Jede Sitzung von Claude Code beginnt mit einem frischen Kontextfenster (Gedächtnis-Doku (externe Seite, code.claude.com)). Was die nächste Sitzung wissen soll, muss deshalb irgendwo stehen: im gespeicherten Gespräch, in einer Zusammenfassung, in einer Datei oder in einer Nachricht. Jeder dieser Orte nimmt etwas anderes mit und erreicht einen anderen Empfänger. Dieses Kapitel ordnet sie nach drei Fragen: Was geht mit, was bleibt zurück, und für wen ist es?
Was beim Weitermachen erhalten bleibt
- Fortsetzen mit
--continue,--resumeoder als Zweig. Mit: das ganze Gespräch. Zurück: einige Startoptionen. Für: alle, die auf demselben Rechner weiterarbeiten. - Verdichten. Mit: eine Zusammenfassung. Zurück: der Wortlaut des Verlaufs. Für: dieselbe Sitzung.
CLAUDE.mdund automatisches Gedächtnis. Mit: was dort steht. Zurück: alles Übrige. Für: jede neue Sitzung, das Gedächtnis nur auf diesem Rechner.- Eine Übergabedatei im Repository. Mit: was jemand hineinschreibt. Zurück: der Verlauf. Für: alle, die das Repository haben.
- Eine Nachricht an eine andere Sitzung. Mit: ein Text. Zurück: Verlauf und Dateien. Für: eine eigene Sitzung, die gerade läuft.
/team-onboarding. Mit: ein Leitfaden aus 30 Tagen Nutzung. Zurück: die Gespräche selbst. Für: Menschen im Team.
Die ersten beiden Wege beschreibt Kapitel 05. Ein gespeichertes Gespräch gehört dort zu einem Projektordner (Doku zu Sitzungen (externe Seite, code.claude.com)), und wer es fortsetzt, bekommt den ganzen Verlauf zurück. Ein Zweig kopiert das Gespräch bis zur aktuellen Stelle. Beim Verdichten bleibt eine Zusammenfassung, und was sie weglässt, ist für Claude weg.
Wer zwischen Terminal, Desktop-App und Cloud wechselt, nimmt je nach Richtung die Sitzung, eine Kopie oder nur eine Zusammenfassung mit. Die Tabelle dazu steht in Kapitel 30.
eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation zu Sitzungen, Gedächtnis und Nachrichten zwischen Sitzungen, Stand 12.10.2026
Dauerhafte Orte
Zwei Orte lädt Claude Code zu Beginn jeder Sitzung: die Projektanweisungen in
CLAUDE.md und das automatische Gedächtnis, in das Claude selbst schreibt
(Gedächtnis-Doku (externe Seite, code.claude.com)). Beides liegt
ab der ersten Nachricht im Kontext, vom Gedächtnis allerdings nur die ersten
200 Zeilen oder 25 KB der Indexdatei MEMORY.md.
Die beiden reisen unterschiedlich weit. Eine
CLAUDE.md im Projektordner ist laut Doku für das ganze Team gedacht und
erreicht über die Versionsverwaltung jeden, der das Repository klont. Das
automatische Gedächtnis bleibt auf dem Rechner, auf dem es entstand
(Gedächtnis-Doku (externe Seite, code.claude.com)). Andere Rechner und Cloud-Umgebungen sehen
es nicht.
Wann Claude Code diese Dateien liest und was Claude sich selbst notiert, erklärt Kapitel 14. Was hineingehört und wer sie füllt, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05.
Eine Übergabe als Datei
Für alles, was nur bis zum Ende einer Aufgabe gilt, passt eine eigene Datei besser. Die Empfehlungen des Herstellers (externe Seite, code.claude.com) beschreiben das Muster am Beispiel einer Spezifikation: Claude befragt einen zuerst zur geplanten Funktion und schreibt das Ergebnis in eine Datei. Danach beginnt eine frische Sitzung mit der Umsetzung. Sie hat einen leeren Kontext für die Arbeit und die Datei zum Nachlesen.
Dasselbe Muster hilft am Ende eines Arbeitstags. Claude schreibt den Stand in eine Datei, und die nächste Sitzung liest sie als Erstes. Was hineingehört, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05: das Ziel, das Entschiedene, das Verworfene mit Grund und der nächste Schritt. Liegt die Datei im Repository, kommt sie mit dem nächsten Push zu allen, die damit arbeiten, auch in eine Sitzung in der Cloud. Die klont in der Regel den Stand auf GitHub, also muss vorher gepusht werden (Doku zu Cloud-Sitzungen (externe Seite, code.claude.com)).
