Umgebungsvariable
CLAUDE_CODE_DISABLE_AUTO_MEMORY=1. Die Variable geht dem Schlüssel in
beiden Richtungen vor (Referenz der Einstellungen (externe Seite, code.claude.com)).
Auch --bare und der Start mit --safe-mode schalten es ab.
Zwei Ausnahmen gelten beim Einschalten. Die erste betrifft Sitzungen im Hintergrund und Sitzungen, die Claude Code selbst gestartet hat, etwa über das Bash-Werkzeug. Dort lässt sich das Gedächtnis seit Version 2.1.285 vom 29.09.2026 nur noch abschalten. Die zweite: In einer selbst betriebenen Umgebung ist es außerhalb von Claude Tag zunächst aus.
Mit autoMemoryDirectory liegt das Gedächtnis in einem anderen Ordner. Den
Schlüssel gibt es seit Version 2.1.74 vom 12.03.2026.
Der Wert ist ein absoluter Pfad oder beginnt mit ~/.
Aus einer Projektdatei wirkt er erst, wenn man dem Ordner vertraut hat, so
wie Hooks.
Alte Gesprächsverläufe löscht Claude Code nach cleanupPeriodDays, in der
Grundeinstellung nach 30 Tagen.
Die Notizen nimmt es davon aus.
MEMORY.md
und die Themendateien bleiben, bis man selbst oder Claude sie ändert oder
löscht.
claude purge mit einem Projektpfad löscht sie zusammen mit den
Gesprächsverläufen, nach einer Rückfrage
(Übersicht über den Ordner .claude (externe Seite, code.claude.com)).
Wer in der Erweiterung für VS Code arbeitet, findet Schalter und Notizen seit
Version 2.1.274 im Menü „Customize“.
Wie groß die Dateien werden dürfen
Für den Index MEMORY.md gelten 200 Zeilen oder 25 KB. Die Grenze in KB kam
mit Version 2.1.83 vom 25.03.2026 dazu.
Seit Version 2.1.186 erinnert Claude Code den Agenten ans Kürzen, wenn der
Index sich der Grenze nähert.
Seit Version 2.1.210 vom 14.07.2026 bekommt Claude eine Fehlermeldung, wenn
ein Schreiben den Index über die Grenze bringt.
Das Schreiben selbst gelingt trotzdem.
Wie leise das Abschneiden beim Laden bleibt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05.
Für eine CLAUDE.md, die beim Start lädt, gibt es eine Empfehlung und eine
harte Grenze. Bis 4 MiB lädt Claude Code die Datei ganz, eine größere
überspringt es.
Eine CLAUDE.md in einem Unterordner und eine Regel mit Pfadangabe haben eine
eigene, kleinere Grenze. Ist die Datei größer, bekommt Claude nur ihren
Anfang.
Ist eine Datei länger als empfohlen, warnt Claude Code beim Start und in
/status.
Seit Version 2.1.169 hängt die Schwelle für diese Warnung am Kontextfenster
des Modells.
Seit Version 2.1.281 zählt Claude Code außerdem alle Dateien zusammen, jede
CLAUDE.md, jede Regel und jeden Import einzeln.
So fallen auch viele mittelgroße Dateien auf, die einzeln unter der Schwelle
liegen. Was beim Kürzen hilft, /doctor und die Prüfung
/doctor prompt-audit, beschreibt Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03.
Was Subagents davon sehen
Ein Subagent bekommt in der Grundeinstellung alle CLAUDE.md-Ebenen, die auch
das Hauptgespräch lädt, samt Regeln und einer gelesenen AGENTS.md.
Die
eingebauten Subagents Explore und Plan starten ohne sie, damit die Suche
schnell und billig bleibt (Doku zu Subagents (externe Seite, code.claude.com)).
Die CLAUDE.md eines Unterverzeichnisses und passende pfadgebundene Regeln
laden sie trotzdem, sobald sie dort Dateien anfassen.
