Claude Code ist ein Programm, das Anfragen an ein Sprachmodell schickt. Welches Modell sie beantwortet und wie viel Aufwand es dabei treibt, lässt sich einstellen. Drei Stellschrauben gibt es: das Modell, den Effort, also wie gründlich das Modell nachdenkt, und den Fast Mode, der dasselbe Modell schneller rechnen lässt. Jede verändert Qualität, Tempo und Verbrauch in eine andere Richtung. Dazu kommt die Frage, über welchen Weg man bezahlt: mit einem Abo, je Token über die Schnittstelle oder über einen Cloudanbieter.
Wie Modelle sich allgemein unterscheiden und warum es die Wahl überhaupt gibt, erklärt Grundkurs, Kapitel 10. Dieses Kapitel zeigt, wie Claude Code die Wahl umsetzt.
Welches Modell antwortet
Claude Code kennt Kurznamen für die Modellfamilien, die
Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com) nennt sie Aliase:
opus für schwierige Abwägungen, sonnet für die tägliche Programmierarbeit,
haiku für einfache Aufgaben und fable für die schwierigsten und längsten
Aufgaben. Ein Alias zeigt auf die Fassung, die der Hersteller für den
jeweiligen Zugang empfiehlt, und wandert mit, wenn eine neue erscheint.
Wer eine bestimmte Fassung festhalten will, schreibt den vollen Namen, etwa
claude-opus-5-5.
Gewechselt wird mit /model. Ohne Zusatz öffnet der Befehl eine Auswahl, mit
einem Namen dahinter wechselt er sofort. Die Wahl gilt dann auch für künftige
Sitzungen. Wer nur die laufende Sitzung umstellen will, drückt in der Auswahl
s statt der Eingabetaste.
Ohne eigene Wahl beginnt eine Sitzung auf dem Standardmodell des Kontos. Am 11.10.2026 ist das auf allen Abos und über die Schnittstelle Opus 5.5. Pro und Team Standard liefen bis Version 2.1.280 vom 22.09.2026 auf Sonnet und wurden dort auf Opus umgestellt (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Ein Fable-Modell ist nirgends Standard, man muss es ausdrücklich wählen. Je nach Abo kann es dann über zusätzlich gekauftes Guthaben statt über das Kontingent laufen; die Auswahl zeigt das in der Zeile des Modells an.
Für die Kosten gibt die Kostenseite (externe Seite, code.claude.com) eine Faustregel: Sonnet bewältigt die meisten Programmieraufgaben gut und kostet weniger als Opus. Opus bleibt für Architekturentscheidungen und mehrstufiges Abwägen. Die Preisliste (externe Seite, platform.claude.com) nennt am 11.10.2026 je Million Token 4 Dollar Eingabe und 20 Dollar Ausgabe für Opus 5.5, 2 und 10 Dollar für Sonnet 5.5 und 10 Cent und 50 Cent für Haiku 5.5, solange der Prompt höchstens 100.000 Token lang ist.
Wie gründlich Claude nachdenkt
Ob und wie viel ein aktuelles Modell vor einem Schritt nachdenkt, entscheidet
es jedes Mal selbst. Den Rahmen dafür setzt der Effort. Die
Stufen heißen low, medium, high, xhigh und max. Niedrig ist
schneller und billiger für einfache Aufgaben, hoch denkt tiefer bei schwierigen
(Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com)).
Jede Stufe tauscht also Token gegen Fähigkeit.
Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 beginnen auf medium, Opus 4.7 auf
xhigh, die übrigen Modelle, die den Effort kennen, auf high. Für die Grenzfälle nennt die Doku Beispiele:
low für schnelle Wechsel, bei denen man jedes Ergebnis selbst ansieht, etwa
eine Umbenennung, high für Arbeit, bei der das Prüfen zählt, etwa die
Behebung eines Fehlers in bestehendem Code, max für schwierige Probleme, an
denen Claude ohne Begleitung arbeiten soll. Bei max warnt sie vor
abnehmendem Ertrag und vor zu langem Nachdenken und rät, die Stufe zu
erproben, bevor man sie breit einsetzt.
Eingestellt wird mit /effort, ohne Zusatz als Schieberegler, oder in der
Modellauswahl mit den Pfeiltasten. Für eine einzelne schwierige Frage genügt
das Wort ultrathink irgendwo im Prompt. Die Einstellung der Sitzung bleibt
dabei, wie sie ist.