Nachrichten zwischen Sitzungen
Seit Version 2.1.224 vom 07.08.2026 schicken Sitzungen einander Nachrichten, auf macOS und Linux, auch unter WSL 2. Die Funktion ist ab dieser Version ohne weitere Einstellung an (Doku zu Nachrichten zwischen Sitzungen (externe Seite, code.claude.com)). Für Windows nennt die Doku Version 2.1.234. Der Changelog meldet Windows erst mit 2.1.239, mehr dazu auf der dritten Ebene. Wer über Amazon Bedrock, Claude Platform on AWS, die Agent Platform von Google Cloud oder Microsoft Foundry arbeitet, braucht Version 2.1.248 und erreicht damit nur Sitzungen auf demselben Rechner.
Der typische Fall: Eine Änderung in einer Sitzung macht kaputt, worauf eine andere aufbaut. Claude kann die andere dann warnen, bevor man es selbst bemerkt. Claude kann eine Nachricht von sich aus schicken, wenn es den Bedarf sieht, oder auf Bitte.
Übertragen wird ein Text, den die eine Sitzung für die andere schreibt. Der Verlauf und die Dateien der Absenderin bleiben, wo sie sind. Wer ein ganzes Gespräch mitnehmen will, setzt die Sitzung fort. Jede Sitzung behält dabei ihre eigenen Rechte. Wie eine Nachricht ankommt und was sie bewirken darf, steht auf der zweiten Ebene.
Die Kurzfassung beim Zurückkommen
Wer eine Weile weg war, findet beim Zurückkommen eine Zeile vor, die
zusammenfasst, was in der Sitzung bisher geschah
(Doku zur Bedienung (externe Seite, code.claude.com)).
Sie heißt Recap und ist für alle Tarife und Anbieter voreingestellt.
Sie kommt erst, wenn Claude in der Sitzung mindestens dreimal geantwortet hat,
und nie zweimal hintereinander.
Mit /recap entsteht dieselbe Zeile auf Abruf
(Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com)). Sie
richtet sich an den Menschen vor dem Bildschirm und ist auf 400 Zeichen
begrenzt.
Übergabe an Menschen im Team
/team-onboarding schreibt einen Leitfaden für neue Kolleginnen und Kollegen.
Claude wertet dafür die eigenen Sitzungen, Befehle und MCP-Server der letzten
30 Tage aus. Heraus kommt ein Text in Markdown, den eine neue Person als erste
Nachricht in ihre Sitzung einfügt
(Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com)).
Den Befehl gibt es seit Version 2.1.101 vom 10.04.2026. In den Tarifen Team und
Enterprise von claude.ai kommt ein Link dazu, den Kollegen
direkt in Claude Code öffnen. Wann sich eine Übergabe an
Menschen insgesamt lohnt, rechnet KI als Mitarbeiter, Kapitel 01 nach.
Welcher Weg wofür
- Morgen an derselben Aufgabe weiter:
claude --continueim selben Ordner, mit Namen über--resume. - Eine Aufgabe in eine frische Sitzung geben: eine Datei mit Ziel, Stand und nächstem Schritt, im Repository.
- Was in jeder Sitzung gelten soll: die Projektanweisung in
CLAUDE.md. - Eine andere Sitzung braucht jetzt einen Befund: eine Nachricht.
- Ein Mensch steigt neu ein:
/team-onboarding, danach von Hand nachlesen.
eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation zu Sitzungen, Gedächtnis und Nachrichten zwischen Sitzungen, Stand 12.10.2026
Mehrere Sitzungen gleichzeitig im Blick zu behalten ist ein eigenes Thema. Dafür gibt es die Agent View, eine Forschungsvorschau, aus Kapitel 21. Eine Aufgabe, die ein Koordinator auf viele Sitzungen verteilt, beschreibt Kapitel 22.
Die erste Ebene hat die Wege sortiert, auf denen Wissen von einer Sitzung zur nächsten kommt. Hier geht es um die Bedienung. Den größten Teil nehmen die Nachrichten zwischen Sitzungen ein, weil sie die meisten Einstellungen haben. Danach folgen die Übergabedatei, die Kurzfassung beim Zurückkommen und der Leitfaden für das Team.
Wie eine Nachricht ankommt
Gefunden und verschickt wird über zwei Werkzeuge, ListAgents und
SendMessage. Beide ruft Claude selbst auf
(Doku zu Nachrichten zwischen Sitzungen (externe Seite, code.claude.com)).