Seit Version 2.1.271 vom 14.09.2026 kann ein eigener Subagent das ebenso: Mit
omitClaudeMd: true im Kopf seiner Datei startet er ohne die Dateien von
Nutzer, Projekt und lokaler Ebene.
Die Datei der Organisation lädt er weiter, außer er ist selbst über
verwaltete Einstellungen verteilt.
Gedacht ist das für Subagents, die alles Nötige aus dem Auftrag bekommen.
Läuft der Subagent als Hauptsitzung über --agent, gilt das Feld nicht.
Das automatische Gedächtnis des Hauptgesprächs bekommt kein Subagent.
Die Ausnahme ist ein Fork, der das ganze Gespräch samt Systemanweisung erbt.
Ein eigenes Gedächtnis mit dem Feld memory liegt in einem eigenen Ordner;
wie es funktioniert, steht in Kapitel 20.
Große Repositorys und Monorepos
Der
Leitfaden für Monorepos und große Codebasen (externe Seite, code.claude.com)
beginnt mit der Frage, wo man startet. Der Startordner bestimmt, welche
Dateien Claude ohne weitere Freigabe bearbeiten darf, welche CLAUDE.md
beim Start laden und welche Projekteinstellungen gelten.
An der Wurzel lädt nur die oberste CLAUDE.md, die der Pakete folgen bei
Bedarf. In einem Paket laden dessen Datei und die aller Ordner darüber. Eine
.claude/settings.json erbt dagegen nichts von oben.
Für Anweisungen an einen Teil des Baums gibt es zwei Wege, die sich darin unterscheiden, wo die Datei liegt und wann sie lädt.
CLAUDE.md im Unterordner | Regel mit Pfadangabe | |
|---|---|---|
| liegt | beim Code, im Ordner selbst | zentral in .claude/rules/ an der Wurzel |
| lädt | beim Start aus diesem Ordner oder bei Bedarf | bei einer Datei, die zum Muster passt |
| passt, wenn | jedes Team seine Regeln selbst pflegt | alles an einer Stelle stehen soll oder eine Regel viele verstreute Pfade betrifft |
Pakete anderer Teams lässt claudeMdExcludes weg. Die Liste gilt dauerhaft
und taugt nicht als Schalter je Aufgabe. Wer heute in einem Paket arbeitet und
morgen in einem anderen, startet die Sitzung im jeweiligen Paket.
Für die Pflege nennt der Leitfaden drei Gewohnheiten:
- Änderungen an einer
CLAUDE.mdim Pull Request prüfen wie jede Doku, - die Dateien nach einem neuen Modell durchsehen,
- einen Hook am Ende jeder Antwort Vorschläge für die Datei schreiben lassen, solange die Lücke frisch ist.
Wächst die Zahl der Dateien über das hinaus, was ein Team noch pflegt, rät er, Konventionen in Skills, Plugins oder einen MCP-Server zu verlegen, die erst bei Bedarf laden. Skills je Paket erklärt Kapitel 17. Wie man sich in einen unbekannten Teil eines großen Baums einarbeitet, zeigt Kapitel 09.
Wenn eine Anweisung nicht ankommt
Für die Suche nennt die Doku diese Schritte:
/contextöffnen und unter „Memory files“ nachsehen. Fehlt die Datei dort, sieht Claude sie nicht.- Eine Datei im Unterordner prüfen: Sie im Terminal anlegen und Claude dann eine Datei in diesem Ordner lesen lassen. Lädt sie, steht im Terminal die Zeile „Loaded“.
- Widersprüche suchen zwischen den Dateien, auch zwischen Regeln des Nutzers und des Projekts.
- Eingebaute Anweisungen abschalten, wo sie mit den eigenen konkurrieren.