Die Stufen sind je Modell geeicht. high bei Opus 5.5 steht also für einen anderen
Wert als high bei Sonnet 5.5.
Wer das Modell wechselt, prüft deshalb den Effort mit.
Schneller gegen Aufpreis
Der dritte Regler, der Fast Mode, lässt dasselbe Opus mit einer anderen Einstellung der Schnittstelle laufen, die Tempo vor Kosten stellt (Doku zum Fast Mode (externe Seite, code.claude.com)). Die Antworten kommen bis zu zweieinhalbmal so schnell, und jedes Token kostet mehr. Bei Opus 5.5 sind es 8 Dollar Eingabe und 40 Dollar Ausgabe je Million Token, das Doppelte des normalen Satzes (Preisliste (externe Seite, platform.claude.com), Stand 11.10.2026).
Eingeschaltet wird er mit /fast. Ein kleines Blitzzeichen neben der Eingabe
zeigt, dass er läuft. Er lohnt sich, wo jede Wartezeit stört, beim schnellen
Ausprobieren und bei der Fehlersuche im Gespräch. Für lange Läufe ohne
Zuschauer und für Pipelines rät die Doku zum normalen Tempo.
Wer ein Abo hat, bezahlt den Fast Mode immer aus zusätzlich gekauftem Guthaben, auch wenn vom Kontingent noch etwas übrig ist. Und er kostet beim ersten Einschalten einmal den ganzen bisherigen Verlauf zum vollen Satz. Warum, steht auf der zweiten Ebene; der Rat daraus lautet, ihn am Anfang einer Sitzung einzuschalten.
eigene Darstellung nach der Herstellerdokumentation und der Preisliste, Stand 11.10.2026
Wer bezahlt
Claude Code braucht ein Konto, über das die Anfragen abgerechnet werden. Die Doku zur Anmeldung (externe Seite, code.claude.com) nennt fünf Wege:
| Zugang | Was dabei gilt |
|---|---|
| Abo Pro oder Max | Kontingent des Abos, darüber zusätzliches Guthaben |
| Team oder Enterprise | Abo der Organisation, Plätze verwaltet ein Admin |
| Claude Console | je Token über die Schnittstelle |
| Cloudanbieter (Bedrock, Agent Platform, Foundry) | über das Konto beim Anbieter |
| eigenes Gateway der Organisation | Anmeldung mit dem Firmenkonto über /login |
Mit einem Abo geht das seit Mai 2025: Max ab Version 0.2.96 vom 01.05.2025, Pro ab 1.0.11 vom 04.06.2025 (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Seither zählt die Nutzung gegen das Kontingent des Abos statt je Token.
Für jeden dieser Wege gilt dieselbe Rechnung: Was Claude verarbeitet, kostet Token, und je größer der Kontext, desto mehr. Wie man den Verbrauch einer Sitzung abliest und schlank hält, steht in Kapitel 05. Die drei Regler dieses Kapitels setzen davor an. Sie bestimmen, was jedes einzelne dieser Token kostet und wie viele das Modell beim Nachdenken selbst erzeugt.
Die erste Ebene hat die drei Regler vorgestellt. Hier geht es darum, wer sie stellt, wenn mehrere Stellen etwas dazu sagen, und um zwei Kosten, die man im Alltag leicht übersieht: die Denk-Token und den Wechsel in den Fast Mode mitten im Gespräch.
Woher das Modell einer Sitzung kommt
Ein Modell lässt sich an fünf Stellen festlegen. Die Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com) ordnet sie nach Rang, die obere gewinnt:
/modelwährend der Sitzungclaude --model <name>beim Start- die Umgebungsvariable
ANTHROPIC_MODEL - das Feld
modelin einer Einstellungsdatei - die Umgebungsvariable
ANTHROPIC_DEFAULT_MODELals Standard für neue Sitzungen
/model schreibt die Wahl außerdem als model in die eigenen Einstellungen.
Daraus entsteht der häufigste Fall, in dem eine neue Sitzung auf einem anderen
Modell beginnt als gewählt: Eine Projekt- oder Firmeneinstellung mit eigenem
model gilt bei jedem Start wieder vor der eigenen Wahl. Die Kopfzeile beim
Start nennt dann die Datei, aus der das Modell kommt. Eine fortgesetzte
Sitzung behält in der Regel das Modell, mit dem sie gespeichert wurde.