Man sagt Claude nur, was die andere Sitzung wissen soll, etwa
Erklär der Sitzung am Zahlungsmodul, was wir gerade geändert haben. Den
Wortlaut der Nachricht formuliert Claude dann selbst.
Die Empfängerin unterbricht dafür kein laufendes Werkzeug. Arbeitet sie
gerade, liest Claude die Nachricht zwischen zwei Werkzeugaufrufen.
Wartet sie auf eine Eingabe, startet Claude Code mit der Nachricht eine neue
Antwort.
Im Gespräch erscheint eine blasse Zeile mit dem Namen der Absenderin und dem
Anfang des Texts. Ctrl+O zeigt den ganzen Wortlaut. Claude liest die
Nachricht immer ganz, ob man sie aufklappt oder nicht.
Eine zugestellte Nachricht zählt zur Nutzung wie eine selbst getippte
Eingabe.
Die Empfängerin kann antworten, solange die Nachricht eine Antwortadresse
mitbringt. Nennt die Nachricht eine Datei mit @, bleibt das ein Name im
Text. Öffnen kann Claude die Datei mit den eigenen Werkzeugen, sofern die
Rechte der Empfängerin das erlauben.
Was eine Nachricht bewirken darf
Claude Code sagt der Empfängerin, dass die Nachricht aus einer anderen Sitzung stammt, und begrenzt ihre Wirkung. Die Doku nennt vier Grenzen:
- Eine Nachricht gilt nie als Zustimmung. Eine offene Rückfrage nach Erlaubnis beantwortet sie also nicht.
- Rechteeinstellungen,
CLAUDE.mdund andere Konfiguration ändert Claude nicht, nur weil eine andere Sitzung darum bittet. - Ein Befehl im Text, etwa
/compact, kommt als gewöhnlicher Text an. Claude Code führt ihn nie aus. - Braucht die verlangte Arbeit ein Recht, das die Empfängerin nicht hat, erscheint dieselbe Rückfrage wie sonst auch.
Die Absenderin ist ebenfalls gebunden. Claude soll eine andere Sitzung nie um etwas bitten, das in der eigenen abgelehnt oder gesperrt wurde. Solche Arbeit geht an den Menschen zurück. Was eine Sitzung ohne Rückfrage tun darf, regelt Kapitel 16.
Den Empfang einstellen
Die Einstellung crossSessionInbound legt fest, was eine Sitzung mit
eingehenden Nachrichten tut. Sie kennt drei Werte:
| Wert | Wirkung |
|---|---|
accept | Claude Code stellt jede Nachricht zu. |
hold | Claude Code zeigt einen Hinweis und hält die Nachricht zurück, bis später ein accept gilt. |
refuse | Claude Code verwirft die Nachricht. |
Seit Version 2.1.232 geht das auch in /config, Zeile „Messages from your
other sessions“. Ohne gesetzten Wert entscheidet Claude Code je Nachricht
nach dem Rechtemodus beider Sitzungen. Es teilt die Sitzungen dafür in zwei
Klassen: solche, die Rückfragen nach Erlaubnis überspringen, und alle übrigen.
Zur ersten Klasse gehört der Modus bypassPermissions, in einem Terminal mit
freigeschaltetem Bypass auch der Planmodus.
Auto-Modus, acceptEdits und dontAsk zählen zur zweiten.
- Eine Sitzung mit Rückfragen bekommt jede Nachricht. Zurückgehalten wird nur eine, deren Absenderin selbst ohne Rückfragen läuft.
- Eine Sitzung ohne Rückfragen hält jede Nachricht zur Freigabe zurück. Durch geht nur eine, deren Absenderin ebenfalls ohne Rückfragen läuft.
Hält die Voreinstellung eine Nachricht zurück, öffnet Claude Code im Terminal
einen Dialog zur Freigabe. Bleibt er
unbeantwortet, verfällt die Nachricht nach der Frist dialogExpiry, voreingestellt nach fünf Minuten.
Höchstens 100 Nachrichten bleiben zurückgehalten, darüber fällt die älteste
weg.
Eine Sitzung mit claude -p kann keinen Dialog zeigen. Soll sie ohne Aufsicht
Nachrichten annehmen, bekommt sie crossSessionInbound auf accept in ihrem
eigenen --settings.
Eine Sitzung beim Namen nennen
Seit Version 2.1.232 lässt sich eine Sitzung im Prompt mit @ ansprechen, so
wie einen Subagent. Nach den ersten Buchstaben ihres Namens schlägt Claude Code
die laufenden Sitzungen auf diesem Rechner vor. Den Namen vergibt man mit
/rename oder beim Start mit --name.