Wer in der
CLAUDE.mdRegeln für Commits und Pull Requests setzt, schaltet die eingebauten mitincludeGitInstructionsab. - Bei einer
AGENTS.mdnach einerCLAUDE.mdoderCLAUDE.local.mdim Pfad suchen, die Version prüfen und in/confignachsehen, ob „Project instructions“ aufclaude-mdodermanaged-onlysteht. Vor Version 2.1.280 zeigten/memoryund/contexteine direkt geleseneAGENTS.mdnicht an.
Wer wissen will, wann und warum eine Datei geladen wurde, kann seit Version
2.1.69 den Hook InstructionsLoaded mitschreiben lassen.
Wie man einen Hook einrichtet, zeigt Kapitel 18. Und
wer prüfen will, ob ein Fehler überhaupt an den eigenen Anweisungen hängt,
startet mit --safe-mode; das steht in Kapitel 15.
Zwei Wendepunkte prägen dieses Kapitel. Mit dem Start im Februar 2025 kam die
CLAUDE.md, die Claude Code auf Wunsch selbst anlegt. Ein Jahr später, im
Februar 2026, begann Claude, sich selbst Notizen zu schreiben. Dazwischen und
danach liegen viele kleine Schritte, die vor allem regeln, wann eine Datei
lädt und wer sie liefern darf.
Wie Anweisungen und Gedächtnis gewachsen sind
Versionen mit Datum stammen aus der Versionsliste (externe Seite, code.claude.com). Für 0.2.54 gilt das Datum der Veröffentlichung bei npm, weil die Versionsliste die Fassungen jener Wochen nur gesammelt datiert. Den Start belegt die Doku vom 24.02.2025 (externe Seite, docs.anthropic.com) im Archiv.
| Datum und Fassung | Was dazukam |
|---|---|
| 24.02.2025, Start | /init legt eine CLAUDE.md an |
| 25.03.2025, 0.2.54 | Schnellnotiz: eine Eingabe mit # am Anfang geht ins Gedächtnis |
| 09.05.2025, 0.2.107 | Importe mit @pfad |
| 27.08.2025, 1.0.94 | /memory bearbeitet auch eingebundene Dateien |
| 10.12.2025, 2.0.64 | Ordner .claude/rules/ |
| 15.12.2025, 2.0.70 | Schnellnotiz mit # entfernt |
| 27.01.2026, 2.1.20 | CLAUDE.md aus Ordnern von --add-dir, mit Umgebungsvariable |
| 05.02.2026, 2.1.32 | automatisches Gedächtnis |
| 06.02.2026, 2.1.33 | eigenes Gedächtnis für Subagents über das Feld memory |
| 26.02.2026, 2.1.59 | automatisches Gedächtnis über /memory verwalten |
| 28.02.2026, 2.1.63 | Gedächtnis für alle Worktrees eines Repositorys gemeinsam |
| 05.03.2026, 2.1.69 | Hook InstructionsLoaded meldet geladene Dateien |
| 10.03.2026, 2.1.72 | HTML-Kommentare einer CLAUDE.md für Claude unsichtbar |
| 13.03.2026, 2.1.75 | Notizen mit dem Zeitpunkt ihrer letzten Änderung |
| 25.03.2026, 2.1.83 | Index des Gedächtnisses auch auf 25 KB begrenzt |
| 18.07.2026, 2.1.214 | Feld modified im Kopf einer Notiz |
| 14.09.2026, 2.1.271 | omitClaudeMd für eigene Subagents |
| 18.09.2026, 2.1.277 | AGENTS.md wird gelesen, wenn keine CLAUDE.md da ist |
| 25.09.2026, 2.1.283 | /doctor prompt-audit sucht Überholtes und Widersprüche |
| 02.10.2026, 2.1.288 | Unterordner und Regeln laden auch beim Schreiben und Bearbeiten |
Die Tabelle zeigt eine Richtung. Bis Januar 2026 kamen Wege dazu, Anweisungen zu verteilen: Importe, Regeln, Ordner von außen. Seit Februar 2026 kommen vor allem Grenzen dazu. Sie regeln, wie groß ein Index werden darf, welche Datei ein Subagent bekommt, wann eine Regel lädt und wer einen Ordner bestimmen darf. Die Gedächtnis-Doku nennt am 12.10.2026 vierzehn verschiedene Fassungen, ab denen etwas gilt, alle aus der Zeit von Juli bis September 2026.