Ein Wechsel mit /model erreicht auch die Subagents, die das Modell der
Sitzung erben. Wer auf Opus wechselt, bevor Claude eine Recherche abgibt,
lässt also auch diese Recherche auf Opus laufen. Ein eigener Subagent bleibt
auf einem kleineren Modell, wenn seine Beschreibung ein eigenes model nennt;
die Kostenseite (externe Seite, code.claude.com) rät für einfache Teilaufgaben
zu haiku.
Welches Modell gerade antwortet, zeigt /status, und wer eine Statuszeile
eingerichtet hat, sieht es dort dauerhaft.
Zwei Modelle in einer Sitzung
Seit Version 1.0.77 vom 14.08.2025 gibt es eine Zwischenform
(Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Mit dem Alias opusplan
arbeitet Claude im Plan-Modus mit Opus und wechselt zur Umsetzung von selbst
zu Sonnet. Geplant wird also mit dem gründlicheren Modell, geschrieben mit dem
günstigeren (Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com)). Den
Plan-Modus selbst stellt Kapitel 23 vor.
Haiku hat diese Zweiteilung seit Version 2.0.17 von Haus aus: Wer mit Haiku
arbeitet, plant mit Sonnet (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Schließt eine Firmenliste die neueste Opus-Fassung
aus und erlaubt eine ältere, plant opusplan mit der neuesten erlaubten. Über
Bedrock, die Agent Platform und Foundry gilt das nicht, dort bleibt der
Plan-Modus dann auf dem Modell der Sitzung. Wer Claude lieber selbst entscheiden lässt, wann es ein
zweites Modell um Rat fragt, findet dafür in derselben Doku das
Beraterwerkzeug.
Wie der Effort einer Sitzung zustande kommt
Auch der Effort kann an mehreren Stellen stehen. Claude Code nimmt die erste, die zutrifft (Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com)):
- eine ausdrückliche Wahl: die Umgebungsvariable
CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL,--effortbeim Start oder/effortin der Sitzung - die Einstellungen, also die Stufe, die man für dieses Modell gespeichert
hat, oder ein allgemeines
effortLevel - der Standard des Modells:
mediumbei Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5,xhighbei Opus 4.7, sonsthigh
Gespeichert wird je Modell. Wer Opus auf high stellt und dann zu Sonnet
wechselt, findet dort die Stufe, die für Sonnet zuletzt gespeichert wurde. Die
Eingabetaste im Schieberegler speichert, s stellt nur die laufende Sitzung
um. Eine Ausnahme ist max: Diese Stufe gilt immer nur für die laufende
Sitzung, es sei denn, sie kommt aus der Umgebungsvariable.
Ein allgemeines effortLevel in den eigenen Einstellungen ist die ältere Form
aus der Zeit, bevor Claude Code die Stufe je Modell speicherte. Es gilt weiter
für Opus 5, Fable 5.1 und ältere Modelle. Opus 5.5 und alle späteren Modelle
beginnen auf ihrem Standard, bis man für sie selbst eine Stufe wählt.
Unterstützt ein Modell die gewählte Stufe nicht, nimmt Claude Code die nächst
niedrigere. Opus 4.6 kennt kein xhigh und läuft dann auf high. Ein Skill
oder ein Subagent kann in seiner Beschreibung einen eigenen Effort setzen, der
für die Dauer seiner Arbeit gilt. Eine Organisation kann mit maxEffortLevel
eine Obergrenze ziehen, an die sich auch Skills und Subagents halten.
Im Schieberegler von /effort steht seit Version 2.1.284 ein Schalter für
Ultracode. Ultracode ist eine Einstellung von Claude Code neben den Stufen:
Mit dem Schalter plant Claude für größere Aufgaben einen Ablauf mit mehreren
Agenten, auf der Stufe, die gerade gilt.
Wann sich das lohnt, erklärt Kapitel 22.
Was das Nachdenken kostet
Was Claude vor einer Antwort durchdenkt, erscheint im Terminal zugeklappt.
Strg+O klappt es auf. Über die Schnittstelle von Anthropic kommt es dabei in
der Voreinstellung geschwärzt an; wer beim Aufklappen die vollständigen
Zusammenfassungen sehen will, setzt showThinkingSummaries: true. Bezahlt wird
es in jedem Fall: Denk-Token werden wie
Ausgabe abgerechnet, auch wenn man sie nie sieht.
Das voreingestellte Budget dafür kann je nach Modell Zehntausende Token je
Anfrage betragen (Kostenseite (externe Seite, code.claude.com)).