Ohne eigenen Namen benennt Claude Code die Sitzung selbst. Hören mehrere
laufende Sitzungen auf denselben Namen, fragt Claude vor dem Senden nach.
Welche Sitzungen Claude erreicht, zeigt /list-agents.
Die Liste führt fünf Arten:
- Subagents der eigenen Sitzung,
- Teammates des eigenen Agent Teams,
- andere Sitzungen auf diesem Rechner, auch solche im Hintergrund,
- eigene Sitzungen in der Cloud,
- Sitzungen mit Remote Control auf anderen Rechnern.
Die letzten beiden erscheinen nur, solange die eigene Sitzung mit Remote Control verbunden ist.
Bescheid, wenn eine andere Sitzung fertig ist
Wer auf eine lange Aufgabe in einer anderen Sitzung wartet, kann sich melden
lassen, sobald sie nichts mehr zu tun hat. Ein Satz genügt, etwa
Sag mir, wenn die Sitzung mit der Migration fertig ist. Claude meldet die
eigene Sitzung dann bei der anderen an. Kommt die Meldung, beginnt Claude eine neue
Antwort, falls die eigene Sitzung gerade wartet. Das braucht Version 2.1.236 in
beiden Sitzungen.
Die Anmeldung gilt für eine einzige Meldung. Kommt binnen zwölf Stunden keine, gibt Claude Code auf und sagt es Claude. Anmelden kann sich nur Claude im Hauptgespräch der Sitzung, und nur bei eigenen Sitzungen auf demselben Rechner.
Über den eigenen Rechner hinaus
Der Weg einer Nachricht hängt am Ort der Empfängerin:
| Empfängerin | Weg der Nachricht |
|---|---|
| auf demselben Rechner | über einen Socket je Sitzung, unter Windows eine Named Pipe, ohne Server von Anthropic |
| auf einem anderen eigenen Rechner | über Server von Anthropic und die Verbindung von Remote Control dort |
| in der Cloud | über Server von Anthropic direkt zur Sitzung |
Finden kann Claude Sitzungen in der Cloud und auf anderen Rechnern nur aus
einer Sitzung, die mit Remote Control verbunden und über claude.ai angemeldet
ist.
Mit einem API-Schlüssel und über Amazon Bedrock, Claude Platform on AWS, die
Agent Platform von Google Cloud oder Microsoft Foundry findet Claude solche
Sitzungen nicht.
Ein Gespräch mit einer Sitzung auf einem anderen Rechner beginnen kann Claude
seit Version 2.1.225.
Ist deren Remote Control gerade getrennt, steht sie als offline in der Liste,
und die Nachricht kommt an, sobald der Rechner wieder verbunden ist. Ist die
eigene Sitzung nicht mit Remote Control verbunden, geht die Nachricht ohne
Antwortadresse hinaus. Wie Remote Control arbeitet, steht in
Kapitel 28.
Zwei Grenzen hat der Weg auf demselben Rechner. Eine Sitzung in einem
Container und eine auf dem Rechner darum herum erreichen einander nicht.
Dasselbe gilt für eine Sitzung unter WSL 2 und eine unter Windows auf
demselben Gerät. Wer jede Nachricht nach außen erst freigeben will, setzt
isolatePeerMachines.
Die Übergabedatei
Eine Übergabedatei ist eine gewöhnliche Datei im Projekt, die eine Sitzung schreibt und eine spätere liest. Claude Code kennt dafür keinen eigenen Befehl. Man bittet Claude am Ende darum und nennt die Datei am Anfang der nächsten Sitzung. Die Empfehlungen des Herstellers (externe Seite, code.claude.com) beschreiben, was eine gute Spezifikation für eine frische Sitzung enthält: Sie steht für sich, nennt die beteiligten Dateien und Schnittstellen, sagt, was nicht dazugehört, und endet mit einer Prüfung, die zeigt, dass die Funktion läuft.
Für einen halbfertigen Stand gilt dasselbe, ergänzt um das Entschiedene und
das Verworfene. Ein Beispiel für eine Datei docs/stand.md:
# Stand: Export als CSV
Ziel: Bestellungen
lassen sich als CSV
herunterladen.
Entschieden:
Trennzeichen ist das
Semikolon, wegen der
Tabellenprogramme.
Verworfen: Export im
Browser, große Listen
liefen in eine
Zeitüberschreitung.