Die Schnellnotiz und ihr Ende
Mit Version 0.2.54 kam ein Kürzel: Wer eine Eingabe mit # begann, schrieb
sie als Merksatz ins Gedächtnis.
Gemeint war eine der CLAUDE.md-Dateien; der Hinweis bei der Entfernung
verweist genau dorthin. Das Kürzel hatte eine Nebenwirkung, die Version
0.2.66 im April 2025 beheben musste: Beim Einfügen
von Text sprang die Eingabe ungewollt in diesen Modus.
Version 2.0.70 vom 15.12.2025 nahm das Kürzel heraus. Wer eine Notiz in der
CLAUDE.md will, bittet seither Claude, die Datei zu ergänzen.
Gut sieben Wochen später kam das automatische Gedächtnis, und seitdem führt
eine Bitte zwei Wege. Wer Claude bittet, sich etwas zu merken, landet in den
Notizen unter ~/.claude/projects/. Wer ausdrücklich die CLAUDE.md nennt,
landet in einer CLAUDE.md.
Der Unterschied ist erheblich: Die Notiz bleibt auf dem eigenen Rechner, die
CLAUDE.md des Projekts geht mit dem nächsten Commit an alle im Team.
Was Claude von einer Datei sieht
Claude Code reicht eine Datei mit Anweisungen nicht Zeichen für Zeichen weiter. Drei Stellen fallen vorher heraus oder werden entschärft:
- HTML-Kommentare, die in einer
CLAUDE.mdals eigener Block stehen, nimmt Claude Code seit Version 2.1.72 vom 10.03.2026 heraus, bevor der Text in den Kontext geht. In einem Codeblock bleiben sie stehen. Liest Claude die Datei selbst mit dem Werkzeug Read, sieht es sie ebenfalls. - Den Kopf einer Regel mit dem Feld
pathsentfernt Claude Code vor dem Laden. Im Kontext steht nur der Text darunter. - Unsichtbare Zeichen und Auszeichnungen im Index und in den Notizen des Gedächtnisses entschärft Claude Code seit Version 2.1.284. Gemeint sind solche, die der eigenen Auszeichnung von Claude Code ähneln.
Der dritte Punkt hängt an der Mechanik. Die Notizen schreibt Claude, sie liegen aber als gewöhnliche Dateien auf der Platte, und der Index lädt in jede Sitzung. Text im Index, der wie eine Auszeichnung des Programms aussieht, erreicht so jede künftige Sitzung des Projekts.
Wenn ein Repository Anweisungen mitbringt
Eine CLAUDE.md im Repository stammt von denen, die dort committen. Mit
einem fremden Repository kommen also fremde Anweisungen ins Fenster. Claude
Code hält dagegen an den Stellen, an denen eine Datei über das Projekt
hinausgreift:
- Importe von außen brauchen eine Freigabe im Dialog. Der Dialog soll laut Doku vor Dateien schützen, die andere in ein geteiltes Projekt committen.
- Regeln per Symlink von außen laufen über denselben Dialog. Bis Version 2.1.284 fielen sie still weg, ohne dass der Dialog erschien.
- Ein Ordner für das Gedächtnis aus einer Projektdatei wirkt erst nach dem Vertrauen in den Ordner. Ist das Lesen außerhalb der Arbeitsordner gesperrt, lädt und speichert Claude Code dort gar nichts.
- Die Auswahl zwischen CLAUDE.md und AGENTS.md nimmt Claude Code aus keiner Projektdatei, siehe die Vertiefung.