Abschalten lässt sich das Nachdenken bei Opus 5.5, Sonnet 5.5, Haiku 5.5 und
den Fable-Modellen nicht. Dort entscheidet das Modell bei jedem Schritt, wie
viel es denkt, und der Effort setzt den Rahmen. Bei älteren Modellen schaltet
Option+T auf dem Mac und Alt+T unter Windows und Linux das Nachdenken für
die Sitzung ab. Wer also sparen will, senkt bei den aktuellen Modellen den
Effort.
Das Wort ultrathink im Prompt verlangt für diese eine Antwort tieferes
Nachdenken. Claude Code fügt dafür eine Anweisung in den Kontext ein, der
Effort, den es an die Schnittstelle schickt, bleibt gleich.
Andere Wendungen wie „think hard“ gibt es als normalen Prompttext weiter. Wie
es zu dieser Regel kam, erzählt die dritte Ebene.
Was der Fast Mode beim Einschalten kostet
Normalerweise lädt Claude Code den gleichbleibenden Anfang des Verlaufs günstig aus dem Zwischenspeicher. Beim ersten Einschalten des Fast Mode in einem Gespräch entfällt dieser Rabatt einmal: Man bezahlt den ganzen bisherigen Kontext zum vollen Eingabepreis des Fast Mode (Doku zum Fast Mode (externe Seite, code.claude.com)). Das geschieht einmal je Gespräch, ein späteres Aus und Wieder-An wiederholt es nicht. Je länger das Gespräch schon läuft, desto teurer ist dieser erste Schritt, deshalb gehört er an den Anfang.
Läuft eine Antwort gerade, gilt der Wechsel ab der nächsten. Ist ein Modell
gewählt, das keinen Fast Mode kennt, wechselt /fast selbst zu Opus. Am
11.10.2026 können ihn Opus 5.5, Opus 5 und Opus 4.8. Wer danach zu Sonnet
wechselt, schaltet ihn damit ab.
Dazu nennt die Doku Voraussetzungen. Wer ein Abo hat, muss zusätzliches Guthaben eingeschaltet haben, bei Team und Enterprise muss außerdem ein Owner den Fast Mode für die Organisation freigeben. Eine Organisation in der Claude Console braucht einen eigens freigeschalteten Zugang, solange der Fast Mode eine Vorschau ist. Bei Bedrock, der Agent Platform von Google, Microsoft Foundry und Claude Platform on AWS fehlt er. Fast Mode und ein niedriger Effort lassen sich kombinieren, für einfache Aufgaben mit dem kürzesten Weg zur Antwort.
Eine Million Token Kontext
Die aktuellen Modelle fassen eine Million Token Kontext, und die meisten arbeiten von Haus aus mit diesem Fenster: Fable, Sonnet ab Fassung 5, Haiku 5.5 und Opus ab 4.7. Über die Schnittstelle von Anthropic kostet das Fenster jenseits von 200.000 Token nichts extra, mit einer Ausnahme: Haiku 5.5 wird bei Prompts über 100.000 Token teurer, nach der Preisliste (externe Seite, platform.claude.com) am 11.10.2026 fünfmal so teuer.
Opus 4.6 und Sonnet 4.6 erreichen die Million nur über eine eigene Fassung mit
dem Zusatz [1m], und ob die im Abo enthalten ist, hängt am Abo. Wer bewusst
bei 200.000 Token bleiben will, setzt CLAUDE_CODE_DISABLE_1M_CONTEXT=1;
Claude Code verdichtet dann an dieser Grenze, und ist das automatische
Verdichten abgeschaltet, bleibt die Sitzung dort mit der Meldung stehen, der
Kontext sei voll. Wann es sonst verdichtet und wie
man die Schwelle selbst setzt, steht in Kapitel 05.
Die Modellwahl in Claude Code hat sich seit dem Start im Februar 2025 öfter geändert als jeder andere Teil des Programms. Diese Ebene ordnet die Wechsel und zeigt die Einstellungen, die man erst braucht, wenn ein Modell ausfällt oder die Organisation über einen Cloudanbieter arbeitet.