Erledigt: Endpunkt
/export und Tests
dafür.
Nächster Schritt: Knopf
in der
Bestellübersicht, dann
Prüfung von Hand.
Die nächste Sitzung beginnt mit einem Satz wie
Lies docs/stand.md und mach beim nächsten Schritt weiter. Ist die Aufgabe
erledigt, wird die Datei gelöscht oder neu geschrieben. Eine veraltete
Übergabe liest sich genauso überzeugend wie eine aktuelle. Warum das bei jedem
Gedächtnis so ist und wie ein Hook die Datei nach dem Verdichten von selbst
einliest, steht in Vibe-Coding / Agentic Engineering, Kapitel 05.
Der Ort entscheidet, wen die Datei erreicht. Im Repository und gepusht kommt sie bei Kollegen und in Cloud-Sitzungen an. Das automatische Gedächtnis teilen sich alle Worktrees eines Repositorys auf demselben Rechner.
Die Kurzfassung einstellen
Der Recap entsteht im Hintergrund. Voraussetzung sind mindestens drei Minuten
seit der letzten abgeschlossenen Antwort und ein Terminal, das nicht im
Vordergrund steht.
So liegt er bereit, wenn man zurückwechselt. Automatischer Recap und /recap
sind auf 400 Zeichen begrenzt.
Den automatischen Recap gibt es in einer Sitzung ohne Terminal, etwa mit
claude -p, nie.
Abschalten lässt er sich in /config unter „Session recap“ oder dauerhaft mit
awaySummaryEnabled: false in den Einstellungen
(Einstellungsreferenz (externe Seite, code.claude.com)).
Die Umgebungsvariable CLAUDE_CODE_ENABLE_AWAY_SUMMARY geht für eine Sitzung
vor, mit 0 aus und mit 1 an.
/recap läuft nur, wenn man ihn selbst anfordert
(Doku zur Bedienung (externe Seite, code.claude.com)).
Kommt der Befehl in einer weitergeleiteten Nachricht aus einem Thread in
Slack, Teams oder einem Projekt oder in einem Prompt einer Routine, antwortet
Claude Code mit einem Hinweis statt einer Zusammenfassung.
Das gilt seit Version 2.1.284, auch für einen Thread, den man selbst
geschrieben hat.
Im Terminal, in den Apps, über Remote Control und mit claude -p läuft er
wie zuvor.
Der Leitfaden aus /team-onboarding
/team-onboarding liest die eigene Nutzung von Claude Code der letzten 30
Tage: Sitzungen, Befehle und die genutzten MCP-Server
(Befehlsübersicht (externe Seite, code.claude.com)). Daraus schreibt Claude
einen Leitfaden in Markdown. Eine neue Person fügt ihn als erste Nachricht in
ihre eigene Sitzung ein und lässt sich von Claude beim Einrichten helfen. Wer
Team oder Enterprise auf claude.ai hat, bekommt zusätzlich einen Link, den
Kollegen direkt in Claude Code öffnen. Der
Wochenbericht zu KW 15 (externe Seite, code.claude.com) rät, den
Befehl in einem Projekt laufen zu lassen, das man gut kennt.
Der Leitfaden entsteht aus dem eigenen Verlauf. Wer ihn teilt, liest ihn
deshalb vorher und streicht, was nur die eigene Arbeit betrifft. Was der
Leitfaden im Einzelnen enthält, legt die Befehlsübersicht nicht fest. Die
Einrichtung selbst, also CLAUDE.md, Skills und Projekteinstellungen, gehört
ohnehin ins Repository. Dann bekommt jede neue Person sie mit dem ersten
Klon.
In Claude Code setzt sich die Übergabe zwischen Sitzungen aus mehreren Funktionen zusammen, die zu verschiedenen Zeiten für verschiedene Zwecke entstanden. Diese Ebene ordnet sie zeitlich, zeigt, was sie gemeinsam haben, und sammelt die Stellen, an denen die Quellen einander widersprechen.