Diese Stellen greifen, wo eine Datei über das Projekt hinausreicht. Den Text
einer CLAUDE.md im Repository liest Claude wie jede andere Anweisung.
Für Code Review am Pull Request gilt eine eigene Regel: Seit Version 2.1.292 liest der Review die Fassung der
CLAUDE.md aus dem Basisbranch, wenn der Pull Request die Datei ändert.
Mehr dazu in Kapitel 25. Welche Rechte ein fremdes
Repository bekommt, steht in Kapitel 16.
Was Codex anders löst
Codex von OpenAI liest ebenfalls AGENTS.md, baut daraus aber eine Kette, die
beim Start einmal entsteht
(Codex-Doku zu AGENTS.md (externe Seite, learn.chatgpt.com)).
Es geht von der Wurzel des Projekts bis zum Arbeitsordner und nimmt je Ordner
höchstens eine Datei.
Unterhalb des Arbeitsordners sucht Codex nicht weiter.
Claude Code holt die Datei eines Unterordners dagegen nach, sobald Claude
dort arbeitet. Die Reihenfolge ist bei beiden gleich: Die nähere Datei steht
weiter hinten.
Drei Unterschiede sind praktisch wichtig:
- Die Größe: Codex hört bei zusammen 32 KiB auf, weitere Dateien anzuhängen. Claude Code lädt jede Datei, die beim Start lädt, bis 4 MiB ganz und warnt, wenn alle zusammen eine Grenze überschreiten. Bei Codex fehlt danach jede weitere Datei, bei Claude Code steht eine Warnung.
- Die Ausnahme je Ordner: Eine
AGENTS.override.mdersetzt bei Codex die gewöhnliche Datei im selben Ordner. Claude Code liest sie nie. Ein Repository, das Overrides für Codex pflegt, gibt Claude in diesem Ordner also andere Anweisungen. - Andere Dateinamen: Codex nimmt über eine Liste in der Konfiguration
auch Dateien wie
TEAM_GUIDE.mdals Anweisungen. Bei Claude Code geht das über einen Import.
Beim Gedächtnis gehen beide weiter auseinander. Die lokalen Erinnerungen von
Codex sind in der Grundeinstellung aus
(Codex-Doku zu Erinnerungen (externe Seite, learn.chatgpt.com)).
Eingeschaltet, schreibt Codex sie im Hintergrund, erst wenn ein Gespräch
eine Weile ruht.
Die Dateien unter ~/.codex/memories/ gelten als erzeugter Zustand.
Änderungen von Hand soll man nicht zum wichtigsten Weg machen, das Gedächtnis
zu steuern.
Claude Code schaltet sein Gedächtnis lokal von Anfang an ein. Es schreibt
während der Sitzung und legt die Notizen als Markdown ab, das man lesen und
ändern kann. Dafür lässt Codex je Gespräch mit /memories wählen, ob es
vorhandene Erinnerungen nutzt und ob es selbst zu einer wird.
Claude Code kennt den Schalter je Nutzer, Projekt und Sitzung.
In einem Punkt sagen beide Anbieter dasselbe. Regeln, die immer gelten müssen, gehören in die Projektanweisung. Das Gedächtnis ist eine Hilfe beim Erinnern. Bei Claude Code heißt es entsprechend, beide Sorten seien Kontext, den Claude Code nicht durchsetzt.
Was offen ist
Die Versionsliste meldet das automatische Gedächtnis zweimal, mit 2.1.32 und mit 2.1.59. Ob es dazwischen nur einem Teil der Nutzer offenstand, sagt sie nicht.
Wann /memory kam, ist offen. In der Befehlsliste der Doku vom Februar 2025
fehlt der Befehl. Die Versionsliste nennt ihn zuerst mit 1.0.94 im August
2025, und zwar als Erweiterung eines Befehls, den es schon gab.