Die Modelle seit 2025
Ein neues Modell kommt in Claude Code mit einer neuen Version. Die Tabelle nennt die Fassung, mit der es wählbar oder Standard wurde, nach der Versionsliste (externe Seite, code.claude.com). Sie beginnt mit Version 1.0.0, mit der Claude Code allgemein verfügbar wurde. Die Daten sind die Erscheinungstage dieser Versionen, Stand 11.10.2026.
| Modell | Version | Datum | Was sich änderte |
|---|---|---|---|
| Opus 4, Sonnet 4 | 1.0.0 | 22.05.2025 | mit der allgemeinen Verfügbarkeit |
| Opus 4.1 | 1.0.69 | 05.08.2025 | löst Opus 4 ab |
| Sonnet 4.5 | 2.0.1 | 30.09.2025 | Standardmodell, außer über Bedrock und Vertex |
| Haiku 4.5 | 2.0.17 | 15.10.2025 | wählbar, plant mit Sonnet |
| Opus 4.5 | 2.0.51 | 24.11.2025 | wählbar, im Pro-Abo ab 2.0.58 vom 03.12.2025 |
| Opus 4.6 | 2.1.32 | 05.02.2026 | wählbar |
| Sonnet 4.6 | 2.1.45 | 17.02.2026 | wählbar |
| Opus 4.7 | 2.1.111 | 16.04.2026 | wählbar, mit der neuen Stufe xhigh |
| Opus 4.8 | 2.1.154 | 28.05.2026 | Standard-Opus über die Schnittstelle, Effort high |
| Fable 5 | 2.1.170 | 09.06.2026 | nur ausdrücklich wählbar |
| Sonnet 5 | 2.1.197 | 30.06.2026 | Standardmodell, Fenster von einer Million Token |
| Opus 5 | 2.1.219 | 24.07.2026 | Standard-Opus |
| Fable 5.1 | 2.1.257 | 01.09.2026 | Standard-Fable |
| Opus 5.5 | 2.1.280 | 22.09.2026 | Standard-Opus, Standardmodell auch für Pro und Team Standard |
| Sonnet 5.5 | 2.1.284 | 28.09.2026 | Standard-Sonnet über die Schnittstelle |
| Haiku 5.5 | 2.1.293 | 07.10.2026 | Standard-Haiku über die Schnittstelle |
Siebzehn Modelle in knapp siebzehn Monaten. Eine ältere Version von Claude Code
kennt ein neueres Modell nicht. Die
Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com) nennt deshalb zu jedem
aktuellen Modell die Mindestversion, für Opus 5.5 etwa 2.1.280, und rät bei
einem Fehler zu claude update.
Was ein Modell kann und kostet, steht auf seiner Seite beim Hersteller. Ein neues Modell ändert in Claude Code außerdem oft eine Voreinstellung: den Standard-Effort, das Modell hinter dem Fast Mode oder das Fenster, an dem verdichtet wird. Seit Version 2.1.154 vom 28.05.2026 hängt auch die Fassung des Systemprompts am Modell, und neuere Modelle bekommen eine kürzere. Welche Modelle das sind und wie man die Fassung selbst festlegt, beschreibt Kapitel 31.
Vom Schlüsselwort zum Regler
Am Anfang bat man Claude im Prompt um mehr Nachdenken, etwa mit „think hard“; so stand es in der ersten Doku vom Februar 2025, die heute nur noch als Archivfassung (externe Seite, docs.anthropic.com) vorliegt. Version 0.2.44 nannte drei Wörter, die den Denkmodus einschalten: think, think harder und ultrathink (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Danach wanderte die Steuerung Schritt für Schritt aus dem Prompt in die Bedienung:
| Version | Datum | Schritt |
|---|---|---|
| 1.0.115 | 16.09.2025 | /t im Prompt schaltet das Nachdenken für diese Anfrage ab |
| 2.0.0 | 29.09.2025 | die Tabulatortaste schaltet das Nachdenken um, über Sitzungen hinweg |
| 2.0.67 | 12.12.2025 | Opus 4.5 denkt von Haus aus nach, die Einstellung wandert nach /config |
| 2.0.72 | 17.12.2025 | der Schalter wandert auf Alt+T, weil Tab zu oft versehentlich traf |
| 2.1.68 | 04.03.2026 | Opus 4.6 startet bei Max und Team auf medium; ultrathink kommt zurück |
| 2.1.76 | 14.03.2026 | der Befehl /effort |
| 2.1.111 | 16.04.2026 | die Stufe xhigh und der Schieberegler |
| 2.1.117 | 22.04.2026 | Opus 4.6 und Sonnet 4.6 starten bei Pro und Max wieder auf high |
| 2.1.251 | 28.08.2026 | /effort speichert die Stufe je Modell |
| 2.1.280 | 22.09.2026 | neue Modelle starten auf ihrem Standard, auch wenn zuvor eine allgemeine Stufe gespeichert war |
Bei seiner Rückkehr in 2.1.68 setzte ultrathink die nächste Antwort auf hohen
Effort. Die Doku vom Oktober 2026 beschreibt es anders: Claude Code fügt eine
Anweisung in den Kontext ein, und der Effort an der Schnittstelle bleibt, wie
er ist. Die übrigen Wörter aus 0.2.44 gibt Claude Code heute als gewöhnlichen
Prompttext weiter. Seit wann, nennt die Versionsliste nicht.