Wie die Funktionen dazukamen
Versionen mit Datum stammen aus der Versionsliste (externe Seite, code.claude.com), dazu kommen die Wochenberichte zu KW 15 (externe Seite, code.claude.com) und KW 17 (externe Seite, code.claude.com).
| Datum und Fassung | Was dazukam |
|---|---|
| 30.04.2025, 0.2.93 | --continue und --resume |
| 05.02.2026, 2.1.32 | automatisches Gedächtnis |
| 10.04.2026, 2.1.101 | /team-onboarding |
| 14.04.2026, 2.1.108 | Recap beim Zurückkommen und /recap |
| 15.04.2026, 2.1.110 | Recap auch bei abgeschalteter Telemetrie |
| 07.08.2026, 2.1.224 | Nachrichten zwischen Sitzungen auf macOS und Linux, dazu crossSessionInbound und dialogExpiry |
| 08.08.2026, 2.1.225 | ein Gespräch mit einer Sitzung auf einem anderen Rechner beginnen |
| 13.08.2026, 2.1.232 | Sitzungen mit @ ansprechen, Zeilen dafür in /config |
| 19.08.2026, 2.1.236 | Meldung, wenn eine andere Sitzung fertig ist; Recap auf 400 Zeichen begrenzt |
| 21.08.2026, 2.1.239 | Nachrichten zwischen Sitzungen unter Windows |
| 27.08.2026, 2.1.248 | Nachrichten auf demselben Rechner auch über Amazon Bedrock, Google Cloud und Microsoft Foundry und bei abgeschalteter Telemetrie |
| 28.09.2026, 2.1.284 | /recap lehnt ab, wenn er aus einem Chat-Thread, einer Routine oder einem Webhook kommt |
Die Zeilen bis April zeigen zwei Absichten. /team-onboarding sollte einer
neuen Person das eigene Setup mitgeben.
Der Wochenbericht rät, den Befehl in einem Projekt laufen zu lassen, das man
gut kennt, und das Ergebnis der neuen Person zu geben.
Der Recap sollte Kontext liefern, wenn man zu einer Sitzung zurückkehrt.
Der Wochenbericht zu KW 17 nennt als Nutzen, bei mehreren gleichzeitig
laufenden Sitzungen im Fluss zu bleiben.
Im August kam der Schritt von der Übergabe an Menschen zur Übergabe zwischen
Sitzungen. Seit 2.1.224 schreiben Sitzungen einander auf allen eigenen
Rechnern und finden sich über ListAgents.
Die zwei Wochen danach brachten das Ansprechen per Name, die Meldung bei
Leerlauf und Windows.
Ein Werkzeug für drei Arten von Empfängern
SendMessage ist älter als die Nachrichten zwischen Sitzungen. Mit demselben
Werkzeug setzt Claude einen Subagent fort, wie es Kapitel 20
beschreibt. Im Changelog steht das zuerst bei Version 2.1.77 vom 17.03.2026:
Seither setzt Claude einen früheren Subagent mit SendMessage fort.
Teammates eines Agent Teams, einer experimentellen Funktion, schreiben einander
darüber, siehe Kapitel 22.
Seit 2.1.224 erreicht es auch Sitzungen, die man selbst gestartet hat.
/list-agents führt alle drei Arten in einer Liste.
Die drei unterscheiden sich darin, wer die Rechte vergibt. Ein Subagent arbeitet innerhalb der eigenen Sitzung. Rückfragen der Teammates erscheinen in der leitenden Sitzung (Doku zu Agent Teams (externe Seite, code.claude.com)). Eine fremde Sitzung behält ihre eigenen Rechte und ihre eigenen Rückfragen.
Ein Teammate kann keine Rückfrage für den Menschen beantworten. Dieselben Regeln gelten laut Doku zu Agent Teams für eine Nachricht aus einer fremden Sitzung. Für die fremde Sitzung nennt die zweite Ebene zwei weitere Grenzen: keine Änderung der Konfiguration und keine Befehle aus dem Text.
Eine Nachricht als Eingabe von außen
Für die Empfängerin ist eine Nachricht aus einer anderen Sitzung ein Text, den kein Mensch geschrieben hat. Claude Code behandelt sie entsprechend, und das hat eine Vorgeschichte im Changelog. Seit Version 2.1.166 vom 06.06.2026 haben weitergeleitete Nachrichten keine Befugnis des Nutzers mehr. Seit 2.1.222 vom 04.08.2026 prüft im Auto-Modus der Klassifikator jede solche Nachricht, bevor sie hinausgeht.
Die Voreinstellung beim Empfang setzt an derselben Stelle an. Eine Sitzung, die Rückfragen nach Erlaubnis überspringt, hält jede Nachricht zurück, außer die Absenderin läuft ebenso. Damit schützt sie gerade die Sitzungen, in denen keine Rückfrage mehr zwischen Nachricht und Ausführung steht. Dasselbe Muster beschreibt Kapitel 28 für Eingaben von außen, etwa den Prompt einer Routine, und Conversational AI, Kapitel 07 ordnet es allgemein als Prompt Injection ein.