Wie stark das automatische Gedächtnis die Arbeit verbessert, misst die Doku nicht. Sie beschreibt, was Claude speichert und was es weglässt, und nennt dazu keine Zahl. Für die Projektanweisung gibt es eine fremde Messung, die Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 03 einordnet.
Für die erste Sitzung nach einem Update von 2.1.276 oder älter sagt die
Gedächtnis-Doku nur, dass Claude die AGENTS.md in manchen Fällen erst ab der
nächsten Sitzung liest.
Sie verweist dafür auf die
Doku zu den Umgebungsvariablen (externe Seite, code.claude.com). Dort
steht der allgemeine Fall: Eine Funktion, die Claude Code über einen Schalter
von Anthropic einschaltet, kann in der ersten Sitzung nach einem Update
fehlen. Claude Code holt die Schalter in dieser Sitzung und speichert sie auf
dem Rechner.
Ob die AGENTS.md zu diesen Funktionen gehört, sagt keine der beiden
Seiten.
Quellen
12 Einträge, davon 1 Schlüsselarbeitalle erreichbar
Erreichbarkeit automatisch geprüft
SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar
Anthropic, How Claude remembers your project (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zur Projektanweisung und ihren Geltungsbereichen. Sie ist die Quelle für den Satz, auf dem dieses Kapitel steht: Die Datei ist Kontext, keine durchgesetzte Konfiguration, wer etwas verbindlich verhindern will, braucht einen Hook. Dazu die Ladereihenfolge über vier Ebenen, die Größenempfehlung von 200 Zeilen und die Auskunft, dass Claude Code seit Version 2.1.277 auch AGENTS.md selbst liest, standardmäßig aber nur, wenn keine CLAUDE.md im Projekt liegt. Sie belegt außerdem, dass die Datei beim ersten Mal vom Werkzeug erzeugt wird, und beschreibt daneben das zweite Gedächtnis: Notizen, die der Agent sich selbst anlegt, je Repository unter einem eigenen Verzeichnis, maschinenlokal, und beim Start geladen bis zur Grenze von 200 Zeilen oder 25 Kilobyte.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Explore the .claude directory (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Übersicht, wo Claude Code CLAUDE.md, settings.json, Hooks, Skills, Befehle, Subagents, Workflows, Regeln und das automatische Gedächtnis liest, im Projektordner .claude und in ~/.claude, dazu das Scratchpad: der Ordner je Sitzung für Zwischenstände, wo er liegt, wann er verschwindet und wann es ihn gibt.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Commands (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerreferenz aller Befehle in Claude Code, eingebaute Befehle wie mitgelieferte Skills. Sie erklärt, dass ein Befehl nur am Anfang einer Nachricht erkannt wird, der Rest als Argument gilt, und dass Befehle während einer laufenden Antwort in die Warteschlange kommen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Explore the context window (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerseite zum Kontextfenster, aufgebaut als begehbare Simulation einer Sitzung. Sie belegt, dass das Verdichten das Gespräch durch eine strukturierte Zusammenfassung ersetzt (Ereignis „/compact“ der Simulation). Ebenfalls von dort die Ausnahme, dass die Liste der verfügbaren Skills als einziger Teil des Startinhalts nach dem Verdichten nicht erneut eingesetzt wird; erhalten bleiben nur die tatsächlich aufgerufenen. Sie belegt außerdem, dass die Startfüllung ohne Zutun geschieht: CLAUDE.md, automatisches Gedächtnis, die Namen der MCP-Werkzeuge und die Beschreibungen der Skills laden in den Kontext, bevor man etwas tippt. Die Umgebungsangaben stehen in der begehbaren Simulation als eigener Posten „Environment info“ mit 280 Token und der Kennzeichnung auto: Arbeitsordner, Plattform, Shell, Version des Betriebssystems und ob ein Git-Repository vorliegt; Branch, Status und letzte Commits laden als eigener Block. Nach dem Verdichten liest das Werkzeug diesen Block frisch, dazu bis zu fünf zuletzt geänderte Dateien der Sitzung (Tabelle „What survives compaction“, Stand 09.10.2026). Dieser Text liegt in den Daten der Simulation und wird erst beim Anklicken des Punktes sichtbar, deshalb ist er nicht als Zitat hinterlegt.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code overview (Stand 24.02.2025) (externe Seite, docs.anthropic.com)