Den heutigen Stand beschreibt die Doku so: Die aktuellen Modelle denken
adaptiv: Sie entscheiden je Schritt, ob und wie viel sie nachdenken, und der
Effort gibt dafür den Rahmen. Ein festes Budget an Denk-Token, wie es die
Variable MAX_THINKING_TOKENS einstellt, lässt sich bei Opus 4.6 und
Sonnet 4.6 mit CLAUDE_CODE_DISABLE_ADAPTIVE_THINKING=1 zurückholen. Die
Fable-Modelle, Sonnet ab 5, Haiku 5.5 und Opus ab 4.7 denken immer adaptiv
und übergehen ein solches Budget.
Eine Beobachtung aus den Tests des Herstellers an Opus 5.5 und Fable 5.1
steht dabei: Auf höherer Stufe
prüfte Claude mehr Grenzfälle und mehr von der eigenen Arbeit, traf aber auch
mehr Entscheidungen selbst. Auf niedriger Stufe lieferte es früher einen
Ausgangspunkt, an dem man selbst weitersteuert. Für einen Wechsel von Opus 5
auf Opus 5.5 rät die Doku, auf medium neu anzufangen, statt die alte Stufe
mitzunehmen.
Wenn ein Modell ausfällt
Seit Version 2.1.166 vom 06.06.2026 lässt sich eine Kette von
Ausweichmodellen einstellen, als fallbackModel in den Einstellungen oder für
eine Sitzung mit --fallback-model sonnet,haiku. Ist das Hauptmodell
überlastet oder nicht erreichbar, versucht Claude Code die Modelle der Reihe
nach und meldet den Wechsel. Höchstens drei Modelle zählen, weitere Einträge
fallen weg (Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com)).
Der Wechsel hält nur für die laufende Antwort. Die nächste Nachricht versucht
wieder das Hauptmodell.
Nicht jeder Fehler löst die Kette aus. Anmeldung, Abrechnung, Ratenbegrenzung,
zu große Anfragen und Verbindungsfehler laufen über die gewöhnliche
Fehlerbehandlung. Beim Verdichten weicht Claude Code nie auf ein Modell mit
kleinerem Fenster aus, weil die Zusammenfassung dort einen Teil des Gesprächs
abschneiden würde. Und weder der Start noch /status zeigen die Kette an: Die
Meldung beim ersten Wechsel ist das erste sichtbare Zeichen, dass es eine
gibt.
Davon getrennt ist ein zweiter Ausweichweg mit eigener Regel. Fable, Opus 5.5,
Sonnet 5.5 und Opus 5 laufen mit Sicherheitsfiltern, die vor allem bei
IT-Sicherheit und Biologie anschlagen. Schlägt ein Filter an, schickt Claude
Code die Anfrage erneut an ein älteres Modell, je nach Modell und Gebiet an
Opus 4.8, Opus 5 oder Sonnet 5. Für manche Kombinationen gibt es kein
Ausweichmodell, dann bleibt es bei der Ablehnung. Ein solcher Wechsel bleibt: Die Sitzung arbeitet danach auf dem
Ausweichmodell weiter.
Zurück geht es mit /model. Wer vorher gefragt werden will, stellt in
/config die Rückfrage ein. Weil schon die erste Anfrage die CLAUDE.md und
den Git-Stand mitschickt, kann ein Repository mit Sicherheits- oder
Biologiestoff den Filter auslösen, bevor man selbst etwas geschrieben hat.
claude --safe-mode startet ohne die eigenen Anpassungen und zeigt, ob sie
der Auslöser sind.