Wer die Zusammenfassung schreibt
Vier der Wege aus der ersten Ebene verdichten etwas. Sie unterscheiden sich darin, wer schreibt, für wen und wo das Ergebnis liegt:
| Weg | schreibt | liest | liegt |
|---|---|---|---|
| Verdichten | Claude, nach eigener Wahl oder nach Vorgabe | Claude | im Kontext der Sitzung |
| Recap | Claude, höchstens 400 Zeichen | der Mensch | als Zeile im Gespräch |
| Nachricht | die absendende Sitzung | die empfangende Sitzung | im Transkript der Empfängerin, mit Ctrl+O lesbar |
| Übergabedatei | wer sie anlegt, meist Claude auf Bitte | die nächste Sitzung und Menschen | im Repository, mit Diff und Review |
Nur die Datei landet in der Versionsverwaltung. Sie lässt sich lesen, berichtigen und im Review prüfen, bevor die nächste Sitzung ihr folgt. Die anderen drei entstehen und wirken im selben Zug. Wer eine Entscheidung sicher weitergeben will, schreibt sie deshalb in eine Datei. Die übrigen Wege eignen sich für das, was beim Verlust wenig kostet.
Das automatische Gedächtnis liegt dazwischen. Es steht als Markdown auf der Platte und lässt sich lesen. Claude füllt es beim Arbeiten selbst, ohne dass jemand etwas schreibt. Es gilt nur auf dem Rechner, auf dem es entstand.
Wo Changelog und Doku auseinandergehen
Windows. Die Doku nennt für Nachrichten unter nativem Windows Version 2.1.234. Der Changelog meldet die Funktion für Windows erst bei 2.1.239 vom 21.08.2026.
Der Anfang der Nachrichten. Der Changelog führt sie als neu bei 2.1.224. Einträge zu Nachrichten zwischen Sitzungen stehen aber schon im Juni, eine Korrektur bei 2.1.162 vom 03.06.2026 und die Härtung bei 2.1.166 vom 06.06.2026. Welche Sitzungen einander vor August schreiben konnten, nennen weder die Einträge im Changelog noch die Seite zu den Nachrichten.
Der Recap. Der Changelog führt ihn bei 2.1.108 vom 14.04.2026. Der Wochenbericht stellt ihn erst in KW 17 vor, also zwischen dem 20. und 24.04.2026. Erscheinen und Vorstellen sind hier zwei Daten.
Was offen bleibt
- Ob der Recap in den Kontext des Modells eingeht oder nur auf dem Bildschirm steht, sagt die Doku zur Bedienung nicht. Sie beschreibt ihn als Zeile, die man beim Zurückkommen sieht.
- Wie der Leitfaden aus
/team-onboardingaufgebaut ist und wie lange der Link zum Teilen gilt, beschreibt die Befehlsübersicht nicht. Der Index der Doku führt keine eigene Seite zu dem Befehl. - Für eine Übergabedatei hat Claude Code keinen eigenen Befehl. Das Muster aus der zweiten Ebene beruht auf einer Empfehlung des Herstellers und auf Gewohnheit. Wie gut eine Übergabe ankommt, hängt deshalb an der Disziplin derer, die sie schreiben und wieder löschen.
Quellen
12 Einträge, davon 1 Schlüsselarbeitalle erreichbar
Erreichbarkeit automatisch geprüft
SchlüsselarbeitDokumentationerreichbar
Anthropic, How Claude remembers your project (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zur Projektanweisung und ihren Geltungsbereichen. Sie ist die Quelle für den Satz, auf dem dieses Kapitel steht: Die Datei ist Kontext, keine durchgesetzte Konfiguration, wer etwas verbindlich verhindern will, braucht einen Hook. Dazu die Ladereihenfolge über vier Ebenen, die Größenempfehlung von 200 Zeilen und die Auskunft, dass Claude Code seit Version 2.1.277 auch AGENTS.md selbst liest, standardmäßig aber nur, wenn keine CLAUDE.md im Projekt liegt. Sie belegt außerdem, dass die Datei beim ersten Mal vom Werkzeug erzeugt wird, und beschreibt daneben das zweite Gedächtnis: Notizen, die der Agent sich selbst anlegt, je Repository unter einem eigenen Verzeichnis, maschinenlokal, und beim Start geladen bis zur Grenze von 200 Zeilen oder 25 Kilobyte.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Manage sessions (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu Sitzungen in Claude Code: benennen, fortsetzen mit --continue, --resume oder --from-pr, verzweigen und wechseln, dazu Export der Verläufe und der Speicherort der Transkripte. Eine Sitzung ist ein gespeichertes Gespräch, das an ein Projektverzeichnis gebunden ist.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Best practices for Claude Code (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Sammlung der Muster, die sich bei Anthropic intern und bei Anwendern bewährt haben. Der erste Abschnitt der Seite ist zugleich ihre stärkste Aussage: Ein Agent braucht eine Prüfung, die er selbst fahren kann, sonst ist der Mensch die Prüfschleife und jeder Fehler wartet darauf, bemerkt zu werden. Die Seite nennt vier Stufen, wie hart die Prüfung das Ende einer Antwort blockiert, vom Satz im Auftrag über eine Zielbedingung und einen Stop-Hook bis zum zweiten Modell, das den eigenen Befund zu widerlegen versucht. Sie ist außerdem die Quelle für den Unterschied zwischen einer Projektanweisung und einem Hook: Die eine ist beratend, der andere läuft.