docs.anthropic.comgeprüft 25.10.2026
Die Übersichtsseite der Dokumentation zu Claude Code am Tag der Vorstellung, 24.02.2025, im Archivabbild. Sie führt das Werkzeug als Beta und Forschungsvorschau, installiert über npm mit Node.js 18 als Voraussetzung, und nennt claude-3-7-sonnet-20250219 als Standardmodell.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, Settings reference (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Referenz aller Einstellungen von Claude Code. Der Eintrag includeGitInstructions beschreibt den Git-Kontext, den das Werkzeug von sich aus mitgibt: eingebaute Anweisungen für Commits und Pull Requests sowie einen Schnappschuss mit Branch, Hauptzweig, Status und jüngsten Commits, gelesen beim Start eines Gesprächs. Der Schalter nimmt beides heraus, in Cloud-Sitzungen fehlt der Schnappschuss immer. Abgerufen am 09.10.2026.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Set up Claude Code in a monorepo or large codebase (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Leitfaden für Monorepos und große Codebasen: verschachtelte CLAUDE.md-Dateien, Regeln mit Pfadangabe, Sparse Worktrees, Code-Intelligenz und Skills je Paket, damit Claude nur lädt, was die Aufgabe berührt. Zu jedem Abschnitt steht, ob die Einstellung nur auf dem eigenen Rechner gilt oder im Repository liegt.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Create custom subagents (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu Subagenten. Sie beantwortet die Frage, wozu man sie nimmt, über den Kontext statt über die Arbeitsteilung: Eine Nebenaufgabe, deren Suchtreffer, Protokolle und Dateiinhalte niemand wieder braucht, läuft in einem eigenen Fenster und gibt nur die Zusammenfassung zurück. Dazu die Kanten, die man beim Bauen trifft: eigene Tool-Liste und eigene Berechtigungen, eine Anlaufzeit, weil ein Subagent bei null anfängt, und die Beobachtung, dass viele ausführliche Rückgaben denselben Platz kosten, den man sparen wollte.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Environment variables (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Referenz der Umgebungsvariablen, mit denen sich das Verhalten von Claude Code steuern lässt.
Dokumentationerreichbar
Custom instructions with AGENTS.md (externe Seite, learn.chatgpt.com)
learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026
OpenAIs Anleitung, wie Codex seine Projektanweisungen findet: eine persönliche Datei im Codex-Verzeichnis unter ~/.codex, danach je Ordner von der Wurzel des Repositorys bis zum Arbeitsverzeichnis höchstens eine Datei, wobei AGENTS.override.md die gewöhnliche Datei im selben Ordner ersetzt. Die Dateien werden aneinandergehängt, bis zusammen 32 KiB erreicht sind.
Dokumentationerreichbar
OpenAI, Memories (ChatGPT und Codex) (externe Seite, learn.chatgpt.com)
learn.chatgpt.comgeprüft 25.10.2026
OpenAIs Seite zu den Erinnerungen von ChatGPT und Codex. Die lokalen Erinnerungen von Codex sind in der Grundeinstellung aus, entstehen im Hintergrund, sobald ein Gespräch eine Weile ruht, und liegen unter ~/.codex/memories/ als erzeugter Zustand. Mit /memories legt man je Gespräch fest, ob es vorhandene Erinnerungen nutzt und selbst zu einer wird. Regeln, die immer gelten müssen, gehören laut Seite in die AGENTS.md.