Über einen Cloudanbieter
Claude Code läuft auch über Amazon Bedrock, die Agent Platform von Google (früher Vertex AI), Microsoft Foundry und Claude Platform on AWS. Foundry kam mit Version 2.0.45 vom 18.11.2025 dazu (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)). Abgerechnet wird dann über das Konto beim Anbieter (Übersicht zum Einsatz in Unternehmen (externe Seite, code.claude.com)). Wo das Modell auf diesen Wegen rechnet und wer die Daten im Auftrag verarbeitet, zählt Nutzung und Anpassung von LLMs, Kapitel 06 für Claude Opus 5.5 durch.
Dort zeigen die Aliase teils auf ältere Fassungen. Am 11.10.2026 sieht das so aus (Doku zur Modellwahl (externe Seite, code.claude.com)):
| Zugang | opus | sonnet | haiku |
|---|---|---|---|
| Schnittstelle von Anthropic | Opus 5.5 | Sonnet 5.5 | Haiku 5.5 |
| Claude Platform on AWS | Opus 5.5 | Sonnet 4.6 | Haiku 4.5 |
| Amazon Bedrock, Agent Platform | Opus 5.5 | Sonnet 4.5 | Haiku 4.5 |
| Microsoft Foundry | Opus 4.6 | Sonnet 4.5 | Haiku 4.5 |
Die Übersicht rät deshalb, die Fassungen über die Variablen
ANTHROPIC_DEFAULT_OPUS_MODEL, ANTHROPIC_DEFAULT_SONNET_MODEL,
ANTHROPIC_DEFAULT_HAIKU_MODEL und ANTHROPIC_DEFAULT_FABLE_MODEL festzulegen.
Damit bestimmt die Organisation selbst, wann ihre Leute auf ein neues Modell
wechseln.
Ohne Festlegung kann ein Alias auf ein Modell zeigen, das im eigenen Konto
noch gar nicht freigeschaltet ist.
Drei weitere Unterschiede: Über Bedrock und die anderen Anbieter zeigt die Modellauswahl keine Preise, weil der Anbieter sie festlegt. Der Fast Mode fehlt bei allen vier (Doku zum Fast Mode (externe Seite, code.claude.com)). Und über Bedrock, die Agent Platform und Foundry löst eine fortgesetzte Sitzung ihr Modell beim Fortsetzen neu über die Rangfolge auf.
Das Fenster und der Fast Mode im Wandel
Die Million Token Kontext kam in mehreren Schritten. Mit Version 2.1.75 vom 13.03.2026 wurde sie für Opus 4.6 bei Max, Team und Enterprise zum Standard, vorher kostete sie zusätzliches Guthaben. Seit Opus 4.7 (2.1.111) und Sonnet 5 (2.1.197) haben die neuen Modelle das große Fenster von Haus aus, Opus ab 4.7 und Fable über Bedrock, Google und Foundry seit Version 2.1.287 vom 01.10.2026. Version 2.1.77 vom 17.03.2026 hob außerdem die voreingestellte Höchstlänge einer Ausgabe bei Opus 4.6 auf 64.000 Token an und die Obergrenze bei Opus 4.6 und Sonnet 4.6 auf 128.000 (Versionsliste (externe Seite, code.claude.com)).
Der Fast Mode wechselte viermal sein Modell:
| Version | Datum | Fast Mode läuft auf |
|---|---|---|
| 2.1.36 | 07.02.2026 | Opus 4.6, als erstes Modell |
| 2.1.142 | 14.05.2026 | Opus 4.7 als Standard |
| 2.1.154 | 28.05.2026 | Opus 4.8, zum doppelten Satz bei zweieinhalbfachem Tempo |
| 2.1.219 | 24.07.2026 | Opus 5; Opus 4.7 fällt heraus |
| 2.1.280 | 22.09.2026 | Opus 5.5 |
Die Doku zum Fast Mode (externe Seite, code.claude.com) führt ihn weiter als Vorschau, deren Umfang und Preise sich ändern können. Nachdem Opus 4.7 im Juli herausgefallen war, blieb er bis Version 2.1.221 nach einem Wechsel auf Opus 4.7 eingeschaltet, und die Schnittstelle lehnte die Anfragen ab; seither schaltet der Wechsel ihn ab.