Dokumentationerreichbar
Use Claude Code in the cloud (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Dokumentation der Cloud-Sitzungen von Claude Code: Eine Sitzung läuft auf Infrastruktur von Anthropic oder auf einer selbst betriebenen Umgebung weiter, auch wenn der Rechner zugeklappt ist, und lässt sich aus Browser, Desktop-App oder Terminal starten. Verfügbar in den Tarifen Pro, Max und Team sowie für Enterprise mit bestimmten Plätzen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Message your other Claude Code sessions (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu Nachrichten zwischen Sitzungen von Claude Code auf demselben Rechner, auf einem anderen oder in der Cloud. Sie beschreibt, wie eine Sitzung einer anderen einen Befund, einen Stand oder eine Entscheidung mitteilt, etwa wenn eine Änderung die Arbeit der anderen betrifft; übertragen wird ein Text, keine Dateien und kein Verlauf.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Interactive mode (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerreferenz zu Tastenkürzeln, Eingabemodi und interaktiven Funktionen einer Sitzung in Claude Code, darunter Vim-Modus, Befehlsverlauf, Bash-Befehle im Hintergrund, Nachrichten in der Warteschlange, /diff, Nebenfragen mit /btw und die Aufgabenliste.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Commands (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerreferenz aller Befehle in Claude Code, eingebaute Befehle wie mitgelieferte Skills. Sie erklärt, dass ein Befehl nur am Anfang einer Nachricht erkannt wird, der Rest als Argument gilt, und dass Befehle während einer laufenden Antwort in die Warteschlange kommen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, Settings reference (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Referenz aller Einstellungen von Claude Code. Der Eintrag includeGitInstructions beschreibt den Git-Kontext, den das Werkzeug von sich aus mitgibt: eingebaute Anweisungen für Commits und Pull Requests sowie einen Schnappschuss mit Branch, Hauptzweig, Status und jüngsten Commits, gelesen beim Start eines Gesprächs. Der Schalter nimmt beides heraus, in Cloud-Sitzungen fehlt der Schnappschuss immer. Abgerufen am 09.10.2026.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 15 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für den 06. bis 10.04.2026, Fassungen 2.1.92 bis 2.1.101. Neu sind Ultraplan, das den Planmodus in eine Cloud-Sitzung verlegt, das Monitor-Werkzeug für Hintergrundbeobachter, ein /loop mit selbst gewähltem Takt, /team-onboarding und /autofix-pr aus dem Terminal.
Dokumentationerreichbar
Claude Code, What's new, Woche 17 (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Der Wochenbericht zu Claude Code für den 20. bis 24.04.2026, Fassungen 2.1.114 bis 2.1.119. Neu sind /ultrareview als Forschungsvorschau, eine Zusammenfassung beim Zurückkehren in eine Sitzung, eigene Farbschemata und eine überarbeitete Oberfläche für claude.ai/code.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Orchestrate teams of Claude Code sessions (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu mehreren Agenten, die als Team zusammenarbeiten. Anders als bei getrennten Worktrees bekommt hier jeder Beteiligte kein eigenes Verzeichnis, weshalb die Seite die Bedingung ausspricht, unter der geteiltes Arbeiten aufgeht: Die Arbeit wird so aufgeteilt, dass jeder andere Dateien besitzt. Sie nennt daneben eine Größenordnung, drei bis fünf Beteiligte, und den Grund dafür, dass die Kosten mit jedem weiteren linear steigen und der Abstimmungsaufwand mit.