Quellen
8 Einträgealle erreichbar
Erreichbarkeit automatisch geprüft
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Model configuration (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zur Modellwahl in Claude Code: Aliase und ihre Fassungen je Zugang, die Rangfolge der Einstellungen, opusplan, die Effort-Stufen und ihre Reihenfolge, Ausweichmodelle bei Überlast und bei Sicherheitsfiltern, das Fenster von einer Million Token und die Schwelle, an der automatisch verdichtet wird. Ohne eigene Einstellung verdichten Modelle mit einem Fenster von einer Million Token bei rund 967.000 Token, ältere Modelle ohne erweitertes Fenster an der Grenze von 200.000. Selbst setzen lässt sich die Schwelle mit /autocompact, zwischen 100.000 Token und einer Million. Stand 11.10.2026.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Manage costs effectively (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zu Kosten in Claude Code: Verbrauch verfolgen, Ausgabegrenzen für Teams setzen und Token sparen. In Unternehmen liegen die Kosten laut Anthropic im Mittel bei rund 13 Dollar je Entwickler und aktivem Tag und bei 150 bis 250 Dollar im Monat, für 90 Prozent der Nutzer unter 30 Dollar je aktivem Tag.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Speed up responses with fast mode (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zum Fast Mode in Claude Code, einer Vorschau. Opus antwortet darin bis zu zweieinhalbmal so schnell, mit demselben Modell und zu einem höheren Preis je Token, am 11.10.2026 für Opus 5.5 8 Dollar Eingabe und 40 Dollar Ausgabe je Million Token. Im Abo läuft er immer über zusätzliches Guthaben, über Bedrock, Google, Foundry und Claude Platform on AWS gibt es ihn nicht.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Pricing (externe Seite, platform.claude.com)
platform.claude.comgeprüft 25.10.2026
Anthropics Preisverzeichnis mit den Zahlen je Modell und den Aufschlägen daneben. Zwei Angaben darin wiegen für einen Vergleich schwerer als die Preise selbst: Die Modelle ab Claude 4.7 rechnen mit einem anderen Tokenizer, der für denselben Text rund 30 Prozent mehr Token erzeugt, und Claude Sonnet 5 kostet seit dem 01.09.2026 dauerhaft 2 und 10 USD je Million Token, angekündigt war das als Einführungspreis bis zum 31.08.2026. Abgerufen am 08.10.2026: Haiku 5.5 zu 0,10 und 0,50 bis 100.000 Token und zu 0,50 und 2,50 darüber, Sonnet 5.5 zu 2 und 10, Opus 5.5 zu 4 und 20, Fable 5.1 zu 10 und 50. Haiku 5.5 ist dabei das einzige neuere Modell mit einer Staffel nach Länge der Anfrage.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Authentication (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Herstellerdokumentation zur Anmeldung bei Claude Code: Anmeldung im Browser beim ersten Start, außer mit bestätigtem API-Schlüssel oder früherer Anmeldung über claude auth login, die Kontoarten für Einzelne und Teams, die Reihenfolge, in der mehrere Zugangsdaten gelten, wo sie gespeichert werden, mehrere Konten über eigene Konfigurationsordner und ein Token mit einem Jahr Laufzeit für Skripte ohne Browser.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code changelog (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Versionsliste von Claude Code mit Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen je Fassung, erzeugt aus der Datei CHANGELOG.md im GitHub-Repository. Jede Fassung steht mit ihrem Erscheinungsdatum da, am 09.10.2026 zuoberst 2.1.296 vom selben Tag.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Enterprise deployment overview (externe Seite, code.claude.com)
code.claude.comgeprüft 25.10.2026
Die Übersicht der Herstellerdokumentation zu den Wegen, Claude Code in einer Organisation zu betreiben: Team und Enterprise, Console, Amazon Bedrock, Claude Platform on AWS, die Agent Platform von Google und Microsoft Foundry, je mit Abrechnung und Regionen. Für die Cloudanbieter rät sie, die Modellfassungen über Umgebungsvariablen festzulegen. Die Seite ist eine Herstellerdarstellung und empfiehlt das eigene Abo als besten Weg für die meisten Organisationen.
Dokumentationerreichbar
Anthropic, Claude Code overview (Stand 24.02.2025) (externe Seite, docs.anthropic.com)
docs.anthropic.comgeprüft 25.10.2026
Die Übersichtsseite der Dokumentation zu Claude Code am Tag der Vorstellung, 24.02.2025, im Archivabbild. Sie führt das Werkzeug als Beta und Forschungsvorschau, installiert über npm mit Node.js 18 als Voraussetzung, und nennt claude-3-7-sonnet-20250219 als Standardmodell.